Sendungsfeier zum Familienassistenten

Neun Ehepaare erhielten Titel „Familienassistenten“

Der Feierlicher Abschluss der zweijährigen Salzburger Akademie für Ehe und Familie fand am Sonntag, den 3. Februar 2002 im Bildungshaus St. Virgil mit einem Festakt statt.

Im Rahmen einer Sendungsfeier erhielten neun Ehepaare aus der Erzdiözese Salzburg und darüber hinaus ihre Zertifikate mit dem Titel Familienassistenten. Dieser zweijährige Kurs ist – gemäß dem Logo der Ausbildung – eine „Schule der Liebe“ in allen ihren Dimensionen nach der Lehre der katholischen Kirche.

Etwa 180 Erwachsene – aus verschiedenen Diözesen und dem angrenzenden Bayern - und 70 Kinder nahmen an diesem mitreißenden Abschlussfest teil.

Mit großer Begeisterung und Dankbarkeit erzählten die neun Ehepaare über Ihren Weg zum Familienassistenten. Die zwei Jahre seien zwar manchmal mühsam gewesen, aber sie hätten es nie bereut, sich für diesen Kurs entschieden zu haben.

... das waren nur einige der Aussagen der Ehepaare bei ihren Kurzstatements.

Die Halleiner Musikgruppe "Maranatha“ gab der Abschlussfeier einen festlichen Rahmen. Weihbischof Andreas Laun, der Leiter des Referates für Ehe und Familie, erklärte, dass diese Ausbildung im Rahmen der Familienarbeit zentrale Bedeutung habe. Er war zutiefst erfreut über die Entwicklung, die die teilnehmenden Ehepaare in diesen zwei Jahren genommen haben. Anschließend erläuterte Mag. Kurt Reinbacher, Projektleiter der Akademie, die Inhalte und den Aufbau des Kurses. Die Teilnehmer erzählten über ihr Spezialgebiet, das sie – gleichsam als Abschlussprüfung – im Rahmen eines Familiengespräches vorgestellt haben. Anschließend folgte der Höhepunkt dieses Nachmittags, die Verleihung der lang ersehnten Diplome durch Weihbischof Laun. In marianischem Blau zierte das Logo „Schule der Liebe“ die Diplome. Der „Primas Germaniae“, Erzbischof Eder sowie Weihbischof Laun und der Projektleiter unterzeichneten das Schriftstück.

Als würdigen Abschluss feierte Erzbischof Dr. Georg Eder abschließend mit den Absolventen, Freunden, Angehörigen und Gästen die Hl. Messe und entsandte die Ehepaare mit einem Einzelsegen in ihre neuen Aufgabengebiete.

Im Rahmen der Predigt verlas der Erzbischof ein Grußwort des Hl. Vaters. Dieses unerwartete Geschenk an die neuen Familienassistenten bewegte alle Anwesenden zutiefst.

Als Unterpfand reicher himmlischer Gaben erteilte der Hl. Vater allen Absolventen der Schule der Liebe und den Festgästen seinen Apostolischen Segen. Insbesondere ermutigte er die Familienassistenten „das vertiefte Wissen über die christliche Ehe und Familie sowie die erworbenen Erfahrungen in die Tat umzusetzen“.

Familienbischof DDr. Klaus Küng referierte ebenfalls an der Salzburger Akademie und sandte ein sehr persönliches Grußwort an die Familien. Unter anderem betonte er:

„Wenn Ihr anderen helfen möchtet – und dazu werdet Ihr heute ausgesendet -, dann seid fest entschlossen,
Eure Liebe zu Gott und zueinander zu pflegen und nicht zu vernachlässigen“.

Wie ist die Schule der Liebe aufgebaut?

Was ist nun diese Schule der Liebe und wie ist sie aufgebaut? Mittelpunkt der Ausbildung war die Magna Charta der Familienarbeit, das Apostolische Schreiben „Familiaris Consortio“ (Über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt von heute) von Johannes Paul II. Der Kurs selbst ruht auf drei Säulen:

Grundlage ist das vertiefte Wissen um die Berufung zur Ehe und Familie. Dieses Wissen auch in die Tat umzusetzen, war – wie der Papst in seinem Grußwort betonte – ebenso ein zentrales Anliegen. Außerdem sollten die Teilnehmer nicht nur theoretisch über Gott als Mitte ihres Ehebundes erfahren, sondern an den Wochenenden war auch konkret Zeit und Gelegenheit, mit diesem Gott in ein persönliches Gespräch einzutreten – durch Feier der Eucharistie, Anbetung, Morgen- und Abendlob.

Zentraler methodischer Ansatz ist das persönliche Gespräch als Brücke und Weg zum Herzen des Ehepartners. Daneben gab es immer wieder praktische Übungen, Kurzreferate und Textaufgaben um auch zwischen den Wochenenden den „Faden“ nicht abreißen zu lassen.

Eine Vielzahl an Referenten und Themen

Eine Vielzahl an Referenten und Ausbildnern gaben den Ehepaaren umfassende theoretische und praktische Kenntnisse in Familienfragen weiter. Darunter waren natürlich vorwiegend Ehepaare aber auch in einem Fachbereich qualifizierte Personen (Psychologen, Therapeuten, Ärzte, Theologen). Insbesondere die Zusammenarbeit mit verschiedenen Gemeinschaften und Erneuerungsbewegungen (Movimenti) innerhalb der katholischen Kirche ermöglichten den Ehepaaren einen tiefen Einblick in die Universalität der Kirche zu gewinnen.

Das Themenangebot reichte von praktischen Familienthemen (die Würde der Person, Erziehung, Kommunikation, Sexualität und Empfängnisregelung, Verschiedenheit und Ergänzung von Mann und Frau, ...) über spezifisch theologische Fragen (etwa die Sakramentalität der Ehe, Dokumente und Lehrschreiben) bis zur methodisch – didaktischen Schulung (Erwachsenenbildung, Videotrainings).

Wertvoll war die durchgehende Kinderbetreuung.

An 12 Fortbildungswochenenden und zwei Schulungswochen im Sommer konnten die Ehepaare ihr eigenes Familienleben vertiefen und lernten ihre Erfahrung und ihr Wissen an andere weiterzugeben. Die Kinder waren über die gesamte Kursdauer mit dabei und wurden von einer Kinderbetreuung liebevoll begleitet. Ein Spezifikum dieses Kurses war auch die durchgehende Betreuung der Kinder durch ein konstantes Team. Somit wuchsen auch die Kinder zu einer Gemeinschaft zusammen und kamen jeweils sehr gerne zu den Wochenenden.


Familiengespräch als Kursabschluss

Den erfolgreichen Nachweis ihrer erworbenen Kenntnisse boten die Ehepaare im Rahmen eines „Familiengespräches“ zu einem frei gewählten Thema.

Besonders wertvoll für das Gelingen des Kurses war die Unterstützung durch das Gebet kontemplativer Gemeinschaften. Die Bethlehemschwestern in Salzburg, die Gemeinschaft der Seligpreisungen, die Kalasantiner um nur einige zu nennen, begleiteten die Ausbildung durch ihr beständiges Gebet.Die Absolventen stehen nunmehr als Referenten und Seminarleiter, Verantwortliche für Familienfragen in der Pfarre, Ansprechpartner für Braut- und Ehepaare oder Leiter von Hauskreisen und Familienrunden zur Verfügung.


Veranstalter und Träger

ist das Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg.
Der nächste Kurs startet im Herbst 2002. Anmeldungen und Informationen über die Ausbildung:
Mag. Kurt Reinbacher, Tel: 0662 / 87 – 96 13 /11; FAX: 87 54 494; e – mail: familie@kirchen.net

 

ACHTUNG: Kassetten und Videos vom "Tag der Hauskirche" sind verfügbar!

1 Audiokassette - Bischof Küng und Kardinal Schönborn (ATS 30.- + Porto)
1 Audiokassette - Referat von Dr. Silvio Krcmery (ATS 30.- + Porto)
1 Audiokassette - Zeugnisse (ATS 30.- + Porto)

1 Videokassette (240 Minuten)
   mit allen Zeugnissen, der Eucharistiefeier (Predigt, Eheversprechen, Kisi-Kids, Weihe) (ATS 180.- + Porto)

Bestelladresse: pater.andreas@reindorf.at
                       Pater Andreas, Pfarre Reindorf, Reindorfgasse 21, A-1015 Wien