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Kein ausreichender Schutz gegen AIDS durch Kondome

Kein ausreichender Schutz gegen AIDS durch Kondome

(KIPA-Originalbericht)

Mit Äusserungen über die mangelnde Dichtheit von Kondomen gegen Aidsviren hat Kurienkardinal Alfonso Lopez Trujillo für Wirbel gesorgt. Die britische BBC verbreitete dieser Tage weltweit die Nachricht, dass der Präsident des Päpstlichen Familienrates das Dogma des "Safer Sex durch Kondome" in Frage gestellt hat. Trujillo beruft sich auf wissenschaftliche Studien in unterschiedlichen Ländern, wonach auch bei Verwendung von Latex-Präservativen ein Risiko von eins zu zehn für die Übertragung von Aids-Viren bestehen bleibt.

Grund für dieses hohe Restrisiko sei neben Fehlern bei der Anwendung der Gummis auch die geringe Größe des Aids-Virus. Mit einem Durchmesser von rund 100 Nanometer (das entspricht einem zehntausendstel Millimeter) sind

die todbringenden Viren rund 400 mal kleiner als menschliche Spermien,

für die Latex eine ziemlich unüberwindbare Barriere darstellt. Die Frage der Rest-Durchlässigkeit von Latex für Viren wird in der medizinischen Forschung schon seit langem diskutiert, auch wenn über das tatsächliche Ausmaß kein Konsens besteht.

In Labor-Tests mit Mikro-Kugeln von der Größe eines Aidsvirus ließen zwischen 2,6 und 33 Prozent der getesteten Kondome die winzigen Teilchen hindurch. Die Durchlässigkeit erhöht sich, wenn das Material durch Hitze, Sonneneinwirkung oder Feuchtigkeit oder auch durch extreme mechanische Beanspruchung belastet wird. Aus diesen Fakten leitet der streitbare kolumbianische Kurienkardinal in dem BBC-Interview die Forderung ab, Kondome müssten ähnlich wie Zigaretten einen "Warnhinweis" tragen, der auf das Restrisiko aufmerksam macht.

In dem von Lopez Trujillo vor einem halben Jahr herausgegebenen Lexikon zu strittigen bio- und familienethischen Fragen finden sich noch drastischere Formulierungen: "Ein Präservativ zu benutzen, um sich gegen HIV zu schützen, heißt in Wirklichkeit, Russisches Roulette zu spielen." Und weiter: "Es gibt keinen Sicheren Sex, es gibt nur eine Wahrscheinlichkeitskurve, (...) ein Damoklesschwert über dem Kopf all jener, die auf die falsche Sicherheit des Präservativs vertrauen."

Gefährlich ist die allgemeine Propagierung des Kondomgebrauchs nach Meinung des Familienrates außerdem deshalb, weil durch das Werben für "safer sex" die sexuelle Promiskuität gefördert wird. Dadurch, so die Befürchtung im Vatikan, steigen auf lange Sicht die Übertragungsrisiken drastisch - selbst wenn, wie der Sekretär im Familienrat, Bischof Karl Josef Romer, betont, das Risiko der Latex-Durchlässigkeit für sich genommen relativ gering erscheinen mag.

Das einzig sichere Mittel gegen die Übertragung des Virus sei deshalb ein strikt monogames Sexualleben und die Enthaltsamkeit.

Im Päpstlichen Familienrat ist man sich durchaus bewusst, dass man mit diesen Thesen gegen das Motto "Kondome schützen" verstößt, das seit Jahren von Gesundheitsministern und von der WHO der Menschheit als eine Maxime des "politisch korrekten" Denkens verkündet wird. "Kardinal Lopez-Trujillo ist daran gelegen, einen unklaren Sprachgebrauch zu entlarven, und wenn darüber kontrovers diskutiert wird, ist dies durchaus seine Absicht. Denn sonst spricht ja niemand darüber," erklärte einer seiner Mitarbeiter die Strategie gegenüber Kipa. Auch die WHO beziffert das Restrisiko von Kondomen für die Aids-Infektion mit zehn Prozent, obwohl sie die genannten Studien über die Durchlässigkeit von Latex für Viren anzweifelt. Schuld am Risiko seien nicht poröse Strukturen des Materials im Nano-Millimeter-Bereich, sondern "Unfälle" wie Reißen oder Verrutschen des Gummischutzes. Um das Restrisiko zu vermindern setzt die UNO-Behörde deshalb weniger auf eine moralischere Lebensweise der Menschen als vor allem auf eine sachgerechtere Anwendung des mechanischen Schutzes