"Hauskirche" - Ruf nach einer Theologie der Familie
7. Symposion der Initiative Hauskirche

Domherr Lic. Christoph Casetti

Zwei Vorbemerkungen

  1. In meinem Vortrag an der Internationalen Sommerakademie in Aigen “Familie als Hauskirche” habe ich auf die Notwendigkeit hingewiesen, entsprechend der Ehetheologie auch eine Theologie der Familie zu entfalten und dazu auch schon einige Hinweise gegeben . Nun ist in deutscher Sprache ein Buch von Scott Hahn erschienen mit dem Titel “Gottes Familie - Leben in der Liebe” . Dieses Buch bestätigt mich in meinem Ansatz und ermöglicht mir, meine damaligen Aussagen zu vertiefen. So folge ich in diesem Vortrag den Überlegungen von Scott Hahn.
  2. Dass die Familie in einer tiefen Krise steckt, das brauche ich hier und heute nicht weiter zu entfalten. Ich möchte lediglich auf eine Theorie hinweisen, die in unseren Landen noch weniger bekannt ist. Sie stammt vom amerikanischen Kultursoziologen Carle C. Zimmermann . In seinem Buch “Familie und Zivilisation” unterscheidet er drei Entwicklungsstadien der Familie:
    S die Treuhänderfamilie
    S die bürgerliche Familie und die
    S atomisierte Familie.

In der Treuhänderfamilie verstehen sich die Familienmitglieder als Treuhänder der ganzen Generation. Es geht hier um alle Mitglieder der Familie in Vergangenheit, Gegenwart, ja auch um die zukünftigen Mitglieder. Die Familie ist in erster Linie eine religiöse Größe.
Die bürgerliche Familie beruht auf der ehelichen Beziehung: dem Mann, der Frau und Kindern. Die Familienmitglieder betonen ihre individuellen Rechte und Pflichten ebenso wie die familiären Pflichten.
In der atomisierten Familie dagegen stehen die individuellen Rechte weit höher als die Zusammengehörigkeit der Familie, und die Familie ist dazu da, dass der einzelne sich selbst verwirklichen kann.

Gesellschaften, die aus Treuhänderfamilien bestehen, verstehen die Familie als eine mystische, eine religiöse Größe. Für Gesellschaften mit bürgerlichen Familien ist die Familie eine moralische Tradition. Wo es vorwiegend atomisierte Familien gibt, versteht man das Zuhause als eine Art Kokon: Man wird hineingeboren, um sich davon frei zu machen.

In Treuhänderfamilien ist die Ehe ein heiliger Bund. In bürgerlichen Gesellschaften ist sie ein Vertrag. In atomisierten Gesellschaften ist sie ein bequemes Mittel, um Gemeinschaft zu finden.

In der Treuhänderfamilie sind Kinder ein Segen Gottes. In der bürgerlichen Familie leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zum wirtschaftlichen Überleben. In der atomisierten Familie werden sie zu einem Kostenfaktor, zu einem Hindernis der persönlichen Selbstverwirklichung.

In der Treuhänderfamilie ist der Vater ein Patriarch, ein Priester-König, der ebenso seinen Ahnen verpflichtet ist wie seinen Nachkommen. In der bürgerlichen Familie ist der Vater der autoritäre Geschäftsführer der wichtigsten Wirtschaftseinheit der Gesellschaft. In der atomisierten Familie ist er eine erbärmliche Gestalt, von der man sich freimachen muss, um wachsen zu können.

Die sexuelle Unmoral ist für die Treuhänderfamilie ein Verbrechen, für die bürgerliche Familie eine individuelle Sünde und für die atomisierte Familie ist sie Privatsache, eine persönliche Lebensentscheidung, ein alternativer Lebensstil.

Zimmermann weist darauf hin, dass nur Gesellschaften mit Treuhänderfamilien eine Kultur aufzubauen vermochten. Doch immer gehen die Menschen mit der Zeit dazu über, nach dem Modell der bürgerlichen Familie zu leben. Diese bildet jedoch meistens eine kurze Übergangsperiode zum Modell der atomisierten Familie. Mit den vielen Scheidungen und der sexuellen Freizügigkeit und dem daraus folgenden Bevölkerungsrückgang geht dann die Kultur zu Grunde.

Wo stehen wir Christen in diesem Modell bzw. in dieser Entwicklung? Mit scheint, dass wir uns zwischen der Treuhänderfamilie und der bürgerlichen Familie bewegen. Wir deuten die Familie teils von der Treuhänderfamilie und teils von der bürgerlichen Familie her. Wir wehren uns gegen das Modell der atomisierten Familie, weil auch uns immer klarer wird, dass diese zum Untergang der Kultur führt. Wichtig für unser Thema ist, dass die Bibel geprägt ist vom Modell der Treuhänderfamilie. Das heißt, dass wir die Familie als Hauskirche nicht einseitig vom Modell der bürgerlichen Familie her deuten dürfen.

Der Vortrag hat folgende Gliederung

1. Biblische Elemente einer Theologie der Familie
2. Gott ist selbst Familie - die Trinität
3. Die Kirche, das Bundesvolk Gottes, ist Familie

a) Im Alten Bund
b) Im neuen Bund
c) Die Kirche als Familie
d) Die Kirche als Abbild der Trinität

4. Die Familie als “Hauskirche” macht die Familie Gottes erfahrbar.
5. Schluss

1. Biblische Elemente einer Theologie der Familie

Die entscheidenden Elemente finden wir schon in den ersten Kapiteln der Bibel: Der Mensch wird als Mann und Frau erschaffen und ist in dieser Zweiheit Gottes Ebenbild. Er ist sowohl zur Gemeinschaft gegenseitiger Hilfe als auch zur Fruchtbarkeit berufen. Wir können das so zusammenfassen: “Mit der Erschaffung der Familie war das Bild Gottes vollständig. Jetzt erst war Eden wirklich das Paradies” .

Aber was versteht die Bibel unter einer Familie? Im alten Israel und in den meisten alten Kulturen verstand man unter einer Familie alle Menschen, die von einem bestimmten Urvater abstammten. Wir können sagen: Das Volk Israel bestand aus zwölf Familien, weil es aus den Stämmen der zwölf Söhne Jakobs bestand. Alle waren Brüder und Schwestern. Wenn in den Evangelien von den Brüdern Jesu die Rede ist, sind einfach seine Verwandten gemeint. Das Hebräische hatte gar kein eigenes Wort für Cousin oder Cousine.

Häufig war die Stammesfamilie durch Erbschaft an einen bestimmten Teil des Landes gebunden. Die Mobilität des einzelnen war entsprechend begrenzt. Die Zugehörigkeit zur Familie war mit dem Tod nicht zu Ende. Die Ahnen wurden verehrt. Das Verhalten der Familienmitglieder war vorgegeben. Die Familienehre musste geschützt werden. Die Familie bestimmte auch die Religion ihrer Mitglieder. Der Gott der Familie war der Gott ihrer Ahnen: der Gott der Väter. Mehr noch als die gemeinsame Abstammung war es der gemeinsame Gottesdienst, der eine Familie über die Generationen und über viele Verwandtschaftsgrade hinweg zusammenhielt.

Außenstehende konnten in eine Familie aufgenommen werden durch das rechtliche und rituelle Instrument des Bundes . Dazu gehörte ein religiöses Gelübde, ein gemeinsames Mahl und die Darbringung eines Opfers. Wenn nun das Alte Testament mehrfach vom Bund zwischen Jahwe und Israel spricht, dann bedeutet das, dass Israel in einem ganz realistischen Sinn Jahwes Familie wurde. Das Ergebnis des Bundes ist eine Art Familienbeziehung. So erkennt man die Logik der Treuhänderfamilie schon im ersten Gebot Gottes an die erste Familie: “Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde” .

In seiner Verkündigung verwenden Jesus und die anderen Autoren der Heiligen Schriften viele Bilder und Begriffe aus dem Familienleben: “Vater”, “Sohn”, “Bruder”, “Schwester”, “Mutter”, “Kinder”, “Haus”, “Erstgeborene”, “Erbe”, “Ehe” und “Geburt” .

Das alte Israel tastete sich nur ganz vorsichtig an den Gedanken der Vaterschaft Gottes heran. Israel gehörte zur “Familie Gottes”, der einzelne empfand sich eher als Diener, Sklave oder allenfalls Freund Gottes, nicht aber als Kind oder gar Sohn Gottes .

Mit Jesus wird das ganz anders : Er hat ein ganz besonderes und einzigartiges Verhältnis zu seinem Vater, den er auf geradezu kindliche Weise “Abba”, “Papa” nennt. Er behauptete, eine beispiellos enge Familienbeziehung zu seinem Schöpfer zu besitzen: “Ich und der Vater sind eins” . Darin eingeschlossen war der Anspruch, Gottes Sohn und damit selbst Gott zu sein. Obwohl Gott nur einer ist, gibt es in ihm eine Mehrzahl. Er ist Vater und Sohn und - wie Jesus weiter offenbaren wird - auch Heiliger Geist. Gott ist eine Trinität von Personen, in der Einheit verbunden. Diese beiden Wahrheiten, dass der Mensch ein Kind Gottes sein kann und dass Gott einer in drei Personen ist, bilden den Kern der christlichen Botschaft. Diese Lehre wird ausgesagt in Bildern und Begriffen aus dem Familienleben.

Dazu kommt, dass Jesus die Seinen teilhaben lassen will an seinem Sohnesverhältnis. Auch wir dürfen Gott unseren Vater nennen. “Wir heißen Kinder Gottes und sind es” . Und indem wir Gott unseren Vater nennen, werden wir untereinander zu Brüdern und Schwestern, zu Gliedern seiner Familie.

2. Gott ist selbst Familie - die Trinität

Auf diesem biblischen Hintergrund können wir die Theologie der Familie weiter entfalten . Knüpfen wir noch einmal an im ersten Kapitel der Bibel. Erst bei der Erschaffung des Menschen spricht Gott von sich selbst in der ersten Person der Mehrzahl: “Lasst uns Menschen machen, als unser Abbild, uns ähnlich“ . Der verstorbene Papst Johannes Paul II. sprach in diesem Zusammenhang von einem “göttlichen Wir”. Darin wird die Wahrheit ahnbar, dass Gott zwar einer ist, aber nicht einsam. Diese Wahrheit wird erst von Jesus Christus vollständig geoffenbart, der von den drei göttlichen Personen spricht: dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Beim Missionsauftrag sagt Jesus: “Tauft sie (alle Menschen) auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” . Das Wort “Name” steht hier in der Einzahl, obwohl die drei Personen genannt werden. Der Katechismus der katholischen Kirche erläutert diesen Sachverhalt so: “Die Christen werden ‘im Namen’ (Einzahl) und nicht auf ‘die Namen’ (Mehrzahl) des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft, denn es gibt nur einen einzigen Gott, den allmächtigen Vater und seinen eingeborenen Sohn und den Heiligen Geist: die heiligste Dreifaltigkeit” . Von hier aus wird klar, dass das Geschöpf “Mensch” erst zur Familie werden musste, bevor es im vollen Sinne Gottes Bild sein konnte. Gott ist nicht einsam und deshalb konnte es auch der Mensch nicht sein. Papst Johannes Paul II. kann so in seinem “Brief an die Familien” schreiben: “Im Licht des Neuen Testamentes ist es möglich, das Urmodell der Familie in Gott selber, im trinitarischen Geheimnis seines Lebens wieder zu erkennen. ... Das göttliche ‘Wir’ bildet das ewige Vorbild des menschlichen ‘Wir’; vor allem jenes ‘Wir’, das von dem nach dem Abbild und der Ähnlichkeit Gottes geschaffenen Mann und Frau gebildet ist” . Wir deuten also nicht die Dreifaltigkeit aus der Froschperspektive der menschlichen Familie, sondern umgekehrt die menschliche Familie vom Adlerblick des dreieinen Gottes her.

Indem Jesus durch eine Familie in die Geschichte der Menschheit eintritt, ist das Geheimnis der Inkarnation aufs engste verbunden mit der menschlichen Familie. Keine irdische Familie widerspiegelt die göttliche Dreieinigkeit so getreu wie die heilige Familie von Nazareth. Nach Adam und Eva bekam die menschliche Familie mit Maria und Josef in Nazareth eine zweite Chance, einen neuen Anfang.

Die Kirche nennt die Familie eine Gemeinschaft von Personen, die in der Liebe verbunden sind. Das können wir auch von der Dreifaltigkeit sagen. In der Ehe wird die Liebe von Mann und Frau im Kind eine neue Person. Der Heilige Geist ist die personale Liebe zwischen dem Vater und dem Sohn. Diesen Gedanken finden wir auch im Katechismus der katholischen Kirche: “Die christliche Familie ist eine Gemeinschaft von Personen, ein Zeichen und Abbild der Gemeinschaft des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes” .

3. Die Kirche, das Bundesvolk Gottes, ist Familie.

a. Im Alten Bund

In die Treuhänderfamilie wird man aufgenommen durch einen Bundesschluss. Und: Israel verstand sich als Familie Gottes. Diesen Faden wollen wir noch einmal aufgreifen. Im ersten Kapitel der Bibel heißt es, dass Gott nach der Erschaffung der Welt und des Menschen am siebten Tag ruhte. Das hebräische Wort für “Sieben” heißt šeba. Doch das gleiche Wort kann auch bedeuten “einen Bundeseid schwören”. Somit ist der Sabbat ein Zeichen für Gottes Bund mit der Schöpfung. Zwischen Gott und Mensch wurde ein Familienbund geschlossen. Gott nahm Adam und Eva in seine Familie auf. Gott machte sie zu seinen Kindern. So wird im ersten Kapitel der Genesis zunächst die allgemeine Gottesbezeichnung ‘Elohim’ verwendet, im zweiten Kapitel, nach dem Bund des siebten Tages, hingegen der Gottesname ‘Jahwe’, den Gott als seinen persönlichen Namen geoffenbart hat. Denn Familienmitglieder nennen sich beim Eigennamen .

Den Paradiesesgarten bebauen und bewahren: Das waren die Bedingungen des Bundes sowie der Auftrag zur Weitergabe des Lebens. Der Vater wollte Adam, seinen Sohn, dazu erziehen, selbst Vater zu werden und viele Kinder für Gott aufzuziehen. Dazu kam eine einzige weitere Bedingung, nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zu essen. Wir kennen den Fortgang der Geschichte: Adam brach den Bund. Er sündigte, indem er von der verbotenen Frucht ass. Er brachte dadurch Leid und Tod auf sich und alle seine Nachkommen. Er trennte sich und seine Nachkommen von der Familie Gottes. Doch Gott ließ die Menschheit nicht fallen. Er erneuerte den Bund immer wieder. So hat Gott seine irdische Familie geschaffen und weiterentwickelt. Der Bund ist das Band, das Familien verbindet. Gottes Taten sind Bundesschlüsse, weil Gott selbst im Bunde ist. “Gott ist Liebe” . Das kann man nur von einem Gott sagen, der selbst Familie ist - ein Gott, der in der ewigen Gemeinschaft von drei Personen lebt; ein Gott, der ewig im Bunde lebt .

Gott hat seinen Bund immer gehalten. Aber die Menschen haben den Bund immer wieder gebrochen. Was muss geschehen, damit die Menschen den Bund halten können? Hier müssen wir noch einmal innehalten und fragen, worin denn die Sünde Adams bestand. Adam sollte den Garten bewahren. Das entsprechende hebräische Wort kann auch heißen: bewachen. Warum musste Adam das Paradies bewachen? Die Strafandrohung Gottes wird meistens so übersetzt: “Sobald du davon isst, musst du sterben”. Wörtlich heißt es: “Du wirst ein Sterben sterben”. Die antiken Rabbinen lehrten, dass hier zwei verschiedene Formen des Sterbens gemeint sind: einmal der Tod als Trennung von Leib und Seele und zum andern der Tod der Seele durch das Absterben der Tugend und das Eindringen der Bosheit .

Bei der Sündenfallgeschichte gibt es im hebräischen Original ein paar bemerkenswerte Einzelheiten . Die Schlange spricht zu beiden, aber nur Eva antwortet. Wo ist denn nun der Mann, dem Gott aufgetragen hatte, den Garten zu bewachen? Gott hatte den Menschen als Mann und Frau, als sein Abbild erschaffen. Dieses Abbild musste aber noch dadurch vollendet werden, dass Mann und Frau in ihrer menschlichen Familie dieses Abbild verwirklichen und jene Gemeinschaft werden, die in der göttlichen Familie wirksam ist. Deshalb ließ es Gott zu, dass Adam und Eva jene Prüfung mit der Schlange durchstehen mussten. Wir dürfen uns die ‘Schlange’ nicht zu harmlos vorstellen. Das hebräische Wort kann auch mit Drache oder Seeungeheuer übersetzt werden. Gemäß der christlichen Überlieferung setzt der Katechismus der katholischen Kirche die Schlange mit dem Satan gleich . Adam sah sich einer lebensbedrohlichen Macht gegenüber, die eine gefährliche List einsetzte. Weil der Mensch sich instinktiv vor dem Sterben fürchtete, versprach sie ihm Unsterblichkeit, wenn er von der Frucht ass. Sie sprach aber nur noch vom leiblichen, nicht mehr vom geistlichen Tod. Sie suggerierte, das Menschenpaar würde dann nicht leiblich sterben, wenn es von der Frucht ass. Weil Adam den leiblichen Tod mehr fürchtete als den Ungehorsam der Sünde, schwieg er und rief auch Gott nicht um Hilfe. In seinem Stolz, in seiner Angst blieb er stumm. Seine Ängste hinderten ihn daran, den Garten zu bewachen, Gott, seinem Vater, zu vertrauen und seine Frau zu verteidigen. So war er in seinem Stolz auf sich ganz allein zurückgeworfen. Diese Weigerung, sich aus Liebe zu Gott und zu seiner Frau aufzuopfern, war Adams Ursünde. Vom Teufel versucht, ließ der Mensch in seinem Herzen das Vertrauen zu seinem Schöpfer sterben, fasst der Katechismus zusammen .

Das Wesen der Liebe ist Selbsthingabe. Nur durch die Hingabe seiner selbst, nur durch das Opfer kann der Mensch die Liebe des dreieinen Gottes nachvollziehen. Wir müssen für uns selbst sterben um eines anderen willen. Und genau darin hat Adam versagt. Er lässt das Vorrecht der Familienbeziehung hinter sich und begibt sich auf die Ebene des Sklaven. Nach dem Sündenfall wird Gott wieder mit der allgemeinen Bezeichnung Elohim und nicht mehr mit dem Eigennamen Jahwe angesprochen.
Weil Adam das Opfer verweigert hat, wird es zum entscheidenden Merkmal der späteren Bundeserneuerungen bei Noah, bei Abraham, bei Mose, bei David. Der Bund ist etwas anderes als ein Vertrag. Ein Vertrag ist ein Austausch von Gütern, ein Bund ist ein Austausch von Personen. Ein Mensch gibt sich - sein bisheriges Selbst, seine Identität - auf, um von einer neuen Familie angenommen zu werden .

Doch alle alttestamentlichen Bundeserneuerungen scheiterten, weil jedes Mal einzelne Menschen nicht bereit waren, sich selbst ganz hinzugeben. Nur die vollkommene Selbsthingabe konnte uns helfen, am inneren Leben der Dreifaltigkeit teilzuhaben. Jeder Rest von Selbstsucht bringt Elend über uns. Jede Verletzung des Bundes macht es der Treuhänderfamilie unmöglich, das Bild der göttlichen Familie vollkommen darzustellen. Die Menschen mussten immer wieder die Erfahrung machen, dass sie aus eigener Kraft nicht mehr Kinder Gottes werden konnten .

Aber Gott hörte nie auf, Vater zu sein. Immer wieder erneuerte er seinen Bund. So konnten sich die Stämme Israels weiterhin als am Jahwe, “Gottes Verwandtschaft” bezeichnen. Sie erwarteten, dass aus ihrer irdischen Familie ein “Verwandter, der uns erlöst”, auf hebräisch ein goel kommen sollte, der ihnen wieder zu ihrem verlorenen Erbe verhelfen würde. Der goel ist der “Löser”, der die Familie rächt, ihre Ehre wiederherstellt oder ein versklavtes Familienmitglied freikauft. Der Erlöser war also in dieser Vorstellung auf die Familie bezogen. Später verwendete man dafür den Begriff “Messias”, der Gesalbte oder eben auf griechisch der “Christus” .
 

b. Im Neuen Bund

Nur Gott selbst konnte sich ganz und gar hingeben. Deshalb trat der neue Adam in die Geschichte ein. Das Wort, die zweite göttliche Person, ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Er musste dieselben Versuchungen durchstehen wie Adam. Er hat sein Leben geopfert, um uns aus der Macht der Sünde und des Todes zu erlösen. Er hat den ewigen Bund gestiftet in seinem Blut. So hat er die Menschheitsfamilie wiederhergestellt und sie zu ihrer ursprünglichen Würde erhoben. Er hat die Todesangst überwunden, an der Adam gescheitert war. Während Adam zu stolz war, Gott um Hilfe zu rufen, hat Jesus im Garten Gethsemane seinen Vater angefleht. So besteht der wahre Sinn unserer Erlösung darin, dass sie uns wieder in die familiäre Beziehung zu Gott hineinführt. Die Kirchenväter sagen, dass Gott Mensch geworden ist, damit wir göttlich werden. Damit meinen sie, dass wir gewürdigt werden, am Liebesleben des dreieinen Gottes Anteil zu erhalten. Das ist eine Familienangelegenheit: Als Kinder, als Söhne und Töchter, als Schwestern und Brüder werden wir aufgenommen in die ewigen Beziehungen des Vaters, des Sohnes und der Liebe, die beide verbindet - des Heiligen Geistes. In Christus treten wir ein in die Familie, die Gott ist .

Und wieder werden wir aufgenommen durch einen Bundesschluss. Am Abend vor seinem Leiden im Zusammenhang des Paschamahles machte Jesus deutlich, dass seine Selbsthingabe einen Neuen Bund begründet. Dieser Bund stiftet einen Familienzusammenhang, der für immer Bestand hat. Alle Elemente eines Bundes finden wir hier wieder: den eingehaltenen Eid, das makellose Opfer und das Bundesmahl. Wer teilnimmt an diesem eucharistischen Opfer, der erhält wahrhaft und wirklich Anteil am innergöttlichen Leben. Christi Fleisch wird verwandelt in unser Fleisch, sein Blut pulsiert durch unsere Andern .

Der Neue Bund brachte einen neuen Lebensstil mit sich. Jesus führte die Menschen über das alte Gesetz hinaus. Der Neue Bund betrifft nicht nur unsere Taten, sondern auch unsere Gedanken und Worte, nicht nur den Leib, sondern auch das Herz, den Verstand, die Seele und den Geist. Er verlangt von uns, dass wir ebensoviel geben, wie Gott selbst gibt; und das heißt, dass wir alles geben. So gewinnen wir Anteil an Gottes eigenem Leben. So können wir lieben, wie Gott liebt. Von Natur aus haben wir keinen Anteil am Leben Gottes. Aber durch die Sakramente werden wir über unsere Natur hinausgehoben. Schon durch die Taufe werden wir zu Kindern Gottes. Durch die Taufe leben wir in göttlicher Gemeinschaft, in göttlicher Kommunion mit der Heiligsten Dreifaltigkeit. Doch als Folge der Erbsünde sind wir immer wieder in Gefahr, das Irdische unserem übernatürlichen Ziel vorzuziehen. Deshalb müssen wir lernen, unser Verlangen, unsere Wünsche zu beherrschen. Das Leben aus den Sakramenten und das Bemühen um die Tugenden helfen uns, tiefer in die Familie Gottes hineinzuwachsen. Schon in unseren irdischen Familien können wir beobachten, wie die allmählich voranschreitende Selbstverleugnung zu wachsender Reife führt. Der einzelne, das Paar und das Kind werden Teile der Familie, indem sie lernen, sich selbst zu verschenken. In jede Familie wird man dadurch hineingenommen, dass man sich verschenkt. Das gilt in besonderer Weise für die göttliche Familie des dreifaltigen Gottes .

c. Die Kirche als Familie

Um die Seinen nicht als Waisen und das heißt ohne Familie zurückzulassen, sendet Jesus ihnen den Heiligen Geist . Jesus sah voraus, dass mit der Eroberung Jerusalems durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. die Treuhänderfamilie der Juden ihre Mutterstadt, ihre ‘Metropolis’, und damit ihre jüdische Identität verlieren. Wo konnten die ersten Christen, die ja Israeliten waren, eine Heimat haben? Dieser Ort sollte die Kirche sein, das Neue Volk Gottes, die neue Familie Gottes.
Wenn Paulus für die Kirche vor allem zwei Bilder verwendet, die eine Braut und der eine Leib, dann verweisen diese Bilder auf die Begründung der Ehe in den ersten Kapiteln der Bibel. “Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch werden” . Im Epheserbrief wendet Paulus dieses Schriftwort ausdrücklich auf die Kirche an . Die Kirche ist die Braut und zugleich der Leib Christi, wie Eva Adams Braut und zugleich Bein von seinem Bein, Fleisch von seinem Fleisch war . In der Kirche also hat Gott Israel und den Heiden eine neue Treuhänderfamilie geschenkt, die für immer Bestand haben wird. So hat Jesus seine Jünger nicht als Waisen zurückgelassen. Er hinterließ ihnen eine Kirche, die ihnen zur Mutter wurde. So sagt der heilige Cyprian: “Es kann nicht Gott zum Vater haben, wer nicht die Kirche zur Mutter hat” . Jesus sammelte die Menschen zur Familie Gottes , sein Jünger werden, heißt, die Einladung anzunehmen, zur Familie Gottes zu gehören . In dieser Familie sind wir verbunden mit der Gemeinschaft der Heiligen und auch mit den Verstorbenen, für die wir im Gebet als Treuhänderfamilie eintreten. In dieser Familie hat Maria eine besondere Stellung. Als die Mutter Jesu ist sie auch unsere Mutter geworden .

Ganz egal, aus was für Familien wir kommen - ganz egal, was für katastrophale Familienverhältnisse wir kennen lernen mussten -, in der Kirche können wir ganz neu beginnen. Alle Getauften sind Brüder und Schwestern in der Familie Gottes. Als römische Treuhänderfamilien zum Glauben kamen und ihre Häuser als “Hauskirchen” zur Verfügung stellten, empfanden die Römer, die Heiden geblieben waren, das als Gefahr für das traditionelle Familienleben und die Verehrung der Hausgötter .

Der Katechismus der katholischen Kirche sagt es klar, indem er die Konstitution über die Kirche des Zweiten Vatikanischen Konzils „Lumen Gentium“ zitiert: “Wir alle, die wir Kinder Gottes sind und eine Familie in Christus bilden, entsprechen, sofern wir in gegenseitiger Liebe und in dem einen Lob der Heiligsten Dreifaltigkeit miteinander Gemeinschaft haben, der innersten Berufung der Kirche” . Ja, schon die erste Nummer des Katechismus spricht von der Kirche als der Familie Gottes .

d. Die Kirche als Abbild der Trinität

Wenn auch der himmlische Vater der eigentliche Vater der Kirche ist, so gibt es in ihr Repräsentanten dieses Vaters: die geistlichen Väter, die Bischöfe und den Papst. So konnte Paulus zu den Korinthern sagen: “Denn in Christus Jesus bin ich durch das Evangelium euer Vater geworden” . Für Ignatius von Antiochien war die göttliche Trinität das Modell für die Einheit der Kirche; wie Christus dem Vater, so sollten die Gläubigen dem Bischof untertan sein . In Christus Kinder Gottes, Söhne und Töchter, geworden, können wir, ja letztlich alle Menschen Repräsentanten des Sohnes Gottes werden. “Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan”, sagt der Herr .

Die Kirche ist unsere Mutter und Maria ist unsere Mutter. Doch gibt es diese Mütterlichkeit auch im Innern der Trinität, wie es dort den Vater und den Sohn gibt? An dieser Stelle müssen wir auf den Heiligen Geist zu sprechen kommen . Ihn hat Jesus den Seinen als “den anderen Beistand” verheißen, um sie nicht als Waisen zurückzulassen. Wie genau denn sorgt der Geist aber dafür, dass wir keine Waisen werden?

Wer die dritte Person Gottes ist, erkennen wir daran, was der Geist tut. Wir werden aus ihm geboren . Er seufzt in Geburtswehen . Geboren als Gottes Kinder, bedürfen wir der “unverfälschten geistlichen Milch” . Der Geist lehrt uns das Gehen und Sprechen . Er lehrt uns zu Gott “Abba”, Papa, sagen . Erinnert uns das alles nicht an die Tätigkeit einer Mutter? Was Mütter in begrenzter und unvollständiger Weise tun, das vollbringt der Heilige Geist in unbegrenzter und vollkommener Weise.

Im Buch der Weisheit wird Gottes Weisheit als “Heiliger Geist” bezeichnet. Sie wird dort in einer Weise geschildert, die zugleich auffällig göttlich und auffällig weiblich ist. Das hebräische Wort für ‘Geist’, rúach, ist weiblich, ebenso das Wort für ‘die Wolke der Herrlichkeit’, die schechinah, welche das Allerheiligste im Tempel von Jerusalem erfüllt. In diesem Sprachgebrauch sahen viele Rabbinen einen Beweis für den bräutlich-mütterlichen Charakter des Geistes Gottes.
Die Kirche ist der Leib Christi und die Braut Christi. Von wem empfängt sie aber das Leben? Die kirchliche Tradition antwortet: vom Heiligen Geist. Weil die Kirche ein geistlicher Leib ist, kann man ihre Seele weder als männlich noch als weiblich bezeichnen. Auch Gott selber übersteigt die Unterscheidung von Mann und Frau. Wir können aber fragen, was die Kirche über ihre Seele bzw. über ihren Geist zum Ausdruck bringt.

Der bedeutende Theologe Yves Congar schloss aus der Erschaffung des Menschen als Mann und Frau und als Abbild Gottes, dass es in Gott, in einer transzendenten Form, sowohl etwas geben muss, was dem Männlichen entspricht, als auch etwas, das dem Weiblichen entspricht . Der damalige Kardinal Joseph Ratzinger nahm diesen Gedanken auf: über die Geistlehre könne man auf eine geheimnisvoll-verhüllte Weise gleichsam das Urbild des Weiblichen schon in Gott selbst erahnen . Diesen Gedanken findet man aber auch schon bei verschiedenen Kirchenvätern und Heiligen. So schreibt etwa die heilige Edith Stein: “Dienende Liebe ist Beistand, der allen Geschöpfen zu Hilfe kommt, sie zur Vollendung zu führen. Das aber ist der Titel, der dem Heiligen Geist gegeben wird. So könnten wir im Geiste Gottes, der ausgegossen ist über alle Kreatur, das Urbild weiblichen Seins sehen. Es findet sein vollkommenstes Abbild in der reinsten Jungfrau, die Gottes Braut und aller Menschen Mutter ist” . Wenn der Westen Maria “Urbild der Kirche” nennt, so nennt sie der Osten “Ikone der Kirche”, aber auch “Ikone des Geistes”.

Daraus folgt nicht, dass wir Gott nun ‘Mutter’ nennen können, weil der Geist sich in der Kirche bräutlich und mütterlich ausdrückt. Es ist ja der Geist, der uns lehrt, zu Gott ‘Vater’ zu sagen. In der Trinität gibt es keine leiblichen geschlechtlichen Eigenschaften. Es ist eher so, dass sich in den geschlechtlichen Eigenschaften des Menschen Eigenschaften der göttlichen Personen widerspiegeln. Es handelt sich hier um das, was die Theologen und die Philosophen eine Analogie nennen: eine Ähnlichkeit bei einer je größeren Unähnlichkeit.

Gott hat sich geoffenbart als vollkommene Erkenntnis und vollkommene Liebe. Die Erkenntnis könnten wir dem Sohn zuordnen, die Liebe dem Heiligen Geist. Darum geht es auch in den familiären Beziehungen: einen Menschen wirklich zu kennen - und den, den wir kennen, zu lieben. Das Erkennen können wir vielleicht eher dem Ehemann und Vater zuordnen, das Lieben der Ehefrau und Mutter. Die beiden Aspekte unserer Erlösung sind Rechtfertigung und Heiligung. Dabei geht es um zwei Dimensionen unserer Gotteserfahrung. Die Rechtfertigung erscheint eher als das Werk des Sohnes, während wir unsere durch die Liturgie vermittelte Heiligung als das Werk des Heiligen Geistes beschreiben können.

Damit wir wirklich ganz menschlich, ganz vergöttlicht werden können, brauchen wir also die ganze Trinität: den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Wir müssen gerechtfertigt und geheiligt werden; wir brauchen das Erkennen des Gesetzes und die Liebe. Wir brauchen den Vater und die Mutter. Wir dürfen also den Heiligen Geist nicht vernachlässigen.

4. Die Familie als “Hauskirche” macht die Familie Gottes erfahrbar.

Gott hat uns eine neue Familie geschenkt, die er durch seinen neuen Bund begründet hat. Das hat Folgen für unsere natürlichen Familien : Wir sollen sie in einen Himmel auf Erden verwandeln. Sie sollen Hauskirche werden, wie die Kirche im Ganzen eine communio von Personen ist. Wie die Kirche eine allumfassende Familie ist, so ist auch jede einzelne Familie eine “Hauskirche”, wie der Katechismus im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil sagt . Durch die Ehe - sie ist ja ein Sakrament des Neuen Bundes - wird eine Hausgemeinschaft Gott ähnlich, weil sie dadurch zu seiner Familie gehört. Weil wir Menschen auf die Erfüllung durch Gott hin geschaffen sind, kann nur der dreifaltige Gott unsere tiefste Sehnsucht stillen. So bleibt die irdische Familie auf die göttliche Familie angewiesen.

Das hebräische Wort für “Hochzeit”, kidduschin, heißt auch “Heiligkeit”.
Das Glück der Ehe weist über sich hinaus auf jenes Glück,
das nur die Heiligkeit schenken kann.

Was heißt das ganz praktisch? Wenn es in der menschlichen Liebe vor allem auf die Selbsthingabe ankommt, dann ist die Familie eine hervorragende Schule, die opferbereite Liebe einzuüben. Die Ehe ist ein Sakrament. Das Wort “Sakrament” kommt vom lateinischen sacramentum, was “Eid” bedeutet. Ein feierlicher Eid verpflichtet zur Wahrheit. Es geht um die Wahrheit, dass wir durch die Liebe zur Familie werden, so wie Gott, der Drei-Einige, eine Familie ist. “Gott ist in seinem tiefsten Geheimnis nicht einsam, sondern eine Familie”, sagte Papst Johannes Paul II., “denn er birgt in sich Vaterschaft, Sohnschaft und das Wesen der Familie, die Liebe”. In der treuen Liebe der Familie soll die treue Liebe Gottes erfahrbar werden. Und ebenso wie Gott Frucht hervorbringt und großzügig ist, muss auch ein Ehepaar für das Leben offen und bereit sein, im Empfangen von Kindern mit dem himmlischen Vater zusammenzuwirken. In diesem Zusammenhang können wir auch leichter verstehen, warum die Kirche Empfängnisverhütung, Abtreibung, homosexuelle Akte und Ehebruch verbietet. Denn alle diese Handlungen widersprechen nicht nur dem natürlichen Gesetz, sondern auch dem übernatürlichen Leben, an dem wir gemeinsam mit der Trinität Anteil haben.

Wie die Kirche die Familie des dreifaltigen Gott abbildet, so auch die Familie als “Hauskirche”. Es ist die Aufgabe des Vaters, den himmlischen Vater zu repräsentieren. Der Maßstab für seine Vaterschaft muss die Vaterliebe Gottes sein. Das Kind ist dazu berufen mit und durch Jesus Christus, dem Sohn Gottes, vom Kind Gottes zum Sohn und zur Tochter Gottes heranzureifen. Die Mutter vergegenwärtigt in dieser Analogie den Heiligen Geist. Wie Maria in Nazareth ist sie in der irdischen Familie der Ort, wo der Geist wirken und Leben spenden kann. Der Maßstab für ihre Mutterschaft muss die bräutlich-mütterliche Liebe des Heiligen Geistes sein.

5. Schluss

Am Ende seines Buches stellt Scott Hahn folgende Frage: Woher wissen die Kinder der Familie Hahn, dass sie Scotts Kinder sind? Er gibt darauf eine Antwort, mit der ich schliessen möchte. Denn sie zeigt noch einmal den tiefen Zusammenhang zwischen der Hauskirche, der Kirche als das neuen Bundesvolk Gottes und der göttlichen Familie der Trinität.

Daran also erkennen die Hahn-Kinder, dass sie Scotts Kinder sind .

Diese Merkmale lassen sich auch auf die Kirche übertragen :

Chur, 15. Oktober 2006 Domherr Christoph Casetti