Impuls Nr.3

"Komm, Herr Jesus!" 

Advent 2003

Jedes Jahr betet die Kirche im Advent: "Komm, Herr Jesus, Marána tha!" Auch im Jahr 2003 gehört dies zum fixen Bestandteil der Liturgie.

Viele Familien entzünden die Kerzen am Adventkranz - jeden Sonntag um eine mehr. Von Tag zu Tag steigt die Spannung und die Erwartung auf das Fest. Wir freuen uns auf die Kinderaugen, den Christbaumbaum, die freie Zeit, auf die Geschenke... Für viele ist dies der Inbegriff von Advent und Weihnacht. Wenn es hoch kommt, geht sich noch eine stimmungsvolle Mette aus.

Es ist schön, dass es noch so viel Brauchtum gibt. Christus aber will in dieser Gnadenzeit nicht nur zum "Schein" kommen, er will in die Herzen kommen, in den Herzen der Menschen neu geboren werden...

... Stehen ihm unserer Herzen offen und wird er Glauben finden, wenn er kommt?

"Jahresschlussbilanz"

Ich habe heute das öffentliche Gebet eines Senators aus Topeka (Kansas, USA) in die Hand bekommen, das dieser 1996 formulierte. Vielleicht ist es in manchen Bereichen übertrieben. Dennoch zeigt es den Trend unserer Zeit, der sich auch in diesem Jahr fortgesetzt hat.

Bringen wir alle Sünden, Fehler und Versäumnisse vor Gott. Übergeben wir ihm auch die kollektive Schuld und bitten wir ihn, dass er uns im Neuen Jahr, im "Jahr der Familie" 2004 von unseren Sünden reinige und frei mache.

Der oben erwähnte Senator betete:

Himmlischer Vater, wir treten heute vor Dich und bitten um Vergebung, suchen Deine Weisung und Führung.

Wir wissen, dass Dein Wort sagt: "Wehe denen, die Böses gut nennen", aber genau das haben wir getan.
Wir haben unser geistliches Gleichgewicht verloren und Deine Werte verdreht. - Wir bekennen Dir das:
Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das "Pluralismus" genannt.
Wir haben andere Götter angebetet und das "Multikultur" genannt.
Wir haben Perversionen gutgeheißen und das "alternativen Lebensstil" genannt.
Wir haben die Armen ausgebeutet und das "ihr Los" genannt.
Wir haben Faulheit belohnt und das "Wohlstand" genannt.
Wir haben unsere Ungeborenen getötet und das "Selbstbestimmung" genannt.
Wir haben Menschen, die Abtreibungen vornahmen, entschuldigt und das "Recht" genannt.
Wir haben es vernachlässigt, unseren Kindern Disziplin beizubringen und das "Selbstachtung" genannt.
Wir haben Macht missbraucht und das "Politik" genannt.
Wir haben den Besitz unseres Nachbarn beneidet und das "Strebsamkeit" genannt.
Wir haben den Äther mit Pornographie und weltlichen Dingen verschmutzt und das "Pressefreiheit" genannt.
Wir haben die Werte unserer Vorväter belächelt und das "Aufklärung" genannt.

Erforsche uns, o HERR, und erkenne heute unser Herz. - Reinige uns von allen Sünden und mache uns frei.
Führe und segne jene Männer und Frauen, die gesandt sind, um uns in das Zentrum Deines Willens zu führen,
dass wir offen danach fragen; im Namen Deines Sohnes, des lebendigen Erlösers, Jesus Christus! Amen

Jahr der Familie 2004

Das im Jahr 1994 erstmals begangene "Internationale Jahr der Familie" feiert 2004 sein zehnjähriges Jubiläum. Ein "Österreichisches Nationalkomitee" erarbeitet aus diesem Grund in zehn Arbeitskreisen die Schwerpunkte der künftigen Familienpolitik Österreichs und wird notwendige Zielsetzungen definieren. Die Ergebnisse sollen zu einem nationalen Maßnahmenplan zusammengefasst und am Vorabend des Internationalen Tages der Familie 2004 präsentiert werden.


Am eigentlichen "Tag der Familie", dem 15. Mai, werden diese Ergebnisse beim Symposion der "Initiative Hauskirche" in Linz ebenfalls kurz vorgestellt...

... Werden sie mit unseren christlichen Idealen von Familie übereinstimmen?

Wir müssen den Politikern bewusst machen, dass die Zukunft des Staates von der Zukunft der Familien abhängt. Beten wir im Jahr 2004 besonders für die Familien!
Den verantwortlichen Politiker sollten wir immer wieder den Punkt 2210 des Katechismus der Katholischen Kirche vor Augen halte:

"Weil die Familie für das Leben und das Wohlergehen der Gesellschaft so bedeutend ist, hat diese eine besondere Verpflichtung, Ehe und Familie zu unterstützen und zu stärken.
Die Staatsgewalt hat es als ihre besondere Pflicht anzusehen, 'die wahre Eigenart von Ehe und Familie anzuerkennen, zu hüten und zu fördern, die öffentliche Sittlichkeit zu schützen und den häuslichen Wohlstand zu begünstigen'
(GS 52,2)" (KKK 2210).

 

Komm, Herr Jesus!
Stärke und erneuere
die Familien, die "Urzellen des gesellschaftlichen Lebens" (KKK 2207)!

Komm, Herr Jesus!
Ermutige die Familien, dass sie "evangelisierend und missionarisch" wirken!
(vgl. KKK 2205)

Komm, Herr Jesus!
Mache die Familien wieder zu einem Ort der Liebe, des Lebens und des Glaubens!
(KKK 2204)

 

Ihr Horst Obereder
(Homepage-Gestalter)