Lebenshilfe

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Beichte

Ich gehe mittlerweile regelmäßig alle 3 bis 4 Monate zum Ortspfarrer zur Beichte. Mein Mann wusste bislang immer davon, hat es zwar nicht verstanden, aber zumindest gebilligt. Nun hängt in der Ehe ein wenig der Haussegen schief und deshalb fand ich nicht die Gelegenheit meinem Mann von einem geplanten Beichtgespräch zu erzählen. Ich habe deshalb kurzfristig das Beichtgespräch abgesagt, da ich keine Geheimnisse haben möchte.
Richtig oder falsch?

Liebe Tuffy, es st gut, wenn Sie keine Geheimnisse haben wollen, aber es ist auch gut, wenn Sie beichten gehen. Machen Sie einen neuen Termin aus - vielleicht in Absprache mit Ihrem Mann. (Wegen möglichicher Terminkollisionen)

Ist lügen auch dann Sünde, wenn die Wahrheit die Existenz gefährdet?
Das nun folgende tat zwar nicht ich, sondern ein Kollege, doch bekenne ich, dass ich es auf jeden Fall auch getan hätte.
Ein Busfahrer fährt jahrelang seinen Kurs. Doch die Fahrgastzahlen lassen nach. Der Busfahrer ist sich bewusst, dass, wenn der Kurs eingestellt wird, es keine Ersatzarbeit für ihn gibt und er auf der Straße steht. Jedes Mal wenn er angerufen wird, meldet er 20 – 30 Personen, obwohl er die meiste Zeit leer durch die Gegend fährt. Und muss zittern, dass nicht jemand anderer mal diesen Kurs kontrolliert.

Lieber xy, Lüge ist Lüge! Der Busfahrer bekäme eine andere Strecke zugeteilt:

Können Sie mir sagen welchen "Stellenwert" eine Bußandacht mit persönlicher Lossprechung bzw. Einzellossprechung hat? Ich habe da schon die verschiedensten Aussagen gehört.
Vielen Dank
Clemens

Lieber Clemens, eine Bußandacht mit Lossprechung gibt es nur in Ausnahmefällen - Katastrophen, Krieg..., wenn keine persönliche Beichte möglich ist. Die Bußandacht ersetzt keinesfalls die persönliche Beichte. Um Sünden vergeben zu können, muss der Priester wissen, um welche Sünden es sich handelt. Wenn Sie anderes hören - das ist nicht katholische Lehre.

Grüß Gott!
Ich lese oft Ihre Kolumne und da ist mir kürzlich erst die Rubrik aufgefallen, wo Sie einer gewissen Sabine geschrieben haben.
Auch ich bin nun ein Mann von schon Ende 50. Da niemand weiß, wie alt ich werde und wann Gott mir diesen Tag setzt, geht es mir nicht anders als Sabine. Auch mir fallen jetzt immer mehr Unfolgsamkeiten und Bosheiten und vor allem Lügen aus meiner Kindheit und Jugend ein, an denen ich plötzlich zu nagen beginne. Und dann denke ich oft: Darauf wird mich Gott einmal, wenn es soweit ist, mit Sicherheit ansprechen.
Jahrzehntelang dachte ich nämlich: Ich bin doch eh immer am Leben vorbei gegangen, verlor schon als Kind meinen Vater, hatte eine strenge Mutter, die mir kaum Freunde lassen wollte. Ich fand erst spät die Frau zum Heiraten, und das erst, nachdem schon beide Eltern gestorben waren. Trotzdem war sie meine einzige Freundin im Leben, jetzt ist sie schon lange meine Frau. Und ich war ihr immer treu. Was soll ich also schon viel gesündigt haben?
Genau das mag irdisch ja zwar alles auch stimmen, aber ich erkenne plötzlich, was da eigentlich für Sünden draus wirklich entstanden sind. Ich kenne auch die Geschichte der Gloria Polo, die sich auch für so gut hielt und deshalb fast in die Hölle gekommen wäre. Nur durch die Gnade Gottes war sie aber nur klinisch tot, sah zwar die Hölle, aber lebt heute wieder unter uns und kann nun nicht oft genug sagen, wie uns Gott wirklich sehen würde. Und dass wir alle dringend Buße tun müssen.
Meine Mutter wollte zwar klammern und mir keine Freunde lassen. Aber damit ich doch irgendwo hingehen kann, wurde ich zum elenden Lügner. Und meine Lügen wurden immer dreister und gefinkelter, bis schließlich meine Mutter überhaupt nicht mehr wusste, was ich tat und wo ich war.
Warum ich erst spät meine Frau fand, hat auch seinen Grund. Denn in der Schule durfte ich eine Freundin nicht einmal haben. Aber um vor den Buben angeben zu können, zog ich mit Mädchen herum. Auch hier dachte ich. Außer mit meiner Frau habe ich mit keiner was gehabt, also habe ich auch nicht gesündigt. Heute wird mir klar. Gegen das 6. Gebot wohl nicht, aber gegen das 8. Gebot kam eine Sünde nach der anderen, nur um mir meine verbotenen Freiheiten heraus zu reißen.
Auch dachte ich: Meiner Frau bin ich immer treu, Ehebruch habe ich garantiert nicht begangen. Heute sehe ich: Gegen meine Frau sicher nicht. Aber eben weil ich so lange keine Frau gefunden habe, begann ich, in fremden Beziehungen herum zu stöbern. Nur weil ich nicht mehr länger einsam sein wollte, wäre es mir auch egal gewesen, wenn ein anderer Mann wegen mir unglücklich geworden wäre. Und auf diese Weise bin ich, noch bevor ich selbst verheiratet war, sehr wohl in den Ehebruch gerutscht. Es ist mir zwar nicht gelungen, aber bereits der Versuch und die Gedanken, die mich dazu verleitet haben, sind ja schon Sünde genug.
Und jetzt kann ich immer nur sagen: Möge Gott mir verzeihen.

Lieber Walter, keine übertriebene Sorge. Ich würde kurzen Prozess machen: Das heißt Lebensbeichte. Schreiben Sie sich alles, so wie Sie das soeben geschildert haben auf. Möglichst straff. Suchen Sie sich einen guten Priester und sagen Sie, dass Sie eine Lebensbeichte ablegene wollen. Ihre Lügen waren sicher nicht ok., aber objektiv ein gewisser "Schutz" gegen die Bevormundung der Eltern. Aber nicht lang herumschleppen - Generalbeichte - und dann all dies vergessen!

Ich möchte nach langen Jahren, ungefähr 25 ein Beichtgespräch führen. Ich habe jedoch keinen Plan, wo ich nach so langer Zeit anfangen soll. Meine Lebenssituation war damals eine ganz andere. An das was ich mich erinnern kann, oder? Ich möchte nicht in meiner Heimatpfarrei beichten, da ich mit dem Pfarrer derzeit zusammenarbeite und er der ungeliebte Religionslehrer unseres Kindes ist. Unser Sohn ist dieses Jahr Kommunionkind, er hat den Pfarrer in der Schule im Unterricht und leider nur sehr wenig Verständnis für die Schwierigkeiten unseres Sohnes beim Schreiben und Lesen (er hat LRS). Gerne würde ich heimatnah ein Beichtgespräch führen, scheue mich aber, anzurufen und einen Termin zu vereinbaren. Außerdem möchte ich einen guten Beichtvater finden, der mich auf meinem jetzigen Weg begleiten wird. Können Sie mir einen Rat geben? Wir wohnen im Landkreis Bamberg, also wäre Stadt Bamberg gut. Herzlichen Dank!

Liebe Susanne, Gott freut sich über Ihren Entschluss. Hatte schon mehr geschrieben , aber dann im Internet geschaut, wie weit Bamberg von Heroldsbach entfernt ist. Das sind nu etwa 33 km - aber mein Text war weg. In Heroldsbach kenne ich P. Stockhausen. Der wäre sicher ein sehr guter Beichtpriester. Rufen Sie an, ob ein Termin geht - und wenn nicht, dann kennt er sicher Priester in Ihrer Nähe. Gott segne Sie und Ihre Familie. Ein Enkel von mir ist legasteniker. Macht (er ist 16) bis heute haarsträubende Fehler aber ist in der Schule sonst sehr gut. In Österreich kann man nach einer medizinisch festgestellten Legastenie eine Ausnahmeregelung für Deutsch... erhalten. Gott segne Sie!

Guten Tag,
Schon einmal haben Sie mir mit einer Antwort gut weitergeholfen. Vielen Dank nachträglich dafür.
Jetzt habe ich eine neue Sorge. Ständig fallen mir alte Sünden aus meiner Kindheit ein, die ich völlig vergessen und nie gebeichtet habe.
Als Kind hatte ich insgesamt ein schlechtes Verhältnis zu meiner Mutter. Ich hatte Angst vor ihr und hielt sie gleichzeitig für eine Wächterin, die mir nicht erlaubte, mein Leben zu gestalten. Ich muss so zwischen 8 und 10 Jahren gewesen sein, da wollte sie mir nicht erlauben, einen Wellensittich anzuschaffen. Da sagte ich einmal aus Trotz zu ihr: „Wenn ich die Wahl habe zwischen meiner Mutter und einem Vogel, dann ziehe ich den Vogel vor.“ Das war natürlich eine große Dummheit so etwas zu sagen.
War das eine Todsünde, die ich jetzt noch beichten muss? Oder kann ich jetzt nach 45 Jahren durch Sühnegebet für meine schon lange verstorbene Mutter diese Sünde abbüßen?

Liebe Sabine, ja das war sicher sehr kränkend für Ihre Mutter. Das Einfachste ist,das einfach in der nächsten Beichte dem Piester sagen. Dann ist das Problem sicher aus der Welt geschafft. Über die Schwere der Sünde getraue ich mir nichts zu sagen. Gott weiß es und Gott sieht, dass es Ihnen leidtut. Auf das kommt es an!

Was soll man eigentlich machen, wenn einen plötzlich die Vergangenheit wieder einholt, was man schon längst vergessen hat, und plötzlich erinnert man sich wieder daran.
Als ich noch jugendlich war, war es in der Schule verpflichtend, vor Weihnachten und Ostern beichten zu gehen. Dann dachte ich so nach, was ich dem Professor denn so sagen sollte? Dass ich meine Mutter, meine Nachbarn, die Hausbesorgerin und auch andere Menschen immer wieder geärgert habe. Und dachte so nebenbei auch noch, hihi, aber irgendwie war ja das lustig.
Heute als reifer Mann von Mitte 50 denke ich da aber ganz anders. Ich habe ja nicht vor dem Professor, sondern vor Gott gebeichtet. Und da ja keine Reue vorlag, konnte mir auch nicht vergeben werden. Im Gegenteil, das führte zu einer weiteren Sünde. Dass ich bei der Schulmesse dann auch noch unwürdig die Heilige Kommunion empfing. Als Kind und Teenager dachte ich nicht im geringsten daran, dass auch ich einmal sterben werde und dann vor Gott Rechenschaft ablegen muss. Und Gott misst ja nicht nur meine reifen Jahre, sondern eben mein ganzes Leben, von frühester Kindheit an. Und heute sage ich sehr wohl, ich kann wohl in diesem Alter noch eine Weile leben, vielleicht sogar 25-30 Jahre noch, aber ich kann auch genau so gut in der nächsten Stunde vor Gott stehen. Und wie wird ER mich dann sehen? Wenn ich so auf den Friedhof gehe, sehe ich sehr wohl auch viele Geburts- und Todesdaten von Menschen, die mein derzeitiges Alter nicht einmal erreicht haben.
Und so frage ich: Können solche Sünden, die schon gut 40 Jahre her sind, noch gebeichtet werden? Manchmal denke ich nämlich schon. Vielleicht ist es nicht mein gutes Langzeitgedächtnis, sondern Gott will mich zur Buße rufen und ich werde deshalb daran erinnert, was ich in der Jugend alles so verzapft habe.

Lieber xy, ja, das geht vielen Menschen so, dass sie plötzlich erkennen, wieviel Sünden sie begangen haben. Und das ist gut so. Die Kirche kennt dafür eine "Lebensbeichte", die man ablegen kann. Das würde ich in Ihrem Fall auch tun. Gut vorbereitet - alles mit Reue in die Beichte bringen - und dann ist alles getilgt!

Ich habe die folgende Frage: Wenn man eine Sünde begangen hat und nicht weiß, ob diese Sünde eine schwere Sünde ist, muss man dann diese Sünde in der Beichte nennen?

Lieber Roland, in die Beichte soll man nicht nur die "schweren Brocken", sondern auch die "lässlichen Sünden" einbringen. Also, alles, was man als Sünde erkennt, kommt in die Beichte... Damit sie vergeben werden kann!

Liebes Hauskirche-Team,

als Erwachsene bin ich nach vielen Jahren (letzte Beichte in der Jugend) wieder zur Beichte gegangen. An die früheren Beichten erinnere ich, dass ich völlig befreit und erleichtert aus dem Beichtstuhl gekommen bin. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall. Nach der ersten Beichte nach der langen Phase der Beichtabstinenz habe ich mich zwar sehr gefreut, aber kein Vergleich zu früher. Da ich jetzt wieder sehr regelmäßig gehe, fallen mir immer wieder Sachen von früher ein, die ich dann nachträglich beichte. Bewusst verschwiegen habe ich nichts. Nun habe ich Sorge, ob ich vielleicht eine wichtige Sünde vergessen habe und ich mich deshalb nicht befreit fühle. Oder gibt es eine andere Erklärung? Vielen Dank!

Liebe xy, Sie dürfen sich von Gefühlen nicht irritieren lassen. Gerade die großen Mystiker haben oft keinerlei Glücksgefühle gehabt. Mutter Teresa hat z.B. in der "Nacht der Sinne" gelebt. Gott schenkt Glücksgefühle oft am Anfang des religiösen Lebens als Anreiz. Später soll man aus dem nackten Glauben - selbstlos - lieben. Nein, ich glaube nicht, dass Sie eine Sünde "vergeesen" hätten. Ein Priester hat einmal gesagt: "Es ist unmöglich, einen Elefanten in der Hosentasche zu haben und ihn nicht zu bemerken". Genauso ist es mit einer schweren Sünde. Es ist unmöglich, sie nicht zu merken.

Ich bin verheiratet und vor vielen Jahren habe ich beim ersten Kind eine Abtreibung vornehmen lassen. Ich habe mich damals zur Prävention einer Behinderung des Kindes eine gegen Röteln impfen lassen. Ich wusste nicht, dass ich schon schwanger war. Mein damaliger Hausarzt hat keinen Test gemacht. Professoren an der Uniklinik haben mir erklärt, dass diese Impfung gravierende Auswirkung auf das Ungeborene haben wirt.(Schwerste Behinderungen) und haben mir zum Abbruch geraten. Damals waren mein Man und ich fest überzeugt dass das das einzig richtige ist. Und wir meinten aus medizinischen Gründen sei es auch erlaubt. Nachher wurden uns noch drei gesunde Kinder geschenkt. Mit den zunehmenden Jahren erst wurde mir richtig bewusst, dass der Abbruch vielleicht doch eine schwere Sünde war. Auch hatte ich ab und zu einfach das feste Verlangen die Kommunion zu empfangen und habe es auch gemacht. -Ich bereue seit langem aus tiefstem Herzen. Und jetzt, im kommenden heiligen Jahr, hoffe ich auf Vergebung. - Ist das gültig, wenn z.b. an Weihnachten und Ostern der Papst am TV die Absolution erteilt?

Liebe Dora,

es ist schön, dass Sie die Vergangenheit "aufarbeiten". Natürlich wurden Sie rundherum falsch informiert und beraten; denn ein Abbruch ist eine schwere Verfehlung.
Ich würde Ihnen - wenn Sie es noch nicht getan haben sollten - raten, so bald wie möglich zur Beichte zu gehen. Papst Franziskus hat im Hinblick auf das Jahr der Barmherzigkeit die Priester aufgerufen gerade die Sünde der Abtreibung großzügig zu vergeben.
Der Segen Ubi et Orbi des Papstes ist ein Segen - keine Absolution! Sie müssen daher beichten gehen.
Vielleicht interessiert Sie auch das Buch, das meine Frau zusammen mit einer Betroffenen geschrieben hat. Sie können die Rezension lesen und auch ein Buch bestellen. http://www.hauskirche.at/rezension/nadine.htm

Gottes Segen und viel Freude mit Ihrer Familie.
Und ein Tipp. Meine Frau ist Psychotherapeutin und sie hat viele Frauen in Ihrer Lage beraten. Es ist ganz wichtig, dass Sie für Ihr Kind, das abgetrieben wurde, beten und diesem Kind auch bewusst einen Namen geben. Auch wenn das sakramental nicht stimmt, ich würde das Kind auch "geistig" taufen.

Am 23.November ist heuer ein runder Doppelgedenktag für meine Eltern. Mein Vater wäre an diesem Tag 100 und am gleichen Tag vor 15 Jahren starb meine Mutter. Nun sage ich, als Christ kann man auch Toten noch etwas schenken, das wertvollste, das man überhaupt dann noch schenken kann. Eine Heilige Messe, speziell für sie aufgeopfert.
Nun aber ist noch etwas wichtig. Man sollte, um würdig beten zu können, an diesem Tag selbst sündenfrei sein und deshalb vorher zur Beichte gehen. Dies werde ich auch vorher tun, aber, wie könnte ich meine Frau endlich auch einmal dazu bringen, beichten zu gehen? Der Gedenktag an meine Eltern wäre doch ein guter Anlass dazu.
Nun aber darf ich lediglich bekennen, was ich selbst gesündigt habe, niemals, was jemand anderer tat. Ich kann aber nur soviel sagen. Auch sie sollte endlich einmal beichten gehen, doch bisher hat sie sich immer geziert. Kann ich noch was tun, damit sie am 23. November jetzt wirklich einmal geht?

Lieber xy,

ja, das Wichtiste, was man schenken kann ist eine hl. Messe.
Natürlich ist es besonders schön, wenn man vorher auch beichten geht.
Natürlich können Sie die Sünden Ihrer Frau nicht beichten - aber Sie können für sie beten - und sehr lieb zu ihr sein!
Ich weiß nicht, was Ihre Frau daran hindert, beichte zu gehen.
Beten Sie ganz bewusst um die Gnade, dass ihre Blockade gebrochen wird - das ist besser als sie zu drängen.
Falls es Sie interessiert, können Sie auch mein Buch "Durch den Glauben zur Freude" oder "Das unglaubliche Glaubensbuch" kaufen. Es selbst lesen und vielleicht mit Ihrer Frau über das eine oder andere Thema sprechen.
Ich gebe Ihnen zwei links:
http://www.hauskirche.at/rezension/freude.htm
http://www.hauskirche.at/rezension/unglaublich.htm

Ich wünsche Ihnen viel Gnade

Ich habe das Bekenntnis der Gloria Polo gelesen und erkannt, dass ungebeichtete Sünden sogar dann vor Gott zur Sprache kommen, wenn sie als Kind begangen wurden. Sie wusste zwar, dass sie auf dem Schulweg achtlos Bananenschalen weggeworfen hatte, sah aber erst im Licht Gottes, dass dadurch andere Mitmenschen stürzten und sich das Bein brachen.
Gestern, am österreichischen Nationalfeiertag, fiel mir wieder was ein, was sich genau 40 Jahre zuvor, am 26. Oktober 1975 abgespielt hatte.
Ich war damals noch Schüler und wieder einmal, wie so oft, hatte keiner meiner Freunde am Feiertag Zeit. Aber ich hatte ein großes Faible damals für Straßenbahnen und so trieb ich mich damals allein bei Strassenbahnhaltestellen herum. Schon bald kam ich auf Blödheiten. Es müsste doch eigentlich ein "Spaß" sein, Windzünder genau in der Kurve auf die Schienen zu legen. Sobald eine Straßenbahn drüber fährt, macht es einen Riesen Knall und die Zünder spritzen in allen Farben weg. Gesagt getan. Um nicht erwischt zu werden, stieg ich vorher selbst in diese Strassenbahn ein und fuhr selber mit und schaute beim Fenster hinaus. Als die Strassenbahn dann über die Zünder fuhr, erschreckte sich eine alte Frau sehr und zuckte zusammen.
Heute denke ich nach: Durch den Schreck hätte ja da jemand einen Herzinfarkt bekommen können. Oder die weg spritzenden Zünder hätten auf Leute fliegen können, die dann Verbrennungen erlitten hätten. Dabei hätte ich damals eher lernen sollen, denn danach waren eh jede Menge Schularbeiten und Tests angesagt, wo ich übrigens einige verhaute, weil ich nur Blödheiten im Kopf hatte.
Jetzt sage ich: Das ganze ist wie gesagt genau 40 Jahre her. Würde sich da nicht jeder Priester wundern, wenn ich das jetzt noch beichte? Andererseits sage ich wieder, ich muss aber fast, denn bei Gott verjährt sowas nicht, egal, wie lange es her ist. Wenn ich auch heute als reifer Mann tief gläubig und bekehrt bin, so könnte mich vielleicht gerade so eine Sünde jahrhundertelang ins Fegefeuer bringen.

Lieber xy, ich wäre nicht zu ängstlich. Ich glaube, solche Sünden deckt die Liebesreue zu. Aber warum nicht beichten: "Ich möchte auch Dinge vor Gott bringen, die ich noch nie gebeichtet habe, z.B.: ... das mit der Knallerei!" Ein mir bekannter, begnadeter Priester, empfiehlt für alle nicht gebeichteten (weil vergessenen Kindheitssünden" den Kinheit-Jesu-Rosenkranz zu beten. (Habe ich auch erst jetzt kennen gelernt). Der Rosenkranz besteht aus drei und zwölf Perlen. Geschichte: Dieser Rosenkranz zum Jesuskind verdankt seinen Ursprung dem Eifer der Ehrwürdigen Margarete vom Heiligen Sakrament von Beaune (Frankreich), die im Alter von 27 Jahren starb. Es konzentriert sich auf das Geheimnis der Kindheit Jesu Christi und hebt besonders die Reinheit des Herzens und seine Unschuld hervor. Dieser Rosenkranz wird wie folgt gesprochen: - Vater unser (3 mal) zu Ehren der Heiligen Familie (3 Perlen) Sage vor jedem Vater unser: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. - Ave Maria (12 mal) zu Ehren der ersten zwölf Jahre der Kindheit Jesu Sage vor dem ersten Ave Maria: Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt. Am Ende des Rosenkranzes: Heiliges Jesus Kind segne und beschütze uns. Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen!

Liebes Hauskirche-Team,

leider kann ich keine genauen Angaben zu dem konkreten Sachverhalt machen, weil mein Beichtvater, so er dennn hier mitlesen sollte, mich sofort erkennen würde. Es geht mir nur um die Frage, ob es für mich eine Gehorsamspflicht gegenüber meinem Beichtvater gibt (Auf Grundlage des Katechismus oder des sonstigen Kirchenrechts) und welche Konsequenzen es für mich hätte, wenn ich meinem Beichtvater nicht gehorche (ggf. Verweigerung des Lossprechung?).

Ich hoffe, dass Ihnen die Beantwortung meiner Frage auch ohne Kenntnis des genauen Sachervahlts möglich ist.

Vielen Dank!

Lieber xy, da ist eine Antwort schwierig. Es ist zunächst einmal sicher das Beste, dem Beichtvater zu gehorchen, d.h. seine Ratschläge zu befolgen. Natürlich darf der Beichtvater nichts verlangen, was gegen die Lehre ist. Im Zweifelsfall kann man zu einem anderen Beichtvater gehen und ihm das Problem erzählen.

Ist es auch Sünde, wenn man zwar redlich sich bemüht, Gottes Gebote zu halten, aber gegen menschliche Gebote und Verordnungen widerspenstig ist, oft weil man sie für sinnlos hält und sich dann darauf beruft, dass derartiges ja nicht in der Bibel steht.
Z.b. Rauchen in Schnellbahnstationen, obwohl dort Rauchverbot herrscht, man aber diese Anordnung widersinnig findet, da diese Station ohnehin im Freien ist und man niemanden damit belästigen kann.

Lieber xy, man soll auch gegen "menschliche Gebote" - solange sie nicht im Widerspruch zu den Geboten Gottes stehen - nicht verstoßen. Dann würde auch keiner Steuer zahlen... Jesus aber sagt: "Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist..." Man soll über einen Zebrastreifen auch, wenn weit und breit kein Auto ist, nicht gehen. So ist das Rauchen bei Rauchverbot schon ein Fehler.

Soll man eigentlich sehr lange zurückliegende Sünden auch beichten, wenn sie einem nach Jahrzehnten wieder einfallen, aber man nicht mehr sicher ist, ob man die jemals einmal gebeichtet hat?
So habe ich zB als Kind oft mutwillig und nur so zum Spaß andere Leute geärgert.
Ich hatte zwar eine strenge Mutter, die mir kaum Freunde und schon gar keine Freundin erlaubte, solange ich zur Schule ging. War es eigentlich Sünde, im geheimen ein Mädchen zu treffen, wenn wir NICHT im geringsten gegen das 6. Gebot gesündigt haben, sondern nur Freundschaft bestand? Da ich aber eine Freundin nicht einmal haben durfte, bin ich ja laufend meine Mutter hintergangen.
Oder beim Militär Krankheiten vortäuschen, weil ich nie rennen wollte?
Oder aus Neid, als ich noch nicht verheiratet war, weil ich selber keine hatte, einfach in Beziehungen einsteigen wollte (kein Ehebruch, denn verheiratet waren sie noch nicht).
Ich habe schon gehört, dass man zwar, wenn man reifer ist, man ohnehin mit alldem aufhört, aber dass es für Gott nicht deshalb so einfach vom Tisch ist, wenn es nicht gebeichtet wurde. Vor Gott gilt das ganze Leben und nicht erst seit meiner Hochzeit. Drum sage ich auch nicht, ich hätte ein gutes Langzeitgedächtnis. Ich glaube eher, es ist die Gnade Gottes, dass er mir noch im Leben und nicht erst beim Gericht alles wieder in Erinnerung ruft.

Lieber xy, wenn Sie den Glauben ernst nehmen, dann ist es sinnvoll, einmal eine Lebensbeichte abzulegen - vielleicht im Rahmen von Exerzitien. Da kann man dann gründlich einmal sein ganzes Leben "durchbeichten" - obwohl gebeichtete Sünden soll man nicht nochmals beichten. Bei der Lebensbeichte ist das aber anders. Vielleicht hilft Ihnen das.

Noch ein Nachtrag zu meiner letzten Mail: Meine Einstellung zur Existenz Gottes ist so, daß es wohl richtig wäre zu sagen, daß ich mir fast sicher bin, daß Gott existiert und daß es vielleicht noch mit Bauchschmerzen vertretbar wäre zu sagen, daß ich mir nahezu sicher sei, daß Gott existiert.

Lieber xy, ach Gott, quälen Sie sich nicht weiter. Sie glauben ja. Loben Sie Gott und danken Sie ihm, wenn Sie Zweifel haben - und sie werden verfliegen!

Ich habe heute eine Generalbeichte abegelegt, in der ich auch gebeichtet habe, daß ich geringe Zweifel an der Existenz Gottes habe. Wahrscheinlich aus Angst davor, sonst die Lossprechung nicht zu bekommen ( was ich hinterher als Fehler betrachte ), wenn ich mir nicht einmal ganz sicher bin, ob Gott existiert, habe ich gesagt, dass ich mir nahezu sicher oder fast sicher bin, daß Gott existiert, obwohl es wahrscheinlich ehrlicher gewesen wäre zu sagen, ich bin mir fast sicher, daß Gott existiert. Ich glaube auch, daß mir während der Beichte bißchen unwohl war, als ich gesagt habe "nur fast oder nahezu sicher, daß Gott existiert" anstelle "fast sicher, daß Gott existiert". Sonst habe ich meine Generalbeichte nach bestem Wissen und Gewissen gut abgelegt. Muß ich befürchten, daß die Lossprechung auf meine Generalbeichte ungültig ist, weil ich in dem einen Fall meine Zweifel möglicherweise etwas schwächer geschildert habe, als sie vorhanden sind? Muß ich also alle schweren Sünden der Generalbeichte nochmal beichten? Kann ich nach dieser Beichte am Sonntag zur Kommunion gehen?

Lieber xy, Ihre Generalbeichte ist absolut gültig! Gott ist kein Krämer!!! Gott weiß, dass Sie aufrichtig beichten wollten und damit lassen Sie es bitte bewenden! Er hat Ihnen sicher vergeben! Freilich können Sie kommunizieren!!

Ich bin verheiratet, ich bin auch immer treu gewesen und hatte auch vorher nie eine andere Freundin. Und trotzdem muss ich jetzt mal fragen, ob nicht meine Altlasten, die vor der Ehe waren, nicht auch Sünde waren.
Eben weil ich von Freunden und Kollegen oft gehänselt wurde, besorgte ich mir Sexzeitschriften, eignete mir theoretisches Wissen an und prahlte dann mit Frauengeschichten herum, die es nie gegeben hat.
Nun muss ich wohl fragen, ob ich da nicht gleich gegen zwei Gebote gesündigt habe. Gegen das 6., denn ich beschäftigte mich ja doch damit, wenn auch nicht körperlich. Und gegen das 8., weil ich mit Dingen prahlte, die niemals waren.

Lieber Walter,

diese "Altlasten" waren natürlich Sünde. Es gibt ja die Sünde in Gedanken Worten und Werken. Schön, dass Sie dies loswerden wollen.
Wenn diese Sünden noch nie gebeichtet wurden, dann sollten Sie es schnell loswerden - vielleicht in einer Lebensbeichte.
Sie haben dann eine (vielleicht unbewusste) Belastung vom Hals und Sie können sich auch leichter von den Bildern (die sehr hartnäckig im Gedächtnis bleiben können) distanzieren.

In meiner letzten Frage habe ich erwähnt, daß ich am Freitag zur Beichte gehen werde. Meine Fragen haben Sie genaugenommen bißchen ungenau beantwortet. Da meine Beichte umfangreich sein wird, würde ich gerne meine geringen Zweifel an Gott und der katholischen Religion nicht nennen, damit die Beichte nicht zu umfangreich wird.
Daher meine Frage: Ist die Lossprechung der Beichte auch dann sakramental gültig, wenn ich nicht sage, daß ich sehr geringe bis geringe Zweifel an der Existenz Gottes und der Wahrheit des katholischen Glaubens habe.

Lieber xy, natürlich war meine Antwort ungenau, weil ja auch die Aussage über den Zweifel "nicht genau" war. Um sicher zu gehen, würde ich in der Beichte schon erwähnen, dass Sie - wenn auch sehr selten - Zweifel haben an der Existenz Gottes und am Glauben. Der Zweifel selbst ist ja keine Sünde - wahrscheinlich eine Anfechtung! Aber dies zu erwähnen ist gut, weil man damit bekräftigt, dass man nicht zweifeln will und dadurch erhält man ein "mehr" an Gnade! Ich wünsche Ihnen eine gute und ehrliche Beichte. Und schauen Sie nicht auf die Uhr - schauen Sie nur in Ihr Herz!

Liebe Hauskirche,

ich möchte am Freitag zu einer Beichte gehen und habe die folgende Frage:
Ich habe mindestens theoretische Zweifel an der Existenz Gottes und an der Wahrheit des christlichen Glaubens.
Meine Zweifel an der Existenz Gottes und auch an der Wahrheit des katholischen Glaubens sind zwar so gering, daß sie für meine Religionsausübung nahezu keine oder keine Rolle spielen, aber sie sind grundsätzlich vorhanden. Kann ich unter solchen Bedingungen eine gültige Lossprechung erlangen? Ist es eine schwere Sünde, wenn sich jemand nur fast oder nahezu sicher ist, daß Gott existiert, und sich auch nur fast sicher ist, daß die die römisch-katholische Lehre stimmt? Muß ich meine geringen Zweifel in der Beichte nennen?

Lieber xy, Sie würden nicht zur Beichte gehen, wenn Sie nicht tief im Herzen an Gott glauben würden. Sie würden auch nicht gehen, wenn Sie nicht an die Macht der Vergebung glauben würden. Ja, es können Zweifel sein. Man soll mit einem guten, gläubigen Freund darüber sprechen - oder sie auch in der Beichte äußern. Aber es sollte schon konkret sein. Z.B.: Ich zweifle manchmal an der Existenz Gottes, weil ... Oder: Manchmal bin ich mir unsicher, ober der katholische Glaube stimmt, weil ... Sie müssen immer die Gründe nennen, damit Ihnne ein Freund oder ein Priester helfen kann. Vielleicht sollten Sie mein Buch: Durch den Glauben zur Freude" lesen. Das hat schon viele im Glauben bestärkt: http://www.hauskirche.at/rezension/freude.htm

Meine letzte Frage haben Sie so beantwortet, daß ich die versehentlich nicht gebeichteten Sünden bei einer weiteren Beichte nachholen soll. Dazu meine Frage: Kann ich vor dieser nächsten Beichte kommunizieren, obwohl meine letzte Beichte genaugenommen nicht vollständig war. Und wenn die Sünden, die ich zwar auf dem Beichtzettel hate, aber überlesen habe, tatsächlich in den Augen Gottes schwere Sünden wären, könnte ich auch dann vor der nächsten Beichte, in der ich die Absicht habe, diese Sünden zu sagen, zur Kommunion gehen? Außerdem bin ich nur fast sicher, daß ich vor der Beichte ausdrücklich zu Gott im Gebet gesagt habe, daß ich die Sünden bereue. Akzeptiert es Gott Ihrer Meinung nach auch als Reue, wenn ich einsehe, daß Sie falsch sind und ein Vergehen gegen Gott sind, und sie wiedergutmachen möchte, um nicht in die Hölle, sondern in den Himmel zu kommen und Gottes Barmherzigkeit zu erreichen, auch wenn ich möglicherweise nicht ausdrücklich im Gebet vor der Beichte zu Gott gesagt habe, daß ich die Sünden bereue. Oder muß ich in dem Fall die gesamte letzte Beichte nochmal wiederholen? Natürlich habe ich mir vor der Beichte auch vorgenommen, in Zukunft keine schwere Sünde mehr zu begehen.

Lieber Roland,

wenn Sie sich die Mühe machen und einen "Beichtzettel" schreiben, dann haben Sie ja Ihr Gewissen erforscht und Sie haben es getan, weil Sie Ihre Sünden vor Gottes Angesicht bringen wollten - also bereuten. Da müssen Sie kein Gebet oder dgl. sprechen. Ein Gebet ist gut, aber nicht erforderlich. Ihr letzter Satz beihnaltet ja die Reue - sie haben sich vorgenommen, nicht mehr zu sündigen!
Aber wenn Sie zweifeln, dass Sie eine schwere Sünde nicht gebeichtet hätten, dann gehen Sie doch nochmal beichten - möglichst zum selben Priester - und wenn Sie ihn noch haben, dann geben Sie dem Priester den Beichtzettel. Sonst quälen Sie sich andauernd.
Vor Gott - so meine ich, ist ja schon alles in Ordnung - Sie müssen aber noch mit sich selbst ins Reine kommen und - wenn Sie alles gut haben machen wollen - vertrauen, dass Gott sie voll annimmt und segnet.

Es ist nicht gut, dass viele ihre Sünden kaltblütig und ohne jede Reue aufzählen, als ob sie irgendein gewöhnliches Gespräch führen; und noch schlimmer ist es, wenn manche bei der Beichte sogar lachen. All das zeugt von mangelnder Buße. Wenn wir so beichten, dann reinigen wir uns nicht von unseren Sünden, sondern verschlimmern sie noch."und"Gott hat uns befohlen, uns immer unserer Sünden zu erinnern. Um uns aber nicht durch Vergessen zu rechtfertigen, müssen wir so häufig wie möglich beichten. Denn diejenigen, die aus Nachlässigkeit zu selten beichten und auf diese Weise ihre Sünden vergessen, sind daran selbst schuld und können deshalb nicht auf Erlassung der Sünden rechnen, die sie nicht gebeichtet haben."Nun zu mir: Ich bin 48 Jahre alt und habe gestern eine Generalbeichte abgelegt, die fast mein ganzes bisheriges Leben betrifft und habe mir große Mühe gegeben, die Vorbereitung auf die Beichte gut im Sinne Gottes zu machen und auch Gott um die Gnade gebeten, meinen Vorsatz halten zu können, keine schwere Sünde mehr zu begehen. Ich habe zur Vorbereitung auf die Beichte auch 2 Rosenkränze der Barmherzigkeit gebetet.Allerdings habe ich bei der Beichte den Beichtzettel einfach heruntergelesen ohne daß ich mich beim Aufsagen meiner Sünden um eine besondere Anteilnahme oder Gefühl der Reue oder Zerknirschung bemüht habe. Dabei ist mir auch passiert, daß ich beim Beichten meiner 33 Sünden 3 Sünden überlesen habe, von denen ich nicht weiß, ob sie schwere Sünden sind. Ist dadurch meine Beichte vor Gott ungültig? Habe ich durch diese Beichte eine neue schwere Sünde begangen? mit freundlichen GrüßenRoland Wagner

Lieber Roland,
natürlich muss die Beichte ernst genommen werden! Aus "Jux" zu beichte wäre ein Sakrileg. Also, wenn Sie sich die Mühe gemacht haben, einen Beichtzettel zu schreiben, dann haben Sie ja beim Schreiben Reue empfunden - meine ich. Beim Vorlesen genügt die Tat. Gefühle können außerdem täuschen. Soweit ist die Beichte sicher in Ordnung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie bei 33 Sünden, die Sie gebeichtet haben, eine schwere vergessen haben. Einen Ehebruch oder Diebstahl kann man wohl nicht vergessen. Ich rate Ihnen: Gehen Sie nochmal beichten - beichten Sie die restlichen Sünden - und dann seien Sie sicher, dass Gott Ihnen vergeben hat.

Liebes Hauskirche-Team,

in Ihrer Rubrik "Beichte" empfehlen Sie jemandem, in Medjugorje zu beichen. Dies irritiert mich. Ist Ihnen nicht bewußt, daß die Erscheinungen von Medjugorje nicht von der Kirche anerkannt sind und auch höchst widersprüchlich sind? ( Nach wenigen Tagen sagte die angebliche Mutter Gottes, sie wolle nur noch 3 Mal erscheinen, hat sich aber nicht daran gehalten. Es gibt noch andere Widersprüche, beispielsweise empfiehlt die sogenannte Mutter Gottes, das Wert "Der Gottmensch" von Valtorta zu lesen, das auf dem Index der Kirche stand, als dieser noch existierte und auch heute noch von der Kirche verworfen wird. ) Ist Ihnen nicht auch bewusst, dass die Kirche es gar nicht gern sieht, dass Katholiken dort hinpilgern und dass offizielle Wahlfarten dorthin verboten sind? Warum empfehlen sie entgegen den Widersprüche und den Warnungen der Kirche, dorthin zum Beichten hinzupilgern. Kann man Beichten nicht auch an kirchlich anerkannten Erscheinungsorten absolvieren?

Was Medjugorje betrifft, so wird in den nächsten Wochen der Vatikan durchaus positive Signale zu Megjugorje geben. Wenn schon ein Kardinal Schönborn in Medjugorje war und die Seher auch im Stephansdom in Wien sein durften, dann ist es sicher legitim, auf die Beichtmöglichkeit in Medjugorje hinzuweisen. Der Chefmariologe des Vatikan - Rene Lauretin - steht ganz hinter Medjugorje. Und das mit den drei Erscheinungen höre ich zum ersten Mal. Ich kenne allerdings einige Personen, die In Medjugorje ihr Leben total verändert haben. Die Früchte sind überwältigend und nie hat es so viele Untersuchungen an den Sehern gegeben. Dazu gibt es ein eigenes Buch. Ich persönlich habe alle Seher schon vor 30 Jahren besucht und mit ihnen gesprochen. Sie waren vollkommen normal. Ohne Medjugorje sähe die Kirche noch viel trister aus.

Ich bin vor einigen Monaten nach lange Zeit wieder zur Beichte gegangen und zwar bei einem Priester der Piusbruderschaft. Das kam daher, weil der zuständige Pfarrer keinen individuellen Beichttermin vergeben wollte und in der Nachbargemeinde zur Beichtzeit kein Priester erschienen ist. Bei der Piusbruderschaft habe ich ohne Probleme sofort einen Termin erhalten. Zweifel, ob die Beichte dort gültig ist, kamen mir bereits vor meiner ersten Beichte dort, aber es drängte mich, nun endlich wieder zu beichten. Seitdem gehe ich regelmäßig dort zur Beichte, weil der Pater mich auch in der Entwicklung meines Glaubens erheblich weitergebracht hat. Nachdem ich nun bereits von mehreren Gläubigen meiner Gemeinde auf die Ungültigkeit der Beichte angesprochen wurde, mache ich mir Sorgen. Würde ich im Falle eines plötzlichen Todes in die Hölle kommen, weil ich nicht im Stand der heiligmachenden Gnade bin, obwohl ich mit gutem Willen und aufrichtig gebeichtet habe? Ich möchte gerne weiter dort zur Beichte gehen, zumal ich in der "offiziellen" Kirche keine Alternative habe. Vielen Dank für Ihre Hilfe; die Frage beschäftigt mich wirklich sehr.

Liebe xy, die Pius-Brüder sind leider immer noch von der offiziellen katholischen Kirche getrennt - daher im Schisma. Da die Priester von einem Bischof geweiht wurden, der in der Sukzession steht, glaube ich nicht, dass die Beichte ungültig ist. Ich würde aber (aus Gehorsdam gegenüber Rom) - solange die Trennung besteht - versuchen, einen guten Priester der "normalen" katholischen Kirche zu finden. Sie müssten in Ihrer Umgebung etwas suchen. Ich persönlich kann dzt. auch nur an zwei (100 km) voneinander entfernten Orten beichten. Natürlich gibt es leider auch "häretische" Priester in der katholischen Kirche - zu denen gehen Sie nicht! Da ist der Priester der Pius-Brüder besser. Beten Sie um Einheit! Und Gottes Segen!

Ich habe mehrene . 1 ist das eine sünde wen man sagt die maria hat sünde oder wen man sie nicht so liebt ? 2 Wen man nicht mehr weiß ob man eine sünde gebetet hat was soll ich dun ? 3 Wen man gbeichtet hat und dan geht man zu Kommion und hat welche sünde vergesen oder man hat einen tag zuvor an sebefitigung (sex) gedacht und fasst gemacht aber ich sagte nein aber bisel samen kamm ? 4 Wen ich an einer Frau denke nur wegen sebefitigung oder wegeng sex denk und man macht dann zuhause ist wie soll mann die sünde nenen ? 5 Ab wann sinnd die sünden zuviell oder das der priester sag ich kann sie nicht losschbrechen ab ich wollte das alles nich machen ich will auch zum gott ? danke

Lieber Andreas, 1. Die Muttergottes ist ohne Erbsünde und andere Sünden. Das ist Dogma, wenn man dies leugnet sündigt man. 2. Wenn man nicht mehr weiß, ob man eine Sünde gebeichtet hat, dann in die neue Beichte hineinlegen und sagen ... Ich habe das und das gemacht - weiß nicht, ob ich es schon gebeichtet habe. Darum sag ich es nochmals. 3. Nicht unbekümmert zur Kommunion gehen. Ein bisschen Samenerguss ist ein bisschen zu viel - beichten! 4. Sünde immer als das nennen, was sie ist. Habe mich Selbstbefriedigt, weil ich das und das gesehen oder gedacht habe. 5. Die Sünden sind nie zu viel - außer man sündigt gegen den Hl. Geist. Wenn man bereut und sich bessern will, wird vergeben. Gott ist ein barmherziger Vater und er wartet immerauf uns.

Ich bin mittlerweile 9 Jahre verheiratet aber es geht um die Zeit vor meiner Ehe. Ich verlor zeitig meine Eltern, meinen Vater überhaupt schon als Kind, meine Mutter vor 15 Jahren. Da hatte ich noch keine Partnerin, wollte aber nicht länger allein sein. War es eigentlich Sünde, Frauen nachzurennen, die schon vergeben, aber noch nicht verheiratet waren, und Beziehungen zerstören wollte, nur um schnell an eine Partnerin zu kommen, da ich nicht sofort eine freie Frau fand? Wenn ja, gehört das auch gebeichtet? Ich habe das ja nur motivbezogen aufgegeben, da ich ja mittlerweile verheiratet bin.
PS: Sex mit einer vergebenen hat es nicht gegeben, meine Frau musste ich zum Glück niemandem ausspannen.

Lieber Walter, wenn Sie wirklich Beziehungen zerstören wollten, dann müssen Sie das beichten - um frei zu sein! Tut ja nicht weh, aber es befreit!

Ich werde in ein paar Monaten heiraten und gestern hatten wir das Eheseminar. Der Pfarrer legte uns ans Herz dass wir vorher zur Beichte gehen sollen.
Ist es Pflicht die Beichte abzulegen vor der Heirat?
Muss man denn nicht nur zur Beichte gehen wenn einem etwas belastet? Mehr als "ich habe gelogen, und ich war jähzornig" fällt mir nicht ein. Ich weiß gar nicht was ich sonst noch sagen sollte bzw. mit dem Pfarrer besprechen könnte im Beichtstuhl!

Liebe Sabine, ein Katholik sollte mindestens einmal im Jahr zur Beichte gehen. Sollte es wirklich nur Lüge und/oder Jähzorn sein, dann ist es genug "Beichtstoff". Der Teufel ist immerhin der "Vater der Lüge"! Aber überlegen Sie vor allem: Wie ist Ihr Verhältnis zu Gott? Glauben Sie, beten Sie, gehen Sie zur Kirche... ? Das alles können/sollen Sie in der Beichte besprechen.

Hallo! Ich gehe seit 2 Jahren regelmaessig zum Beichtgespraech alle 2-3 Monate. Das finde ich auch nachwievor sehr gut, entlastend.... habe aber gemerkt das ich darueber hinaus gerne auch "Austausch" ueber mein Leben in Bezug auf Glauben, aber auch wie ich aus dem Gllauben heraus mit Situationen, Belastungen... umgehen kann. Jetzt habe ich etwas ueber geistliche Begleitung gelesen. Waere das das passende bei solchen Fragen? Was ist der Unterschied zu Beichtgespraechen? Macht das jemand anderes als der Beichtvater bzw. kann das dann sozusagen zudaetzlich bei jemand anderen sein oder ueberschneidet sich das dann nicht? Wie findet man
jemand passenden, "sollte" das eher ein Priester sein? Lg

Liebe m. das sind viele Fragen. Bei einer "geistlichen Begleitung" sollte man möglichst zum selben Priester/Laien gehen. Der Priester ist gut, weil er auch die Absolution geben kann - wenn etwas in Richtung Beichte geht. Grundsätzlich ist aber jeder erfahrene Chrsit, dem man das Vertauen schenkt, ein möglicher "geistlicher Begleiter". Ich empfehle Ihnen, dafür eine Novene zu beten, damit Sie die richtige Entscheidung treffen. Sr. Faustyna hat sehr lange um so eine Begleitung gebetet.

Liebes Hauskirche Team,

ich war seit langem wieder beichten, habe aber nachher festgestellt, dass ich ein paar Sachen vergessen habe zu beichten so ca 5 kleinere sachen, die mir nicht mehr eingefallen sind, weil ich so nervös war und ich meinen Zettel zuhause liegen gelassen habe. dass ich pornografisches angesehen habe, habe ich auch verschwiegen weil ich mir dachte es reicht, dass ich den Oberbegriff "blöde Filme" sage. ich wollte auch nicht so ins Detail gehen. Jetzt meine Frage. Soll ich vor Weihnachten noch einmal beichten gehen oder sind mir die Sünden, die ich vergessen habe trotzdem vergeben? vielen dank

Lieber xy, ich würde unbedingt nochmals beichten gehen und die Dinge beim Namen nennen (Zettel nicht vergessen). Es ist sicher ein Unterschied ob ich durch Beschäftigung mit sexuellen Gedanken gesündigt habe oder bewusst Pornografie geschaut habe. Alles grad heraus. Sie stehen in der Beichte vor Gott - wer immer im Beichtstuhl ist. Und da soll man nichts verheimlichen.

Werden angehende Priester im Priesterseminar auf das Beichtehören vorbereitet? Soll ich, selbst noch jung, lieber zu einem jungen Priester beichten gehen, der mich vermutlich besser versteht, "meine Sprache spricht", aber viell. schockiert ist, da er noch nicht so viel gehört hat und daher nicht so "abgehärtet" ist, oder zu einem älteren, der wahrscheinlich so ziemlich alles gehört hat? Auf keinen Fall möchte ich einen Priester schockieren, oder dass es ihm wegen mir schlecht geht, schon gar nicht einen jungen, der gerade erst voller freude im Beruf anfängt.

Lieber xy, Die Intensität der Vorbereitung auf die "Arbeit" als Beichtpriester ist vom Priesterseminar abhängig. Jung oder alt - das ist sehr schwer zu beantworten. Man muss sich eher fragen, wieviel betet der Priester. Ich würde lieber zu einem betenden jungen Priester beichten gehen als zu einem alten Herrn, der nur seine Pflicht tut. Und dann zu einem Priester, der oft Beichte hört. Der wird - ob jung oder alt - nicht so leicht schockiert sein.

Ich möchte gerne Beichten gehen. Aber, in unserem Heimatort in St. Johann am Walde im Innviertel gibt es besonders in letzterer Zeit keine Beichtgelegenheit mehr. Ich habe vor, in unserer Nachbargemeinde, dem Wallfahrtsort Maria Schmolln zu Beichten, sollte dies möglich sein! Ich bitte sie um ihre Meinung! Ich habe so eine Schwäche mit der Selbstbefriedigung und bin mir nicht ganz sicher, wie schwer die Sünde eigentlich ist.Was mich besonders beunruhigt ist, daß ich mehrmals zur Kommunion ging!Bitte um ihren Rat!!! Danke im Voraus!

Lieber Ferdinand,
es ist schön, dass Sie sich nach der Beichte sehnen.
Ich würde Ihnen raten, nach einer SB nicht zur Kommunion zu gehen, sondern vorher zu beichten. Dann können Sie dies leichter überwinden.
Wenn es passiert ist dann kommunizieren Sie geistigerweise - es wird Ihnen zum Segen werden. Ich kenn die Patres in Maria Schmolln nicht, kann Ihnen daher auch nicht raten.
Gut beichten können Sie sicherlich in Linz in der Karmelitenkirche. Die Beichtzeiten sind im Internet zu finden. Oder machen Sie sich einen Termin mit Pfr. Bauer in Hohenzell aus.

Liebes Hauskirche-Team,
ich habe ein paar Fragen zur Beichte.
Darf man bei der Beichte erwähnen, dass man manchmal Zweifel hat oder ist dann die ganze Beichte ungültig, weil die ganzen Sakramente ja auf einem echten Glauben basieren.
Reicht es wenn man sagt, dass man unkeusch war oder muss man unbedingt Einzelheiten erzählen?
Wie beendet man die Beichte? Einfach mit Dank sei Gott dem Herrn antworten oder soll man sich auch noch vom Priester verabschieden? Vielen Dank

Lieber xy, natürlich darf - ja soll man erwähnen, wo und wie man zweifelt. Der Apostel Thomas hat auch gezweifelt - und die Reaktion Jesu war reine Barmherzigkeit. Natürlich muss man schon die Sünde beim Namen nennen. "Unkeusch" ist sehr allgemein. Ich kann eine Frau "lüstern anschauen" oder in ein Bordell gehen. Das muss man nicht ausweiten - aber sagen. Am Ende der Beichte sage ich: "Das ist alles". Die Beichte beendet dann ja der Priester mit einem Zuspruch und der Lossprechung.

Ich habe eine Frage zur Beichte. Ich war seit ca 11 Jahren seit meiner Firmung nicht mehr beichten. ich ich möchte gerne gehen, aber irgendwie traue ich mich nie. Ich weiß echt nicht warum mir das so schwerfällt. Soll man einen Termin ausmachen oder kann man zu einem regulären Termin vorbeikommen?
danke

Lieber xy, im Epheserbrief 6, 10-20 steht, so glaube ich, die Antwort auf Ihre Frage. Dort steht, dass man den "listigen Anschlägen des Teufels widerstehen soll." Das ist es. Es ist der Böse, der Sie zurückhalten will. Aber keine Angst! Ich empfehle Ihnen, in eine Kirche, in der es reguläre Beichtzeiten gibt, hineinzugehen und nicht zu zögern. Sehr zu empfehlen ist auch ein Wallfahrtszentrum.

Liebes Hauskirche-Team,

Sie hatten mir bei bei meiner letzten Anfrage zum Thema Beichte (20 Jahre nicht gebeichtet) den Rat gegeben, dies möglichst bald nachzuholen. Das habe ich gestern getan! Endlich konnte ich wieder zur Kommunion gehen und bin darüber total glücklich. Zwar bleiben die alten Probleme bestehen, aber auch von dem Beichtvater wurde ich darin bestärkt, der Versuchung zu widerstehen und notfalls die Mitarbeit in der Gemeinde zu beenden.

Nach meinen gestrigen Erfahrungen kann ich nur jedem raten, den Mut aufzubringen und zur Beichte zu gehen.Die Resonanz des Beichtvaters wird auch bzw. gerade nach vielen Jahren "Beichtabstinenz" positiv sein.

Noch einmal vielen Dank für Ihre schnelle Hilfe!

Lieber xy, da ich die Email-Adresse nicht habe, kann ich nicht persönlich zurückschreiben. Danke aber für das Zeugnis, dass die Beichte ein sehr segensreiches Sakrament ist.

Hallo liebes Hauskirche-Team,

ich habe eine Frage zum Thema Beichte.

Seit mehr als 20 Jahren war ich nicht mehr beichten und dass, obwohl ich regelmäßig die Heilige Messe besuche.
Obwohl ich schon seit vielen Jahren (auch nicht unglücklich) verheiratet bin, habe ich mich in unseren Pfarrer verliebt. Wir haben uns wzweimal privat getroffen und haben regelmäßig E-Mail-Kontakt, "passiert" ist aber nichts. Ich will aber ehrlich sein: Ich würde eine Beziehung mit dem Pfarrer anfangen und auch meine Familie verlassen, weil ich das Gefühl habe, meinen "Mr. Right" getroffen zu haben.
Da mich die Situation sehr belastet, habe ich den E-Mail-Kontakt nur noch auf das notwendige Maß reduziert (ich engagiere mich ehrenamtlich in der Gemeinde) und möchte unbedingt beichten gehen; natürlich bei einem anderen Pfarrer unseres Bistums.
Jetzt meine eigentliche Frage: Muss in der Beihte sagen, dass ich mich in einen Priester verliebt habe oder reicht es, wenn ich sage "in einenanderen Mann"? Für mein Gewissen macht es einen Unterschied, weil ein Priester ja ein Mann Gottes ist. Allerdings weiß ich, dass sich die Priester innerhalb des Bistums untereinander kennnen und es ist für mich sowieso schon sehr schwer, nach all den Jahren wieder zur Beichte zu gehen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe. Bitte beten Sie für mich, dass ich wirklich den Mut aufbringe und in der Beichte mein Leben wieder in Ordnung bringe.

Liebe xy, von Nikolaus von der Flue wird Folgendes berichtet: Ein Sünder, der seine eigene Frau verlassen hatte und anderen Frauen nachging, kam zu Bruder Klaus. Dieser durchschaute ihn sofort und führte ihn hinab zur Melchaa. "Jetzt werde ich dir das Los der Menschen zeigen, die sich der unreinen Liebe hingeben", sagte Niklaus von Flüe. Sofort nach seinen Worten stiegen zwei feuerglühende Gestalten aus dem Bach, stiegen mit Geheul und Geschrei ein Stück in die Höhe und krachten dann mit grosser Gewalt zusammen. Dies wiederholte sich ein paarmal und dann sanken sie wiederum mit Getöse ins Wasser. Dem Manne zitterten die Knie und er wurde aschfahl im Gesicht. Bruder Klaus, voll Mitleid, stützte ihn und sagte: "Habt die Barmherzigkeit Gottes vor Augen und ändert Euer Leben, dann wird Euch dieses Los nicht treffen. Seht, wer seine Zeit in der Liebe Gottes verbringt, dem geschieht allzeit wohl!" BWenn Ihnen Ihr irdisches und ewiges Leben etwas wert ist, dann bitte geben Sie der Versuchung nicht nach! Suchen Sie bald einen guten Beichtvater auf!°

Hallo liebes Hauskirche-Team!

Ich habe in einigen Vorträgen im KTV gehört, dass es eine gute Beichte gibt.

Wie wird eine Beichte eine gute Beichte?

Muss man immer die ganze Geschichte, die zur Sünde geführt hat erzählen, oder ist es auch in Ordnung wenn man sagt, dass man z. B. jemandem etwas nicht gegönnt hat, oder neidisch war...

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Gottes Segen wünsche ich Ihnen!

Liebe Michaela, eine gute Beichte legt man immer ab, wenn man Reue Bekenntnis und Vorsatz hat. Wenn ich jemandem etwas nicht gegönnt habe, dann muss es mich reuen, dass ich mich dem Neid überlasssen habe. Ich muss nicht unbedingt sagen, dass ich der Manuela z.B. ihren Beruf, ihr Haus ... neide. Aber es ist auch nicht schlecht, wenn man in etwa sagt, worum es geht. Es macht ja schon einen Unterschied aus, ob ich der Manuela ein Kleid oder ihren Mann neide. Bei einer guten Beichte muss mich meine Einstellung reuen. Dann ist das Bekenntnis in der Beichte wichtig und vor allem der Vorsatz, mich nicht mehr dem Neid hinzugeben. Und da meine ich, muss man schon auch vorsichtig sein. Wenn ich z.B. auch gerne die Ausbildung der Manuela hätte, dann ist das noch keine Sünde. Ich kann mir sagen: "Ja, es wäre schön. Aber ich gönne es der Manuela von Herzen!" Und ich danke Dir, Herr, für das, was ich bin!

Hallo,
ich möchte unbedingt beichten gehen! Ich möchte wissen was passieren würde wenn man etwas beichten würde was man garnicht getan hat? Ohne zu wissen dass man es nicht getan hat.

Lieber, liebe Mia, der Beichtstuhl ist kein "Experimentierkasten". So etwas bewusst auszuprobieren wäre ein schweres Vergehen. Wenn mann irrtümlich nicht begangene Sünden beichtet, dann wird normalerweise der Priester wie bei realen Sünden reagieren. Selten - aber doch - haben Priester die "Seelenschau" und können den Irrtum aufdecken oder den "Experimentierer" zurechtweisen.

Sehr geehrtes Hauskirche-Team,

ich habe dreimal Pornos geschaut und möchte das beichten. Wie kann ich meiner Mutter erklären, dass ich nicht bei unserem Priester beichten möchte, ohne dass sie Verdacht schöpft?
Darf ich mit dem Beichten von dieser Tat warten, bis ich selbst fahren kann?

Ich habve diese Frage nocheinmal gestellt, da sie das letzte mal, glaube ich, falsch gestellt wurde

Nils

Lieber Nils,
ich würde auf keinen Fall mit der Beichte warten. Da schleicht sich dann der Teufel ein und sagt: "Warst eh noch nicht beichten, kannst Dir ja noch einen Film anschauen". An sich ist der eigene Pfarrer kein Problem. Es gibt ja das Beichtgeheimnis und wenn einen der priester kennt, kann er einem besser helfen. Ich versteh natürlich auch den Wunsch, zu einem anderen Priester zu gehen. Wär da nicht eine Wallfahrt günstig - an einen Ort, wo es Beichtmöglichkeit gibt, wie in Altötting? Oder gar Megjugorje?
Auf jeden Fall nicht lange warten, das empfehle ich!

Hallo,
ich habe als Jugendlicher/junger Erwachsener öfter Geld aus der Geldbörse meiner Eltern genommen. Später dann auch größere Beträge (z.B. 100 DM). Zwei- oder Dreimal haben es meine Eltern gemerkt, und ich habe es zugegeben. Meistens haben Sie es jedoch nicht mitbekommen oder ich habe sie angelogen. Finanziell hat es mir eigentlich an nichts gemangelt; mir war es aber oft unangenehm meine Eltern um Geld zu fragen. Ich habe auch nicht verschwenderisch gelebt (jedoch ohne Glauben). Das ganze liegt nun schon über 15 Jahre zurück. In der Zwischenzeit habe ich zum Glauben zurückgefunden und habe die Lügen und die Diebstähle gebeichtet. Ich halte mich nun sehr an die Gebote und gehe regelmäßig beichten. Oft kommen mir Sachen aus der Vergangenheit hoch, die ich dann auch beichte (auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich diese bereits gebeichtet habe).
Meine Frage: Muss ich meinen Eltern gegenüber gestehen, dass ich Ihnen regelmäßig Geld gestohlen habe; gemerkt haben sie es ja nicht. Wenn ich ihnen das Geld zurückgeben wollte, würden sie es 100%-ig nicht wollen. Meine Eltern wären vermutlich sehr enttäuscht/überrascht. Ich würde so was nie wieder machen. Bzgl. der Wiedergutmachung hat mich auch noch kein Priester hingewiesen, bei dem ich beichten war; ich bin selber darauf gestoßen. Ist das ganze Thema mit der Beichte erledigt oder was soll ich machen?

Lieber Max,
das ist lange her, es ist gebeichtet und vergeben. Sie würden sowas nie wieder machen. Das ist schon toll!
Den Eltern würde ich nichts sagen, Sie würden vielleicht das Vertrauen erschüttern. Sollten Sie von den Eltern wider Erwarten einmal darauf angesprochen werden, dan könnten Sie sagen: "Ja, ich hab Euch schon mehrmals was geklaut, es aber später gebeichtet und dafür Wiedergutmachung geleistet."
Und jetzt bin ich bei der Wiedergutmachung. Das ist sicher eine gute Idee. Es gibt so viele Möglichkeiten, Gutes zu tun. Unterstützung von Radio Maria, Kirche in Not ... Vielleicht mehrmals kleinere Beträge, bis etwa das Ganze "gesühnt" ist.
Noch ein Rat: Machen Sie vielleicht eine richtige Lebensbeichte - z.B. an einem Wallfahrtsort (z.B.Medjugorje). Aber dann kramen Sie nicht mehr in der Vergangenheit herum. Gott hat alles getilgt und Sie müssen auch daran glauben.

Ich bin in einer Priester verliebt. Ich liebe ihn so sehr, wie ich noch nie zuvor einen Menschen geliebt habe. Allerdings würde ich mich das ihm niemals sagen trauen. Ich weiss das es eine schwere Sünde ist und ich möchte sie nun auch gerne beichten. Wie formuliere ich es bei der Beichte richtig, dass ich während der heiligen Messe unkeusche Gedanken hatte und einen Priester so sehr liebe? Wie verhalte ich mich falls genau der Priester im Beichtstuhl ist, welchen ich so sehr liebe? (ich befürchte er ahnt von meinen Gefühlen für ihn). Soll ich dann die Beichte einfach abbrechen und wieder raus gehen?
Danke für eure Antwort.

Liebe B,
dass Sie die Liebe überkommt ist an sich keine Sünde. Sünde wird es, wenn Sie sich mit der "Liebe" in Gedanken befassen. Beichten müssen Sie - wie Sie schreiben -, die "unkeuschen Gedanken". Aber das müssen und sollen Sie nicht im Detail benennen. Was es hat, das hat es: "Ich habe mich in einen Priester verliebt und hatte sogar bei der hl. Messe unkeusche Gedanken..." Wenn Sie Angst haben, dass der betreffende Priester im Beichtstuhl sein könnte, dann beichten Sie z.B. an einem Wallfahrtsort. Beten Sie für den Priester, dass Gott in rein bewahrt - die Priester haben es nicht leicht.

Ich hätte eine Frage zur Beichte: Wie ist folgender Fall zu bewerten?

Man geht zur Beichte und bekennt seine Sünden vor dem Priester und vor Gott. Wenn man nun eine Sünde, evtl. eine sehr unangenehme, absichtlich so dahinnuschelt oder so leise sagt, dass der Priester diese Sünde nicht hört oder nicht verstehen kann, dann ist die Beichte nicht gültig, das ist mir klar. Was ist aber, wenn der Priester das, was man gebreichtet hat, aus einem anderen Grund nicht hört/ nicht versteht? Also etwa weil er kurz nicht aufmerksam war, oder weil er vielleicht einem Satz nicht ganz folgen kann oder weil es für einen Moment ein akustisches Problem gibt o.ä.? Man selbst aber hat die Sache aufrichtig vorgetragen ohne etwas mit Absicht verbergen zu wollen. Ich denke, dieses Problem werden viele kennen und man weiß ja, dass es die Absicht des bösen Feindes ist, die Menschen zum Zweifeln zu treiben. Wenn man daheim ist und dann ständig denkt "ist die Beichte überhaupt gültig", "vielleicht hat mich der Priester falsch verstanden", "vielleicht habe ich es zu leise gesagt", "vielleicht hat der Priester einen formellen Feheler gemacht", "vielleicht sollte ich es besser nochmal beichten", "vielleicht hätte ich irgendwas noch detaillierter beschreiben müssen" etc.. Wie soll man mit solchen Gedanken umgehen? Vielen Dank für die Antwort im Voraus.

Liebe xxyyzz, Wenn Sie aufrichtig gebeichtet haben, dann müssen Sie sich den Kopf nicht mehr darüber zerbrechen, was der Priester gehört hat oder nicht! Gott hat es gehört. Der Priester vertritt Christus und spricht Sie in Seinem Namen frei. Haben Sie keine Angst. Die Angst, wie Sie sagen, kommt vom Teufel. Die Beichte ist sicher gültig. Bei einer meiner Beichten hatte ich manchmal den Eindruck, der Priester schläft. Da habe ich dann nichts gesagt, bis er mich wieder aufgefordert hat, zu sprechen. Ich weiß auch nicht, ob er alles gehört hat - er vielleicht nicht - aber Gott schon.

Liebes Team der hauskirche.at-Seite!

Im Laufe des letzen Jahres habe ich durch die Geschichte der Gloria Polo-Ortiz angefangen über mein Leben und die Beziehung zu Gott nachzudenken. Ich bin grundsätzlich katholisch erzogen worden und mir ist das Wesentliche mit auf den Weg gegeben worden, aber ich bin nicht regelmäßig in die Kirche gegangen und wenn ich einmal dort war, war ich geistig woanders. So selten meine Besuche des Gottesdienstes waren, noch seltener war meine Beichte. Ich habe mir vorgenommen, dies zu ändern und habe auch damit angefangen. Ich habe kurz vor Weihnachten meine letzte Beichte abgelegt und möchte dies jetzt wieder tun. Vor allem, weil ich mich einfach damals so sehr geschämt habe, dass ich die Dinge einfach nicht aussprechen konnte. Deshalb nun meine Frage:
Wie kann ich denn Dinge wie Masturbation mit Pornografie beichten? Reicht es, wenn ich dem Pfarrer sage, dass ich gegen das 6. Gebot verstoßen habe oder muss ich die Dinge konkretisieren? Ich bereue die Dinge und schäme mich abgrundtief dafür und habe sie seit meiner Einsicht auch nie wieder gemacht. Aber ich weiß, dass ich Sie beichten muss und auch will, um endlich damit abschließen zu können. Falls der Satz "Ich habe gegen das 6. Gebot verstoßen" nicht ausreicht, wie kann ich es denn sonst formulieren?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Liebe Marina,
zuerst einmal Gratulation zu dem Entsschluss, es mit dem Glauben wieder ernst zu nehmen. Papst Franziskus ruft ja immer wieder zur Beichte auf und erwähnt, dass die Barmherzigkeit Gottes keine Grenzen kennt.
So würde ich in Ihrem Fall auch die Beichte sehen. Nur ein Vorschlag: Sagen Sie dem Priester (der im Beichtstuhl ja Jesus selbst vertritt) einfach, dass Sie jetzt angefangen habe, wieder konsequent den Glauben zu leben. Bekennen Sie, dass Sie vor Weihnachten gebeichtet haben - aber nicht alles - weil Sie sich geschämt haben. Sagen Sie: "Das tut mir leid. Und ich hole es nach. Bisvor xxx Monaten habe ich immer wieder (ungefähre Zahl angeben ... wöchentlich/monatlich) pornographische Schriften / Bilder / Filme (was es war) angesehen und dabei masturbiert. Ich lege es vor Gott hin, damit er mir vergebe und mich befreie."
Bekennen Sie es und haben Sie keine Angst - es wird Ihnen nach der Absolution leicht ums Herz sein und sie werden "Flügel bekommen".
Je aufrichtiger die Beichte - umso gnadenvoller die Vergebung!

Hallo
Ich habe eine Frage zum Beichtgeheimnis. Fällt alles darunter, das in der Beichte gesagt wird, auch Sachen die eigentlich nicht so vertraulich sind?. Ich stelle die Frage aus konkretem Anlass. Ich gehe in meiner Pfarre recht regelmäßig zur Beichte, jedoch weiß niemand in der Familie davon. (habe lange mit dem Priester über die Gründe gesprochen, er weiß also Bescheid.) Jetzt ist es so, dass mein Mann den Priester getroffen hat und dieser nachgefragt hat, wie es denn zur Zeit auf der Arbeit geht.... Mein Mann war dann sehr irritiert, denn er hat noch nie mit dem Priester länger geredet und mich dann gefragt, woher dieser denn weiß wo er arbeitet. Ich habe dann irgendwas gemeint, bez. vielleicht mal in einem Gespräch, da meine Tochter aktiv in der Kirche ist. Ich habe den Priester dann darauf angesprochen, dass mich soetwas in eine sehr unangenehme Situation bringt, er meine das es ja keine vertrauliche Info sei, er aber meine Bedenken verstehe und in Zukunft vorsichtiger sei und er es gut findet, dass ich gleich gekommen bin. Ich bin immer davon ausgegangen, dass alles was ich in der Beichte sage, dem Beichtgeheimnis unterliegt und nicht nur ganz persönliches. Liege ich damit falsch?
lg A.

Liebe A, ja, das ist eine sehr spezielle Frage. Natürlich darf der Priester grundsätzlich nichts weitersagen, was er bei der Beichte erfahren hat. In Ihrem Fall war es natürlich schwer für den Priester, zu wissen, dass die Arbeitsprobleme Ihres Mannes nicht allgemein bekannt seien. Er hat ja nichts von der Beichte Ihrer Sünden oder Ihrer Probleme weitergesagt. Er dachte wohl, er würde durch diese Frage Ihrem Mann entgegenkommen - was sich als falsch herausgestellt hat. Sie haben richtig gehandelt, indem Sie zu Ihrem Pfarrer gegangen sind und der Priester hat es ja auch eingesehen. Ich würde sagen, es war kein bewusster Bruch des Beichtgeheimnisses, es war unvorsichtig und für den Priester eine Lehre - noch zurückhaltender zu sein.

Habe auch eine Frage zur Gültigkeit der Beichte. Kenne die Variante aus meiner Jugendzeit, bei der ich anhand des Gotteslobes quasi alles abgearbeitet habe und war nun zu einem Beichtgespräch. Habe recht kurzfristig einen Termin beim Pfarrer bekommen und da ich mir über den Ablauf unsicher war habe ich gefragt ob ich mich irgendwie vorbereiten muss, aber er hat nur gemeint, dass machen wir schon alles gemeinsam im Gespräch. Mit meinem Gewissen habe ich mich aber schon beschäftigt, über den Ablauf aber keine weiteren Gedanken gemacht. Nach dem Gespräch habe ich wirklich das Gefühl, dass ich regelmäßiger zur Beichte gehen möchte und habe mich näher damit beschäftigt und es haben sich einige Fragen zum Ablauf aufgetan
Ablauf meines Beichtgesprächs: Kreuzzeichen, dann folgte ein Dialog mit dem Priester, in den ich quasi meine Sünden miteingebaut habe´, ich hoffe ich habe wirklich alles Wichtige erwähnt, da ich keine Ahnung davon hatte, dass immer alles in der gleichen Beichte gebeichtet werden muss. Das Gespräch selbst fand ich gut und was der Priester gesagt hat auch stimmig. Dann nach einiger Zeit hat er gefragt, ob das nun so passt und hat gemeinsam mit mir das Schuldbekenntnis gebetet, dann die Lossprechung, die jedoch viel kürzer war als die Formulierung die ich jetzt gefunden habe, also nur der Teil Ich spreche dich los...., keine Buße, kein Gebet als "Auftrag". Ist dass mit verkürzter Lossprechungsformel und ohne Bußaufgabe eigentlich dann eine gültige Beichte oder war es eher ein seelsorgerisches Gespräch?
LG W.

Lieber W., der offizielle Text für die Lossprechung lautet: "Gott, der barmherzige Vater hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt – zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden! Im Namen das Vaters, des Sohnes und des Hei-ligen Geistes. Amen." Das Wesentliche ist der letzte Satz. Nuße muss nicht direkt aufgetragen werden. Vor Gott war die Beichte auf jeden Fall gültig. Wenn der Priester keine "Buße" aufgibt, dann kann man ja freiwillig etwas wählen.

Hallo Ich wende mich heute mit einer Frage an Sie, von der ich nicht weiß, wo ich sie sonst stellen könnte. Ich gehe seit ca. 2 Jahren regelmäßig alle 3-4 Monate zum Beichtgespräch in eine andere Pfarre. Der Pfarrer nimmt sich immer viel Zeit und ich fühle mich persönlich und seelsorgerisch gut begleitet. So nun das eigentliche Problem. Eine Freundin ist in diese Pfarre gezogen und arbeitet auch aktiv mit. Sie weiß nicht, dass ich den Priester kenne. Jetzt hat sie mir ganz entsetzt erzählt, wie schwierig der Pfarrer sei, vor allem da es ein offenes Geheimnis in der Pfarre sei, dass der Priester seit Jahren ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau habe. Es hätte diesbezüglich auch schon Beschwerden beim Bischof gegeben. Offizielle Stellungnahme vom Pfarrer gibt es keine und da ich die Pfarre nicht kenne, könnte es genauso gut auch ein Gerücht sein.
So jetzt meine eigentlichen Fragen:
1. Wäre das Sakrament unter diesen Umständen genauso gültig?
2. Wie soll ich mich persönlich Verhalten? Ich habe nächste Woche wieder einen Termin zum Gespräch. (es gibt keine fixen Beichtzeiten, sondern nur persönliche Termine) Eigentlich kann mir das persönliche Leben des Pfarrers ja egal sein aber ich merke doch dass diese "Infos" oder Gerüchte mich hemmen, wenn ich an die bisherigen sehr offenen Gespräche denke. Normalerweise schätze ich den direkten, offenen Weg, aber in diesem Fall finde ich Ehrlichkeit doch etwas fehl am Platze. Ich kann ja schlecht den Priester fragen, ob es stimmt was über ihn erzählt wird oder? Andererseits möchte ich nicht durch etwas, dass vielleicht nicht einmal stimmt, einen für mich sehr guten, kompetenten Beichtvater verlieren.
Danke fürs Lesen und Beantworten
lg S.

Liebe S., selbstverständlich ist das Sakrament gültig! Der Priester vergibt im Namen Jesu, d.h. Jesus vergibt Ihnen! Ja, ein Gerede muss nicht stimmen - natürlich kann es stimmen. Denken Sie daran, dass der Priester, wenn er Ihnen begegenet, immer der Vertreter Jesu ist. Vielleicht sollten Sie vor der Beichte in besonderer Weise für den Priester beten - und denken Sie nicht an das Gerücht - denken Sie an die Beichte und dass Sie durch den Priester Jesus begegnen wollen. Ihre aufrichtige Beichte kann den Priester auch bewegen, sein Leben zu überdenken. Bitten Sie Gott, dass er es Ihnen deutlich zeigt, wenn Sie sich einen adenren Beichtvater suchen sollten. Vorerst würde ich nichts ändern.

habe mich sb und beichtete es als "ich habe was unschamhaftes getan" ich war mir sicher dass man es so benennt und habe mich auch sehr geschämt es so zu beichten. als ich auf dieser website war sah ich dass man es als sb beichten sollte, ich habe so angs waren denn alle meine beichten ungültig? muss ich es nochmals "richtig" benannt beichten? darf ich jetzt trozdem kommunizieren? vielen dank.

Liebe x, ich glaube nicht, dass Gott Ihnen nicht verziehen hat. Aber - gehen Sie beichten und nennen Sie Ihr Vergehen: Ich habe mich x-mal SB - wie Sie schreiben. Und sagen Sie auch, dass Sie das bisher so nicht gebeichtet haben. Sie sagten nur, Sie hätten etwas Unschamhaftes getan. Denken Sie daran, dass der Priester Jesus vertritt - und er Sie auch in Seinem Namen losspricht. Angst ist bei der Beichte ganz schlecht. Weil Gott ist barmherzig und weiß ja sowieso alles. Die Demut, die Sie bei der Beichte aufbringen, gefällt Gott und Er verzeiht gerne.

Ich war schon viele Jahre nicht bei einer Beichte und spüre nun aber dass ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen bin an dem ich Gott um Vergebung bitten möchte und muss. Darum möchte ich ein Beichtgespraech vereinbaren. Es ist nun so dass ich noch ein kleines Kind habe und ich jemanden aus meiner Familie zur Beaufsichtigung brauche wenn ich zur Beichte gehe. Ich kann aber einfach nicht offen sagen dass ich einen Termin beim Pfarrer ausmache. Ich wuerde auf voelliges UNverständnis stossen und ich schaffe es einfach nicht mich dem auszusetzen. Ich kenne jedoch meine Familie und weiß dass ich ganz genau gefragt werde wohin gehst du was für ein Termin..... Aber ich kann doch keine Lüge verwenden um zur Beichte zu gehen. Ich überlege nun es ganz sein zu lassen womit es mir auch schlecht geht. Werde ein Priester überhaupt ein Beichtgespraech mit mir führen unter Voraussetzung einer Lüge? Danke

Liebe Corinna, nicht zur Beichte zu gehen ist sicher ein Fehler! Lügen würde ich auch nicht! Es gibt aber mehrere Möglichkeiten: Am Besten ist immer die Wahrheit (die man aber nicht ganz sagen muss). Wenn das Kind beaufsichtigt werden muss, können Sie sagen: Sie haben eine wichtige Aussprache gehabt. Wenn man weiter frägt: "Was denn?" Dann können Sie sagen, das möchte ich nicht sagen, das ist persönlich! Oder Sie nehmen das Kind mit. Meist lässt es sich einrichten, dass jemand auf das Kind aufpasst.

Ich habe vor längerer Zeit gesündigt und noch nicht gebeichtet, Jesus aber mehrmals im Gebet um Verzeihung gebeten. Jedes Mal, wenn ich zur Messe gehe, nehme ich mir vor, wegen dieser unbebeichteten Sünden, nicht zu kommunizieren. Bei der Wandlung spüre ich dann so stark das Verlangen, Jesus nahe zu sein, und ihn zu empfangen, dass ich dann doch die hl. Eucharistie empfange. Ich bin mir danbn auch sicher, dass Gott mir auch so vergeben hat, ohne Beichte.(Es ist nicht wegen der anderen Messteilnehmer, sondern ein inneres Verlangen.)Direkt nach der Messe und am nächsten Morgen fühle ich mich frei und glücklich. Später plagen mich doch Zweifel, ob es richtig war, zu kommunizieren, sodass ich mir wieder fest vornehme, nicht zu kommunizieren, bis zur nächsten Wandlung....Hat Jesus mir nun auch ohne Beichte vergeben? Oder muss ich unbedingt beichten, was ich vermeiden möchte, da es extrem peinlich und unangenehm wäre, und ich den Priester nicht damit belasten will?

Lieber xy, es ist halt abhängig, welche Sünde Sie begangen haben, ob Sie ohne vorherige Beichte zur Kommunion gehen dürfen. An sich gibt es genaue Kriterien, die aber doch von Fall zu Fall unterschiedlich sind. „Schwere Sünden“ trennen uns von Gott, sie müssen daher vor der Kommunion in der Beichte bekannt werden. Eine schwere Sünde liegt vor… o wenn es um eine wichtige Sache geht. o wenn man auch weiß, dass man sich gegen den Willen Gottes stellt. o wenn man mit freiem Willen die Sünde begeht. In Ihrem Fall würde ich auf jeden Fall beichten gehen. Die Beichte ist ja nicht nur für "schwere Sünden" da, sie reinigt uns auch von lässlichen Sünden. Mit einer Beichte belasten Sie keinen Priester - das wäre schlecht, wenn der Priester es so empfinden würde. Erst vor Kurzem hat Papst Franziskus sehr einladend über die Beichte gesprochen. Also - geben Sie sich einen "Ruck" und gehen Sie zur Beichte. Sagen Sie auch, dass Sie trotz dieser Sünde so und so oft zur hl. Kommunion gegangen sind. Und Sie werden glücklich und frei werden.

Hallo ihr Lieben!Ich möchte kommenden Freitag kirchlich heiraten...nun plagt mich seit 15 Jahren etwas schreckliches.ich habe damals mit 14 Jahren abgetrieben:-( heute weiss ich das es der größte Fehler meines Lebens war.ich möchte diese schreckliche Tat noch vor meiner hochzeit beichten,habe aber Angst davor! Zu einem das man mir nicht verzeiht und zum anderen das ich nicht kirchlich getraut werde.ich wusste nicht wie schlimm dieses bei der katholischen Kirche ist.leider kann man die Zeit nicht zurückdrehen...ich bin nun selbst Mama von drei ganz tollen Jungs und hasse mich dafür dieses damals leichtfertig So zu machen ohne darüber im klaren zu sein was ich da tue...wird man mir verzeihen?lg,julia

Liebe Julia, ich komme erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten. Nun sind Sie ja schon verheiratet und haben hoffentlich vorher noch gebeichtet. Wenn nicht, dann holen Sie es schneunigst nach! Ja - selbstverständlich verzeiht Ihnen Gott - und selbstverständlich wird Sie der Priester auch lossprechen! Haben Sie keine Angst!!! Vielleicht kann Ihnen auch ein Buch / Broschüre helfen, an der meine Frau und ich mitgearbeitet haben. Sie finden dazu Unterlagen in http://www.spuren-im-leben.lamplmair.at/ich_nannte_sie_nadine/

Thema: Beichte - Das ist jetzt vielleicht eine selten blöde Frage aber wie kriegt man es am besten hin bei einem Bischof zu beichten ? (lange Geschichte) Fahren die auf organisierten Wallfahrten mit oder hören die üblicherweise zu bestimmten Anlässen die Beichte ?

Lieber xy, zur Beichte benötigt man an sich keinen Bischof - außer man will vielleicht ein Exorzismusgebet. Ich würde einfach den Bischof meiner Wahl anschreiben und ihn um einen Beichttermin ersuchen. Wenn möglich mit einer Begründung.

Hallo,

Ich habe folgende Frage: Ich bin aus div. Gründen nicht kirchl. verheiratet. Habe ich das richtig verstanden, dass ein Sündenbekenntnis möglich ist, aber eben nur mit Segen, aber eben ohne Lossprechung (wobei - besser als gar nicht hingehen denke ich ?!) Oder eine blöde Idee ?!

Und was ist wenn ich mal die Krankensalbung (die ja mit Lossprechung verbunden ist-notfalls auch ohne Einzelbekenntnis) bekommen sollte: Ist diese dann gültig ?!

Tolle Seite übrigens !

Lieber xy, ist keine blöde Idee. Vielleicht finden Sie dann auch einen Weg, die Beziehung zu ordnen. Die Krankensalbung wird immer wieder angeboten. Wenn man nicht todkrank ist, dass sollte man parallel dazu beichten. Bzgl. der Krankensalbung könnten Sie dann den Beichtpriester befragen. Die Krankensalbung ist aber kein Konkurenzsakrament zur Beichte.

Hallo liebes Hauskirche-Team!

Ich habe heute zu jemandem gesagt, dass mich mein Kind mich beinahe geschimpft hätte, wenn ich den Besuch nicht zugestimmt hätte. Das war für mich so eine Floskel als Einleitung fürs Telefonat.

War das eine Lüge? Muss ich nun beichten vor der nächsten Kommunion?

Vielen Dank. Gott segne Sie.

Liebe xy, eine schwere Sünde ist das nicht, aber Sie sollten das bei der nächsten regelmäßigen Beichte einbringen, dass in Gesprächen manchmal die Phantasie mit Ihnen durchgeht und Sie Flasches sagen, wie z.B...

Hallo!

Ich habe das Problem, dass ich die Wahrheit oft nicht sagen möchte.

Ist lügen eine lässliche oder schwere Sünde? Darf man nach einer Lüge zur Kommunion gehen?

Letztens habe ich ein Kind belogen, dass ich nach Hause gefahren habe (insgesamt waren es 4 Kinder auf einem Parkplatz). Sie hatte einen Glasstein in einen Abflussrohr fallen lassen u. war im Begriff zu weinen zu beginnen. Mir ist nichts anderes eingefallen, als zu erzählen ich hätte eine Maschine u. sie würde einen anderen Stein v. mir bekommen.
Danach war ich so enttäuscht von mir selbst, dass ich nicht einfach gesagt habe, dass ich eine Schachtel voll mit Steinen zu Hause habe. Wieso muss ich so ein Märchen erzählen. Den Stein hat sie von mir natürlich bekommen.

Wie kann man sich das Lügen abgewöhnen?

Was soll man sagen, wenn jemand fragt, wie der Kuchen schmeckt, oder ob das Kleid gut aussieht und es schmeckt/gefällt mir nicht. Ich möchte niemand verletzen.

Vielen Dank. Gott segne Sie.

Liebe(r) M. jede Sünde, vor allem die Lüge ist natürlich ein Einfallstor für den Bösen. Man soll wirklich nur Ja,ja oder nein,nein sagen. Das Kind wäre doch auch glücklich gewesen, wenn Sie gesagt hätten: "Ach, den Stein bekommst Du von mir!" Beim Kuchen und Kleid ist das schon schwieriger. Wenn der Kuchen nicht besonders schmeckt, kann man z.B. die Form bewundern oder sagen, das war sicher viel Arbeit. Wenn man aber nicht aus kann: Das ist nicht ganz mein Geschmack. Beim Kleid: Wo hast Du denn das gefunden? Ist es aus Baumwolle? Irgendetwas wird man ja bewundern können - ohne zu lügen. (Die Träger, die Länge, die Farbe, ob es modisch ist...). Wenn es nicht um wesentliche oder wichtige Sachen geht, ist es eine lässliche Sünde. Würde ich in die Beichte bringen und daran arbeiten, sie zu meiden.

Guten Tag

Ich hätte eine Frage zur Lebensbeichte
1. Wie soll eine Lebensbeichte aussehen, kann man jederzeit eine Lebensbeichte ablegen oder muss mamn dafür einen extra Termin mit dem Pfarrer vereinbaren? Könnte ja schon länger dauern
2. Fängt man bei den Sünden im Kindesalter an oder noch früher oder später?
3. Was macht man mit den Sünden die es vielleicht gibt, man es aber nicht oder nicht mehr weiß, weil es zu lange zurück liegt?
4. Kann man wenn man nach Jahren wieder angefangen hat zu beichten totzdem noch eine Lebensbeichte ablegen um vielleicht gerade diese Dinge sie so lange zurückliegen und vielleicht noch nicht gebeichtet wurden (aus obigem Grund) noch zu beichten?

Vielen Dank im Voraus
Liebe Grüße
Steffi

Liebe Steffi, 1. Eine Lebensbeichte kann man jederzeit ablegen (wenn man einen Beichtpriester hat). Es ist aber sicher sinnvoll, wenn man dafür einen eigenen Termin vereinbaren kann. 2. Auch bei einer Lebensbeichte sollen nur jene Sünden gebeichtet werden, die noch nie gebeichtet wurden - oder bei denen man sich unsicher ist. Natürlich beginnt man bei der Kindheit - sollte es schwere Verfehlungen gegeben haben. 3. Sünden, die man nicht mehr weiß, werden wohl keine schweren Sünden gewesen sei. Aber man sagt ganz allgemein, dass man in die Beichte alles miteinschließen will, was einem entfallen ist. Man sollte darum bitten, dass Gott einem die "geheime Schuld" aufzeigt (Ps 90,8). 4. Eine Lebensbeichte ist sicher dann sinnvoll, wenn man sich entschlossen hat, ein konsequentes, christliches Leben zu führen. Es geht dabei ja auch um Grundeinstellungen, die man ansprechen kann.

Guten Tag,

meine Frau und ich führten vor unserer Bekehrung ein weltliches Leben (Sex vor der Ehe, Pille ab dem 15. Lebensjahr). Dies haben wir alles gebeichtet.
Nun haben wir erfahren, dass auch die Pille abtreibende Wirkung hat...
Wie sieht es diesbzgl. mit Beichten/Sündenstrafen/Exkommunikation aus...

Vielen Dank vorab.

Liebe Tobias, Exkommuniziertist man nur, wenn man bewusst in einer schweren Sünde lebt. Vielleicht bei der nächsten Beichte nochmals alles ansprechen - aber dann ganz ruhig sein! Gott "erinnert" sich an gebeichtete Sünden nicht mehr! Ich glaube auch nicht, dass alle Pillen abtreibende Wirkung haben. Betet einfach um Reinigung auch der Erinnerung. Falls wirklich ein Kind abgegangen sein sollte - ich glaube, Ihr würdet es spüren. Dann für das Kind beten und ihm einen Namen geben und "taufen". Jeder gemeinsam gebetete Rosenkranz - zusammen mit Ablassgebeten - gibt einen vollkommenen Ablass = Tor in den Himmel. Tipp: Vergangenheit ist gebeichtet - jetzt leben wir mit Gott in der Zukunft - wie Augustinus und viele andere!

Es ist mir sehr wichtig, regelmäßig zur Beichte zu gehen. An sich habe ich dazu in meiner Stadt auch gute Gelegenheit, da im Dom jeden Tag ein Pater Beichte hört. Das Problem ist nur: Er hält sich nicht an den Wortlaut der Lossprechungsformel. Er sagt immer: "Der allmächtige Gott erbarme ich deiner, er lasse dir die Sünden nach und führe dich zum ewigen Leben. Im Auftrag Christi spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen." Ist die Lossprechung so überhaupt gültig? Und ist es in Ordnung, dort zur Beichte zu gehen, wenn ich weiß, dass der Pater sich nicht an den Wortlaut der Lossprechungsformel hält?
Danke für ihren Rat!

Andreas

Lieber Andreas, der richtige Ritus wäre: o „Gott, der barmherzige Vater hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt – zur Vergebung der Sünden. o Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. o So spreche ich dich los von deinen Sünden! o Im Namen das Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ 1. Ich glaube, dass trotzdem die Lossprechung gültig ist, denn der Priester sagt ja: Im Auftrag Christi spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 2. Wenn Sie den Mut haben, dann bitten Sie doch den Priester, dass er die vorgesehene Formel verwende, da Sie sonst unsicher seien. 3. Wichtig ist, dass der Priester Sie lossprechen will! Sie werden sehen, wie der Priester reagiert. Dann können Sie entscheiden, ob sie bei ihm bleiben oder nicht!

Hallo!
Wenn Gefühle auftauchen, wie zum Beispiel, wenn ich wütend bin auf jemand oder eine Situation. Wenn ich mich schlecht behandelt fühle. Erst Stunden später gelingt es mir die Wut zu verdauen. Das möchte ich nicht weil ich mich dann immer schuldig fühle und denke ich muss das beichten. Ist sowas überhaupt eine Sünde die man beichten muss?

Liebe Lucia, für Gefühle können Sie nichts! Die Frage ist, wie man damit umgeht! Auch wenn Sie schuldlos wären und Stunden brauchen, um einen Schmerz zu verwinden, dann bringen Sie es in die Beichte. "Ich hab so lange gebraucht, um das zu überwinden". Dieser Demutsakt kann sich sehr heilsam auf weitere Herausforderungen auswirken.

Ich bin 1999 nach fast 4o-jähriger Absenz wieder der Kirche beigetreten. Der Entscheid war absolut freiwillig und wohl überlegt. Ich war dann auch beichten. Seither leider nicht mehr. Ich möchte es gerne, kann es aber einfach nicht. Ich weiss nicht, was ich zu beichten hätte. Habe absolut kein Sündenbewusstsein, was nicht heissen will, dass ich davon ausgehe, alles richtig zu machen. Irgendwie leide ich unter diesem Zustad und habe den EIndruck, doch nicht ganz zur Kirche zu gehören. Können Sie mir einen guten Rat geben?? Herzlichen Dank.
I.W.

Lieber I.W., bei der Beichte geht es nicht nur darum, schwere Schuld loszuwerden. Es geht darum, den Weg zu Gott immer bewusster zu gehen. Im Schuldbekenntnis beten wir: "... dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken...". Beten Sie regelmäßig? Stellen Sie Gott an die erste Stelle? Womit beschäftigen sich Ihre Gedanken? Was hätten Sie Gutes tun können?... Nehmen Sie sich einmal die Zeit und setzen Sie sich in eine Kirche vor den Tabernakel. Sagen Sie Gott alles, was Sie auf dem Herzen haben und bitten Sie ihn, er möge Ihr Gewissen erleuchten. Gehen Sie im Geiste alle Gebote durch und bleiben Sie dann im stillen Gebet, bis Ihnen etwas bewusst wird. Ich bin überzeugt, Gott zeigt Ihnen auf, was Sie beichten sollten. Wenn es nicht klappt, dann schreiben Sie nochmals.

Liebes Hauskirche-Team,

vor einiger Zeit war ich seit Jahren wieder bei der Beichte (auf Anraten zweier Mitstudenten, die mich wieder zum tiefen Glauben zurückführten). Die Vorbereitung war ziemlich gründlich (Gewissensspiegel im Gotteslob, Rosenkranz vor der Beichte) und meines Wissens nach (mittlerweile fast)
alles aufgeschrieben, was sich in den letzten zwei Jahrzehnten angesammelt hat und mit in den Beichtstuhl genommen. Es waren einige wirklich üble Dinge darunter (wüst gegenüber meiner Mutter - die dieses Jahr an Krebs erkrankte - , Pornografie, gewaltätige Zwangsgedanken, spielen brutaler PC-Spiele, Selbstbefriedigung, illegales Herunterladen von Software, tiefer Hass gegen meine ehemaligen Vorgesetzten, Menschen die mich verletzt haben Böses gewünscht, absichtlich nicht in die Messe, Hang zum Buddhismus, tiefes Misstrauen gegenüber anderen Menschen, Mobbing, Eifersucht, Neid, mehrmaliges Lügen, Hochmut bezgl. meiner schulischen Leistungen).
Als nun diese Beichte vorrüber war fühlte ich mich wie erleichtert und hatte das Gefühl, als wäre ein ganzes Gebirge von Schmutz von mir abgefallen... es war einfach großartig und mein Glaube erhielt eine neue Tiefe. Ich fühlte erstmals wieder eine tiefe Reue gegenüber dem Herrn und diese Reue floß im wahrsten Sinne des Wortes heraus. In den nächsten Tagen hab ich meine Spiele, Filme und anderes durchgeschaut und bereits vieles weggeworfen, wovon ich der Meinung war, dass dies eine Ursache für mein Verhalten und meine Sünden war (der Rest folgt noch). Seit diesem Tag nehme ich auch die Messe viel intensiver wahr.

Doch seit diesem Tag geschieht auch etwas anderes: Ich habe ständig panische Angst Details ausgelassen zu haben, die eventuell wichtig gewesen wären (besonders was Pornografie (Kategorie), betrifft gibt es Details, die mir im Nachhinein einfielen), im Hader mit der Kirche wegen der Beichte (besonders wegen der Scham) habe ständig Zwangsgedanken (sexueller und gewaltätiger Natur), vor denen ich manchmal selbst erschrecke, fange an mir Sachen einzureden, die ich möglicherweise nie getan habe, dass ich Sünden nicht gebeichtet habe, die ich eigentlich schon gebeichtet habe und dass ich mich eigentlich manchmal kaum noch traue irgendetwas zu sagen und zu tun aus Angst vor erneuter Sünde (eine erhöhte Sensibilität gegenüber der Sünde ist gut, doch ich habe Angst, dass dies bei mir schon zu extrem ist). Selbst jetzt fallen mir wieder tausend Sachen ein, die ich in der Vergangenheit getan hab und eventuell schon gebeichtet habe.

Nun hat mir einer meiner Mitstudenten gesagt, dass dies Angriffe, Einflüsterungen und Anklagen des Widersachers seien, da er merke ich sei auf einem guten Weg und er wolle mich wieder davon abbringen. Und da ich - so abstrus das jetzt vielleicht klingen mag, ob meiner Verfehlungen in der Vergangenheit - wieder das Priesteramt (vielleicht sogar das Ordensleben) ins Auge gefasst hab, kam mir das sogar ganz plausibel vor.

Ich war sogar schon kurz davor mich an einen Exorzisten zu wenden, da mir alles - so komisch es klingt - wie Angriffe vorkam, die von mal zu mal (und mit jeder verpassten Kommunion, aufgrund des Zustandes der Todsünde) schlimmer werden. Es ist ein Teufelskreis.

(tut mir Leid, wenn Sie die nachricht ein zweites Mal bekommen, da ich mir nicht sicher war ob sie auch wirklich ankam)

Lieber Andreas,

Kopf hoch, was gebeichtet ist, ist verziehen. Punkt!!!
Und wenn Man sagt: Ich habe Pornographie gesehen, dann ist nur wichtig zu sagen einmal oder öfter... Details sind für den Beichtenden und den Priester schlecht. Wichtig ist der Vorsatz, damit aufzuhören.
Es ist wirklic der Ankäger von Anfang an, der uns verwirren möchte.
Sie beten ja schon den Rosenkranz - nur weiter! Nicht aufgeben - und nicht in der Vergangenheit herumwühlen.
Preisen Sie Gott für die Gnade der Bekehrung!!!
Was hätte Paulus gemacht, wenn er immer an Stephanus gedacht hätte, mit dessen Tod er einverstanden war.
Aber wenn Sie einen guten Priester kennen, dann bitten Sie ihn um einen besonderen Segen und ev. auch um ein gebet der Befreiung (nicht Exorzismus), damit es ihnen besser geht.

Ich habe vor über 10 Jahren meinen Mann für sehr kurze Zeit betrogen (ich war sehr jung) (wir sind beide katholisch und haben kirchlich geheiratet) - da wir sehr große familiäre Probleme hatten und 3 x mal kurz vor der Trennung standen. Ich habe mir damals nichts böses gedacht - da mein Mann mich damals psychisch am Nerven-Rande gebracht u. ich absolut keine Zukunft d. Ehe gesehen habe. Dieser Fehltritt kam gottseidank auch nie ans Tageslicht. Unsere Ehe ist inzwischen sehr sehr stark und innig geworden. Ich habe meinen Fehler aufrichtig bereut und auch in der Kirche beim Pfarrer Buße getan. Ich bin eigentlich ein Herzensguter Mensch kann immer nur gutes für andere tun und habe jeden verziehen der mir in der Zeit böses zugerichtet hat (vorallem seine Familienangehörige). Meine Frage ist nun - denn ich liebe meinen Mann aus ganzem Herzen - und würde so etwas nie wieder tun - ist die Sünde wirklich komplett weg - d.h. wird mein Mann auch nach d. Tod nichts mehr davon erfahren? Kann ich d. Fehltritt komplett vergessen?

Liebe L.,

gebeichtete und bereute Sünden sind aus dem Gedächtnis Gottes gestrichen!!! Sie müssen das auch nur selbst glauben. Danken Sie Gott für die Umkehr und ihren Mann und lassen Sie sich nicht beunruhigen - die Unruhe kommt nicht von Gott!

Hallo liebes Hauskirche Team!

Ich lese schon seit einiger Zeit Ihre Seite und bin begeistert.Ich habe nun eine Frage zur Beichte.
Sie haben öfters schon empfohlen alle 4-6 Wochen zur Beichte zu gehen.
Wenn man dann zum Beispiel beichtet, dass man über jemand anderen gelästert hat oder die Tagesgebete nicht gemacht hat oder bereut die Pille genommen zu haben, ist dann der Prister genervt?
Sind das keine Sünden? Wo kann man lernen/lesen was Sünden sind?
Danke für Ihre Mühe. Gott segne Sie.

Liebe xy, wenn der Priester genervt wäre, dann wäre das seine Sache. Wenn man die Befürchtung hat, dann ist das vielleicht ein Anstoss, vor der Beichte für den Priester zu beten! (Das wäre ja immer gut) Das sind sehr wohl Sünden, die Sie erwähnt haben. Natürlich sind sie nicht gleich schwerwiegend. Es gibt viele Beichtspiegel - auch im Internet. Aber man muss prüfen ob dieser "Beichtspiegel" möglicherweise zu eng oder zu großzügig ist. Beides wäre schlecht. Ein Beichtspiegel: http://www.pfarreneusimmering.at/uploads/PDdownloads/beichtspiegel.pdf ... ist eher etwas "genauer". Bei der Sexualität ist der Passus: "Mache ich von der Ehe nur an jenen Tagen Gebrauch, an denen eine Empfängnis ausgeschlossen ist?" meiner Meinung nach etwas zu scharf formuliert. Natürliche Empfängnisregelung ist ja in Ordnung - solange es bei der Regelung bleibt und nicht eine totale Verhinderung betrieben wird. Ich habe aber nicht alle Punkte durchgelesen. Durch die Ausführlichkeit wird aber sicher das Gewissen eher gebildet. Hier ist ein "bisschen zu viel" besser als "ein zuwenig". Ein Beichtspiegel nach dem Motto: "Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel..." ist sicher vom Teufel!

Seit ich am Wochenende nur knapp vor einem schweren Autounfall mit wahrscheinlich tödlichem Ausgang verschont geblieben bin, spühre ich ein tiefes Bedürfnis zu beichten. Leider fällt mir genug ein, das ich beichten könnte/sollte :-(
Allerdings frage ich mich, ob so eine Beichte ehrlich wäre, schliesslich wäre das Motiv für die Beichte nicht in erster Linie, dass ich Gottes Liebe verletzt habe, sondern die Todesangst, das Bewusstsein, dass das Leben trotz meiner jungen Jahre und Gesundheit in jedem Moment vorbei sein könnte? Was raten Sie mir? Soll ich warten, bis ich Liebesreue spühre? Soll ich es sein lassen (Beichten ist ja nicht besonders angenehm)? Soll ich trotzdem gehen, auch wenn das Motiv Todesangst ist? Wäre das dann trotzdem eine gültige Beichte?

Liebe xy, zuerst bin ich sehr froh, dass nichts passiert ist. Da sollte man seinem Schutzengel danken! Es zeigt eine solche Situation, dass man jederzeit vor Gott stehen kann. Man sollte daher so leben, dass man dann nicht in Panik gerät. Wenn man an die Beichte denkt, dann ist das eine Gnade. Zu einer gültigen Beichte ist erforderlich: o Reue – ich muss meine Fehler aufrichtig bereuen. o Bekenntnis – es kann nur jene Schuld vergeben werden, die ich bekenne. o Vorsatz – das ist der feste Wille, sich zu bessern. Liebesreue wäre schön - aber die einfache Reue genügt. D.h. es muss mir leid tun, dass ich Gottes Gebote übertreten habe, das macht nichts, dass der Auslöser Todesangst ist. Ich würde so und so beichten gehen. Die Kirche verlangt einmal/ Jahr. zur gü

Guten Abend,
der Geschlechtsakt vor der ehe ist ja Sünde und es darf nicht mehr kommuniziert werden. Aber wie lange nicht? Bis die Sünde in einer aufrichtigen Beichte bereut wurde? Oder kommt Sex vor der Ehe einer Exkommunikation gleich?

Auf eine baldige Antwort freue ich mich. Danke an alle die diese Seite im Namen Gottes gestalten und Hilfe schenken!

Lieber xy, zunächst einmal zur Exkommunikation: Jeder, der schwer sündigt schließt sich selbst vom Empfang der Sakramente aus - solange, bis er gültig gebeichtet hat. Er "exkommuniziet" sich daher selber. Nach der Beichte ist alles wie weggewischt, wie nie gewesen - durch die Barmherzigkeit Gottes.

Hallo
ich hätte demnächst Gelegenheit zur Beichte, allerdings fällt es mir im Moment schwer zu unterscheiden, ob es eine schwere Sünde war, die ich beichten muss. Ich war unkeusch (SelbstB), habe mir aber davor immer iwas eingeredet, warum ich es machen dürfte ("Gewohnheit" und anderes). Danach hatte ich aber immer große Schuldgefühle. Inzwischen habe ich mich auch gebessert, aber irgendwann... Mir wäre es lieber ich müsste es nicht sagen,da ich den Priester des Öfteren sehe und auch Dinge außerhalb des Religiösen mit ihm zu Besprechen habe. Wenn ich es sagen müsste, würde es reichen zu sagen, dass ich unkeusch im schweren Sinn war?

Lieber xy, bei der Beichte soll man die Sünden benennen - auch wenn es einem peinlich ist. Vielleicht kann man zu einem Priester gehen, den man nicht kennt. Außerdem, was soll es - aich habe gesündigt (SB) - das sage ich vor Gott. Und der Priester hört so viele Sünden. Der fällt wegen meiner Sünde nicht in Ohnmacht. Vielleicht gibt ihm der Geist Gottes für mich die richtigen Worte. Haben Sie keine Scheu. Und der Priester muss das Beichtgeheimnis wahren.

hallo liebe hauskirche
ich habe absichtlich schwere sünden getan (pornofilme)und ich habe angst weil ich jetzt keine schmerzhafte reue fühle ich will diese sünde zwar nicht mehr tuhen und meide sie aber ich fühle keinen schmerz in mir deshalb frage ich mich ob ich jetz unbußfertig bin weil ich soviel gesündigt habe in dem bereich der unkeuschheit und deshalb habe ich angst wenn ich beichte das es mir nichts nützt weil ich ja den schmerz nicht fühle ich weiß zwar das es falsch war und das ich es nicht mehr machen will aber der schmerz der reue ist nicht da was soll ich tuhen? kann man trotzdem gottes vergebung bekommen wenn man die sünde meidet und sie nicht machen will und alles wahr beichtet aber man keine schmerzhafte reue fühlt? danke im vorraus

Lieber xy, Reue muss nichts mit Schmerz zu tun haben. Die Reue ist echt, wenn ich meine Verfehlung einsehe und den festen Vorsatz habe, die Sünde zu meiden. Nachdem beides bei Ihnen zutrifft, sind sie nach der Beichte vollkommen gerechtfertigt! Wenn jemand zwei Schachteln Zigaretten am Tag raucht, dann schmecken ihm die Zigaretten. Es kann ihn nachher nicht schmerzen, dass sie ihm geschmeckt haben. Aber er weiß, es war eine Sünde war. Und deshalb bereut er das übertriebene rauchen und fasst den Vorsatz, die Menge zu halbieren oder möglichst aufzuhören. Haben Sie verstanden? Gehen Sie daher bei nächster Gelegenheit beichten! Der Priester wird Sie im Namen Jesu von Ihren Sünden lossprechen - sicher!

Sehr geehrtes Hauskirche-Team,
ich geh seit einiger zeit, alle paar wochen beichten. ich hatte öfters gebeichtet, das ich mir unter anderem pornographische filme angeschaut habe. ich dachte das reicht und wenn ich mehr sagen müsste würde mein beichtvater eventuell nachfragen, da ich auch nicht im beichtstuhl, sondern im beichtzimmer bei einem gespräch gebeichtet habe. ich hatte mich im katechismus informiert, welche sünden gegen die keuschheit es gibt und dies dann so gebeichtet: "ich habe mich x mal selbstbefriedigt, pornografische filme, texte und fotos angesehen, war x mal bei prostituierten,...!"nun habe ich bedenken, dass ich vielleicht hätte angeben müssen was für pornografische filme das waren (kategorie,schlagworte). Es gibt ja da verschiedenes. Ich hoffe meine ganzen Beichten sind jetzt nicht ungültig ?? Falls ich das jetzt wieder tue, muss ich das jetzt für die Zukunft sagen, oder reicht es wenn ich sage, dass ich pornografische Filme geschaut habe??

Schon im Voraus herzichen Dank!!!

Liebe H,
nein, Ihre Beichte ist gültig. Ich hoffe, Sie hatten auch den Vorsatz, nicht mehr zu sündigen. Dieser Vorsatz ist wichtiger las Details der Sünde zu nennen. Wenn Sie nur gebeichtet hätten: "ich war unkeusch!" - dann wäre das zu wenig.
Wichtig ist, dass Sie durch die Beichte wieder innig mit Jesus verbunden werden und versuchen, in dieser Verbundenheit zu leben und der Versuchung zu widerstehen.

Hallo. ich hab mal eine frage, und zwar wenn man vor der 1.Kommunion nicht zu Beichte geht, ohne davon etwas zu wissen das man hingehen musste, wäre das schlimm?

Liebe Rania, es wäre sicher nicht ideal. Gott aber schaut auf das Herz - und wenn deinen niemand aufgeklärt hat, dann gilt das Herz! Aber das kann man ja nachholen - und auch erwähnen, dass man ohne Beichte bei der ersten Kommunion war.

Ich und mein Mann wir sind Katolisch. Mein Mann war geschieden als wir uns kennengelernt haben, in die Ehe hat er 2 Kinder mitgebracht. Wir sind jetzt Standesamtlich getraut und haben ein Kind bekommen. Kann ich zur Beichte gehen und zur Kommunion, oder bekomme ich keine Absolution?

Lieber xy, solange die erste Ehe nicht annulliert ist, können Sie nicht zur Kommunion gehen. Es gibt zwei Möglichkeiten, bei denen Sie zur Kommunion gehen dürfen: 1. Die Annullierung der ersten Ehe. 2. Eine Josefsehe. Vielleicht interessiert Sie eine Gruppe, die dieses Problem gut kennt: http://www.hauskirche.at/geschieden/index.HTM Unter diesem Link finden Sie viele Ansprechpartner.

Ist es schlimm wenn ich einer Freundin etwas gestohlen hab ? Ich war sehr sauer auf sie und sie war auch immer sehr falsch gegenüber mir, sie hat immer schlecht von mir geredet und wir waren 2 Jahre lang zusammen in einer Klasse und hat mir das Leben zur Hölle gemacht. Immer hab ich von den anderen aus der Klasse gehört was sie hinter meinem Rücken geredet hat und die meisten Jungs hat sie mir sogar weggeschnappt. Ich weiß echt nicht wie ich auf die Idee kam ihr irgendeine Hose zu stehlen, ich wollte ihr einfach etwas wegnehmen was ihr wichtig war und sie hat diese Hose geliebt ? ich fühl mich sehr schuldig und ich gehe auch regelmäßig in die Kirche und zu Beichten an Weihnachten und Ostern...aber dann denke ich mir irgendwie hat sie es ja auch verdient :-S ich weiß nicht weiter, und ich kann es ihr nicht sagen weil dann wird sie mich vor der ganzen klasse bloßstellen und ich werde als "Dieb" bekannt sein.

Liebe Anaa, auch wenn die "Rache" menschlich verständlich ist, so ist sie nicht gerechtfertigt. Es ist schon eine Sünde, die gebeichtet werden muss. Es ist aber nicht notwendig, ihr die Hose persönlich zu übergeben. Hast Du einen Lehrer, dem Du vertraust. Erzähl ihm die Sache und bitte ihn, die Hose Deiner Freundin zu übergeben - ohne Dich zu nennen! Wenn nicht - vielleicht gibt es eine Möglichkeit, ihr die Hose unbemerkt ins Fach zu schieben. Es wird Dir schon was einfallen. Und dann - vergib ihr ihre Bosheit und denk was Gutes über sie.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einen großen Fehler begangen. Ich habe die Pille danach eingenommen, war mir allerdings nicht der Ansicht der katholischen Kirche darüber bewusst. Ich habe mich nun intensiv damit beschäftigt und mir wurde - leider erst jetzt - einiges bewusst. Ich möchte diese Tat beichten, da ich sie nun - nachdem mir einges klar geworden ist - zutiefst bereue.

Ich habe nun im Internet gelesen, dass man automatisch exkommuniziert wird, wenn man die Pille danach nimmt. Ist das richtig? Wenn ja, könnte eine Exkommunikation rückgängig gemacht werden und wenn ja, wie viel Zeit müsste dazwischen vergehen? Ich habe nun große Angst davor, zur Beichte zu gehen...

Ich bin verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Bitte helfen Sie mir!!

Liebe xy, jede schwere Sünde schließt vom Empfang der Kommunion aus. Wenn man jedoch bereut, beichtet und vom Priester die Lossprechung erhält, dann kann man sofort wieder zur hl. Kommunion gehen! Ach, gehen Sie noch heute zur Beichte! Verzweifeln müssten Sie, wenn Sie nicht bereuen würden. Aber Sie haben bereut und wollen Ihr Unrecht beichten. Seien Sie sicher, dass Sie Jesus im Beichstuhl schon lange erwartet. Gehen Sie zu einem guten Beichtvater. Sagen Sie das, was Sie geschrieben haben - und ein Stein wird Ihnen vom Herzen fallen! Denken Sie daran, Sie gehen zum barmherzigen Vater, der Sie schon mit offenen Armen erwartet!

Hallo!

Ich werde demnächst beichten gehen und habe eine Frage dazu. Mir ist es in der letzten Zeit immer wieder passiert, dass ich nach dem Aufwachen an Sex denke. Ich bin zwar verheiratet, aber dabei denke ich aber immer an Sex mit fremden Männern. Mir ist das total zuwider und peinlich. Außerdem geht es mir nicht ein, wieso mein Kopf das tut.
Wie genau soll muss ich das bei der Beichte sagen? Danke für Ihre Hilfe und Gottes Segen.

Lieber xy, wenn soche Gedanken kommen und Sie sich nicht weiter damit beschäftigen, dann ist das nur eine Versuchung und keine Sünde. In diesem Fall würde ich sofort ein Avemaria beten und Gott für meinen Mann danken. Vielleicht haben Sie Filme gesehen, die Sie auf diese Weise verfolgen. Dann bitten Sie Gott, dass er Ihnen diese Bilder nimmt. Wenn Sie die Gedanken weiterspinnen, dann wird es Sünde. Vielleicht aber haben Sie bestimmte geheime Wünsche an Ihren Mann. Die sollten Sie ihm in großer Liebe sagen. Bei der Beichte sagen Sie das, was Sie geschrieben haben. Wie ich eingangs geschrieben habe, ist das vielleicht nicht einmal eine Sünde. Bitten Sie den Priester, er möge dafür beten, dass Gott Sie vor solchen Belästigungen schützt.

muss man vor der Kommunion zur beichte gehen?

Lieber Joh, nur wenn man "unwürdig" ist, sich also einer schweren Sünde bewusst ist.

kennt jemand in linz einen guten beichtvater bei dem man sich aussprechen kann und gute ratschläge geben kann?.man wird immer so schnell abgefertigt.

Lieber Roland, in Linz geht man am besten in den Karmel. Dort gibt es genaue Beichtzeiten, die man auch über das Internet erfragen kann - derzeit ein provisorischer Link: http://www.karmel.at/linz/ Da kann man alle Beichtväter "durchtesten" und dann bei jenem bleiben, der einem am meisten hilft. Übrigens gibt es eine gute Beichthilfe aus Niederösterreich: Sie finden diese über unsere Homepage-Startseite: http://www.hauskirche.at

Bin mir nicht sicher ob das eben geklappt hab deswegen nochmal :-)

Ich habe ihnen ja vor ein paar Tagen zum Thema Beichte geschrieben.
Also ich muss gestehen ich war heute wieder zur (mittlerweile 5ten!!)Generalbeichte.
Doch mir ist aufgefallen dass ich bei meiner Beichte, doch einige Details u. Umstände weggelassen habe die den Umfang der Schuld bei zwei Sünden noch etwas weiter erfassen aber im Vorfeld erschien mir das als ausreichend (vlt auch unbewusst aus Scham). Wirklich bewusst war mir das aber erst hinterher, denn als der Priester seine Absolution gesprochen hat, war für mich alles in Ordnung mit meiner Beichte(im Gegensatz zum letzten Mal). Habe mich auch über eine wenigstens etwas anspruchsvollere Buße gefreut die mir auferlegt wurde (Novene zur göttl. Barmherzigkeit beten). Sprich: Ich hab mich gut gefühlt, diesmal hat alles geklappt, ich hab auch den Priester unterbrochen als er mit mir am reden war (hab ihn vorher vorgewarnt dass dies womöglich passieren wird) wenn mir noch Sünden in den Sinn kamen . Doch später kamen wieder die Zweifel,wie ich es halt oben beschrieben habe. Wie dem auch sei, ist es in Ordnung wenn ich am Sonntag zur Kommunion gehe? Oder soll ich die Generalbeichte erneut ablegen, erneut ausführlicher? Oder es dabei beruhen lassen oder vlt diese Punkte einfach bei meiner nächsten Beichte einfach ansprechen ? Ich hab halt auch Angst dass ich hier gerade in einen Teufelskreis gerate, dass mir nach jeder wiederholten Generalbeichte hinterher ein Fehler, oder sonst etwas auffällt, der mir keine Ruhe lässt. Seit ich das Bußsakrament kennengelernt habe, empfinde ich keine Ruhe mehr, was ja eigentlich das Gegenteil von dem ist was es bezwecken soll :-(

Ich wünsche Ihnen allen Gottes Segen.

Lieber Jan, wenn man auf dem Weg des Glaubens ist, dann will der Teufel oft durch Übertreibungen oder Misstrauen Punkten. Wenn Sie eine Beichte nach besten Gewissen ablegen wollen, dann ist sie voll gültig - Sie werden ja nicht einen Mord unter den Tisch fallen lassen. Und all das, was man in einer Generalbeichte bekannt hat, soll man nie mehr wiederholen - es ist verziehen - Gott "hat es vergessen". Oft tun wir uns da selbst schwer, dies zu glauben. Ein Rat, gehen Sie regelmäßig beichten - monatlich oder alle 14 Tage. Und beichten Sie nur mehr die Sünden, die in dieser Zeit waren. Dann können Sie sich auch leichter konzentrieren. UND preisen Sie Gott, dass er ALLES verziehen hat - ALLES!!!

hallo !
Ich war in den letzten Woche 3mal zur Beichte (nach der ersten hatte ich Ihnen geschrieben), das letzte mal heute. Beim ersten mal, hab ich einfach zu allgemein gebeichtet, die Dinge nicht wirklich beim Namen genannt. Beim zweiten mal, wissentlich etwas weggelassen.
Gestern war ich wieder beichten, habe auch von den anderen 2 missglückten Versuchen erzählt und dann drauf los gebeichtet, habe wirklich alle schlimmen Dinge gebeichtet aber eine schwere Sünde hab ich in einem falschen Zusammenhang genannt. Da ich auch das wieder nicht sitzen lassen konnte bin ich heute wieder zur Beichte. Hab dem Priester alles erzaehlt, auch vom gestrigen Versuch. Er meinte nach dem vollständigen Bekenntnis, das meine gestrige Beichte gültig war, aber er hat mir erneut die Absolution erteilt. Aber jetzt kommts wieder...Ich habe aufrichtig bekannt, und alles was ich mir aufgeschrieben hab genannt, auch so gut ich es weis richtig dargestellt. Jetzt ist mir nach dem Bekenntnis, während der Priester mit mir spricht eingefallen, dass ich etwas vergessen habe. Ich habe Trunkenheit am Steuer gebeichtet (furchtbar, ich weis) aber vergessen auch zu erwähnen dass ich es oft unterlassen habe Bekannte/Freunde etc vom Fahren am fahren zu hindern wenn sie getrunken hatten. Aber ich wollte den Priester nicht unterbrechen da er mir gerade Ratschläge und Weisungen am geben war, er hat mir dann die Absolution erteilt und naja, vlt hätte ich ihn doch unterbrechen sollen und es noch erwähnen ? Ist nun auch diese Beichte ungültig ?

Lieber Jan!
Keine Sorge - alles ist ok!!!
Wenn man wirklich gut beichten will, sich auch entsprechend vorbereitet hat und wissentlich nichts unter den Tisch fallen lässt, dann ist alles in Ordnung.
Freilich ist das Bekenntnis wichtig, aber noch wichtiger ist dabei das Herz! Gott sieht das Herz.
Was die Freunde betrifft, ist es sowieso schwierig, wenn man nicht genau weiß, was jemand getrunken hat. Man kann ja auch nicht "Polzist" spielen. Da ist das eigene Beispiel wichtig. Ich trinke nichts, weil ich noch mit dem Auto fahre oder ich trinke höchstens ein kleines Bier.
Freuen Sie sich einmal, dass Gott Ihnen alles vergeben hat. Vielleicht ist es gut, wenn Sie sich einen bestimmten Beichtpriester aussuchen. Der kennt Sie schon und kann Sie dann leicht führen.
Aber seien Sie sicher, nach dem, was Sie geschildet haben ist die letzte Beichte sicher gültig, ganz sicher - sie haben ein reines Herz. Freuen Sie sich und beten Sie regelmäßig, dann führt Sie Gott einen ganz wunderbaren Weg!

Hallo,ich trete mit einem sehr großen Anliegen an Sie heran: und zwar bin ich seit meiner Erstkommunion nicht mehr bei der Beichte gewesen.Nunmehr bin ich 34 Jahre alt und habe ich einige kleinere Sünden begangen und eine schwerwiegende,deswegen traue ich mich auch nicht so richtig zur Beichte hinzugehen,da ich nicht weiss was mich dann dort erwartet.Als ich noch sehr jung war hatte ich eine Beziehung mit einem verheirateten Mann,kurz darauf wurde ich schwanger.Da er das Kind nicht wollte,hat er mich dazu überedet es abtreiben zu lassen.Ich weiss, dass ich einen sehr großen Fehler in meinem Leben gemacht habe und bereue diesen natürlich von tiefstem Herzen.Deswegen fällt es mir jetzt sehr schwer in die Kirche zu gehen und dies zu beichten.Mich würde nunmehr interessieren,wie ich das dem Priester beichten soll und ob ich von dieser Sünde erlöst werden kann.Ich danke vielmals für eine baldige Antwort!Liebe Grüsse,Lydia

Liebe Lydia, wissen Sie, dass Gott Ihnen nachläuft und schon lange im Beichtstuhl auf Sie wartet? Sie wissen, dass das alles falsch war und Sie bereuen es von Herzen. So wie Sie es mir erzählt haben, so bringen Sie es in die Beichte. Beten Sie vorher, dass Sie einen guten Beichtpriester finden. Denken Sie daran, Sie beichten vor Gott - der Priester vertritt Jesus im Beichtstuhl. Nur Mut - gehen Sie, sobald, als möglich - Sie werden - wenn es richtig läuft, Flügel der Freude bekommen.

Guten Tag,

hab mich heute überwinden können zur Beichte zu gehen nach über 14 Jahren. Leider habe ich bei der Lossprechung das Kreuzzeichen vergessen. Der Priester hat zwar nichts dazu gesagt aber ich habe Bedenken dass dabei die Absolution vlt minder "gültig" ist ? Oder bin ich dabei vlt zu kleinlich ?

Liebe Grüße

Lieber Jan, ach - der liebe Gott HAT Ihnen durch den Priester vergeben - mit Sicherheit!!! Machen Sie in Demut das Kreuzzeichen zu Hause und dnaken Sie Ihrem Gott für die Lossprechung ... und nehmen Sie sich vor, regelmäßig zur Beichte zu gehen. Schön wäre es, monatlich, da kann man viele Gnaden durch die Herz-Jesu-Freitage und Herz-Mariä-Samstage erhalten. Suchen Sie im Internet, da werden Sie sicher einiges finden.

Wie kann ich mich richtig auf eine Beichte vorbereiten. Es ist schon jahrelang her das ich das letzte mal zur Beichte war.Ich bin seit 11 Tagen in richtiger NOT und wollte mir Gestern das Leben nehmen. Ich hatte aber zuviel Angst und nahm Schlaftabletten. Als ich wieder wach wurde wußte ich nicht welcher Tag ist Heute mir ging es richtig schlecht. Aus diesem Grnde bitte ich Sie mir schnell zu antworten.

Liebe Elisabeth, schreibe leider erst heute - war viel auf Reisen! Bitte machen Sie keinen Kurzschluss!!! Laufen Sie in den nächsten Beichtstuhl - dann ist die Schuld weg!!! Bitte tun Sie das - Gott wartet auf Sie!!! Ich bete jetzt für Sie, dass dieses Email rechtzeitig bei Ihnen ankommt. Seien Sie verischert - Gott liebt Sie - und er kann alles zum Guten lenken. Sie müssen sich nicht besonders vorbereiten - sagen Sie alles, wie es Ihnen kommt - ganz ehrlich - denken Sie, sie sprechen direkt mit Jesus!

Bitte wo kann meine Hagiopatientin (ca. 30J.) in Linz einen guten, geduldigen, liebevollen Beichtvater finden?

Liebe Margit, ich würde sie zu den Karmeliten, Landstraße verweisen. Sie müsste vielleicht die einzelnen Priester "ausprobieren", wer ihr am meisten zusagt. Es sind abwechselnd mindestens vier Priester im Beichtstuhl. Auf der Homepage sehen Sie wann und wer gerade im Beichtstuhl sitzt.

Ich bin vorhin gerade auf diese Seite gestoßen und habe mit einigem Interesse mir einige der Beiträge hier durch gelesen. Da mir schon lange eine Frage auf der Seele brennt, habe ich mich kurzerhand entschlossen, sie einfach hier mal zu stellen.

Da ich im kath. Glauben erzogen worden bin und diesen auch heute, im Alter von 30 Jahren immer noch mit Freude lebe. Auch bin ich in diesem Alter immer noch Ministrant und übe immer noch mit großer Freude den Dienst am Altar aus.

Nun ist es so, dass ich schon ganz gut weiß, was Sünde ist und was nicht, nur einem Punkt suche ich schon lange eine Antwort. Wenn man im 6. Gebot gesündigt hat, hier vor allem darauf bezogen, wenn man es alleine getan hat, wie schwer ist diese Sünde? Und vor allem möchte ich wissen, darf man danach trotzdem zur Kommunion gehen? Ich muss dazu sagen, wenn es passiert, habe ich es bis jetzt so gehalten, dass ich danach Gott um Vergebung gebeten habe und in der hl. Messe kommuniziert habe, aber irgendwie hatte ich immer ein bisschen Angst, ich könnte unwürdig kommunizieren. Selbstverständlich gehe ich jeden Monat zur Beichte und beichte gerade das im 6. Gebot geschehene sehr aufrichtig.
Wie SCHLIMM ist es, wenn es einmal passiert und ist es wirklich SO schlimm? Bei mir ist es so, wenn es passiert ist, habe ich mich immer wie ein Schwerverbrecher gefühlt und hatte das Gefühl, Gott ist jetzt ganz böse mit mir, weil es wieder passiert ist.
Auch hab ich es immer so gesehen, dass der außereheliche Geschlechtsverkehr schwerer wiegt, als wenn man alleine einmal schwach geworden ist – wie sehen Sie das?

Vielen Dank für Ihre Antworten

Liebe Frau S.
bei jedem Verstoß gegen die Gebote Gottes ist der Grad der Schwere der Sünde von vielen Umständen abhängig. Gerade im 6. Gebot kommen einerseits die Versuchung und der Trieb zur Geltung, andererseits ist dies eine Sünde nicht nur gegen Gott, sondern auch gegen den eigenen Leib. Deshalb dieses Gefühl der Unwürdigkeit ...
Man soll nicht direkt die "Sünde" bekämpfen, sondern die äußeren Umstände zu ändern versuchen.
Natürlich ist ein Ehebruch viel schwerwiegender als eine Masturbation oder Selbstbefriedigung.
Ich würde nach einem "Unfall" immer zuerst beichten gehen. Das ist so "zermürbend", dass es meist hilft, den "Stachel" mit der Zeit zu verlieren.
Es ist wichtig, immer zum barmherzigen Herrn zu kommen - immer!

Guten Tag!
Ich habe eine Frage zur Beichte, genauergesagt zur Wirkung der Beichte: Endlich habe ich mich getraut, etwas zu beichten, dass mir seit zwanzig Jahren im Herzen brannte. Am naechsten Morgen bemerkte ich, dass meine starken Rueckenchmerzen, die mich schon lange quaelten, komplett verschwunden sind, sogar beim Heben schwerer Gegenstaende. Natuerlich freue ich mich darueber, aber es ist mir doch etwas "unheimlich" (bitte nicht falsch verstehen): Gibt es so was wie einen psychosomatischen Zusammenhang? Ist die Heilung der Rueckenschmerzen so etwas wie ein Geschenk Gottes? Ich kenn mich nicht aus - wuensche mir nur, ich haette nicht zwanzig Jahre gewartet, sondern sofort Gebrauch von Gottes Geschenk, der Beichte, gemacht!

Liebe xy, ich danke Gott für diese Gnade! Auch wenn die Schmerzen wieder kommen sollten - ich glaube Gott hat ihnen ein Zeichen geschenkt um Ihnen zu sagen: "Du hast gut getan mit der Beichte!" Socher Erfahrungen sind gar nicht so selten - vor allem schenkt Gott oft überraschende Linderung oder Heilung nach dem Empfang des Krankensakramentes. Seien sie dankbar - auch wenn irgendwann die Schmerzen wieder kommen sollten. Seien Sie dankbar für "Jetzt". Gott segne Sie!

Hallo,
im September steht meine Hochzeit an und ich möchte sehr gerne vor dieser beichten gehen, da ich ohne diese Beichte mich nicht rein genug für die Ehe fühle. Ich habe zwar keine Todsünden begangen, aber mich gegen mich und Gott versündigt und erst vor etwa 1,5 Jahren meine Weg mit Gott wieder gefunden. Daher ist es mir ein persönliches Anliegen meine Fehltaten gegenüber Gott zu bereuen. Mir ist es auch schon seid mehreren Monaten ein persönliches Anliegen mit Gott vollends in Reine zu kommen. Ich habe durch verschiede Tätigkeiten in der Gemeinde auch schon versucht, etwas wieder gut zumachen, aber eine Beichte ersetzt dies nach meinem Glaubsverständniss nicht. Nun zu meinem Problem. Grundlage für mein Abkommen von Weg Gottes waren meherere Schicksalsschläge, nach denen ich mich auf die eine oder andere Art Gott oder mir persönlich gegenüber versündigt habe. Eine dieser Erfahrungen steht im Zusammenhang mit einem sexuellen Übergriff von meinem Expartner. Ich habe diese Geschichte zwar für mich verarbeitet und abgeschlossen, allerdings vermeide ich es alleine einen kleinen oder größeren Raum mit einem Mann zu teilen. Da die Beichte aber nun mal ein Zweiergespräch ist, stehe ich vor einem Problem. Ein Beichtstuhl ist mir wegen der Nähe noch unangenehmer. Beichten würde ich daher nur bei einem Pastor, zu dem ich ein gewisses Vertrauensverhältniss habe, aber ich weiß trotzdem nicht , ob ich diese durchstehen kann. Nun ist der einzige Pastor dem ich in gewisserweiße Vertraue unser Gemeindepastor, mit dem ich aber in verschiedenen Projekten Zusammenarbeite, ihm kann ich doch nicht beichten das ich auf Wut auf Gott z.B. meine Bibel bei Ebay verkauft habe oder oder oder. Was soll er nur von mir denken wenn ich die Beichte abbreche, weil ich Panik bekomme? Außerdem ist unser Pastor ein sehr mitfühlender Mensch und ich will in daher nicht noch mit meinen Sünden und Schicksalen belasten. Außerdem habe ich Angst, dass er die Beichte ablehnt, weil ich zu seiner Gemeinde gehöre:-( Was soll ich tun? Oder Beichte möchte ich nicht heiraten.

Für eine Hilfestellung wäre ich dankbar.
Gruß
L.S.

Liebe Linda, wunderbar, dass Sie beichten wollen! Ich finde es auch klug, dass Sie sich überlegen, wo Sie hingehen können. Ich weiß natürlich nicht, wo Sie wohnen und welche Möglichkeiten es in Ihrer Nähe gibt. Bei uns in Linz geht man einfach in das Kloster der Karmeliten. Hören Sie sich einmal um, wo man so beichten geht. Zur Ehevorbereitung wären auch Exerzitien sehr zu empfehlen - da gibt es immer genug Beichtpriester. Je nachdem, wo Sie wohnen, wäre Kevelaer oder Altötting ein Tip. Beten Sie darüber - Gott wird Sie führen.

Nach langer Zeit war ich heute wieder beichten.
Danach spuerte ich ein Gluecksgefuehl, das schwer zu beschreiben ist: Ein Gefuehl des Friedens, der Freiheit und Leichtigkeit. Den ganzen Heimweg wollte ich am Liebsten wie ein Kind huepfen.
Meine Frage: Ist das normal?
Kommt diese Freude von Gott oder war das bloss, weil ich etwas mir unangenehmes hinter mich gebracht hatte und erleichtert war, dass es vorbei war?

Liebe(r) xy, das ist kein besonderes Phänomen, dies kommt oft vor. Gott schenkt diese Gnade. Man soll nie vergessen, was eine Beichte bedeutet - auch dann nicht, wenn die Beichte zur "Selbstverständlichkeit" wird und man nichts spürt.

Hallo,

ich habe eine Frage zur Beichte. Naja, Frage ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich hab Letztes Jahr im Herbst nach sehr länger Zeit mal wieder gebeichtet. Das war für mich sehr befreiend. Vor Weihnachten hab ich das ganze dann wiederholt. Nun habe ich ein Problem damit, wie oft ich beichten gehen soll. Ich würde gerne alle 4-6 Wochen gehen. Was meinen Sie, ist es angemessen, alle 4 Wochen beichten zu gehen, oder reicht auch alle viertel Jahre? Das nächste Problem für mich ist nämlich, dass es mir noch sehr schwer fällt, einfach zu den regulären Beichtzeiten zu gehen, die es in unserer Gemeinde gibt. Zu negativ ist für mich immer noch die Beichte besetzt. Aber ich kann doch nicht alle 4 Wochen einen separaten Termin mit dem Pfarrer machen. Das traue ich mich dann auch wieder nicht.

LG ClaudiaY6

Liebe Claudia, ja, monatlich beichten gehen ist optimal! Ich persönlich halte seit sehr vielen Jahren regelmäßig die "Herz-Jesu-Freitage" und "Herz-Maria-Samstage". Dazu ist auch jeweils die monatliche Beichte erforderlich. So habe ich zwei Fliegen auf einem Schlag. Gute Info: http://media2.kathtube.com/document/8813.pdf Ich würde empfehlen, zu den regulären Beichtzeiten zu gehen. Dadurch können auch andere angespornt werden, zu gehen. Und wer weiß, wenn Sie als Frau Privattermine ausmachen, was da gemunkelt werden könnte. Eine Alternative ist: Beichte in einer anderen Gemeinde, einem Wallfahrtsort... Übrigens gab es kurz vor Weihnachten im ORF2 eine Sendung zur Beichte, die ganz gut ausgefallen ist. http://www.kathtube.org/player.php?id=13307 Noch ein gesegnetes Neues Jahr Und die Fülle der Gnaden durch Ihre Beichte.

Hallo alle zusammen

Ich habe ein paar Fragen zum Thema beichten. Wann kann man beichten gehen??? Vor Ostern und Weihnachten oder auch mitten im Jahr??? Wie sagt man dem Pfarrer, dass man beichten möchte???Ruft man in der Kirche an, geht man persönlich vorbei oder wie macht man das??? Meine letzte Beichte war vor 2 Jahren vor meiner Firmung.
Lieber Gruß

Liebe Patricia, man kann immer beichten gehen (wenn ein Beichtpriester da ist). Der Katholik ist zu einer Beichte pro Jahr verpflichtet - es ist aber eine gute Gewohnheit, monatlich zu beichten. Dann kann man im Glauben wachsen. Ja, das sind gute Fragen, die Sie stellen, denn die Beichtpraxis der Laien und Priester ist leider sehr lau geworden. Normalerweise sollten es in jeder Pfarrei wöchentliche Beichtzeiten geben . Die müssten im Schaukasten angeschlagen sein. Wie schon erwähnt, ist das heute aber leider selten der Fall. In Wallfahrtsorten aber gibt es verstärkt Beichtangebote. Überall kann man anrufen und sich erkundigen. Es ist sicher auch möglich, sich mit dem Priester seines Vertrauens Beichtzeiten auszumachen. Man ruft einfach an - und formuliert den Wunsch. Ich wollte einmal in einer Wallfahrtskirche beichten. Alle Beichtstühle waren besetzt. Da sah ich einen Priester und sprach ihn an: "Kann ich bei ihnen beichten?". Das war offenbar kein besonderer Menschenfreund - er blickte mich an und sagte: "Mir bleibt aber auch gar nichts erspart." ... ABER - und deshalb schreibe ich das , er ging in den nächsten Beichtstuhl und ich konnte beichten. Also, von priesterlichen Schwächen darf man sich nicht aufhalten lassen. In der Beichte vertritt der Priester Jesus Christus - ob er daran glaubt oder nicht - und die Beichte ist BEFREIEND, HEILEND und HEILIGEND!

Grüß Gott,

leider weiss ich nicht, ob meine letzte Mail, die ich ebenfalls auf diesem Weg zugeschickt habe, bei Ihnen angekommen ist. Daher erlaube ich mir, mein Anliegen nochmals zuzusenden.

Vor einer Woche war ich bei der Beichte, die mir wieder sehr gut getan hat. Danke Gott, das es dieses Sakrament gibt. Vor gut 9 Monaten habe ich das Beichten wieder entdeckt und erst von da an den tieferen Sinn erkannt.

Nun hat sich bei mir nach dieser Beichte eine große Frage aufgetan, nachdem mir zu einer gebeichteten Sache hinterher noch die Details und genauen Abläufe bewußt wurden und mir nun folgendes Sorge bereitet: Wie genau und wie exakt ist die Sünde bei der Beichte zu benennen?

Auf die Beichte bereite ich mich ja so vor, das ich mir zuvor Notizen mache, die ich dann in den Beichtstuhl mitnehme. Mal ist es bei einer Sünde eine kurze, mal eine etwas längere Notiz. Konkret ging es um das Thema Selbstbefriedigung, welches ich im Moment besser im Griff habe (ganz sicher Dank Gottes Hilfe). Gebeichet hatte ich konkret, das ich im Internet sexuelle Bilder angesehen habe, aber die Selbstbefriedigung nicht vollzogen habe, da ich mir selber ein Stop setzen konnte.

Tatsächlich waren die Abläufe aber so, das ich mir diese Bilder angesehen habe, trotzdem aber zur Selbstbefriedigung / Eigenberührung angesetzt habe, aber nicht mit dem Ziel und dem festen Willen, diese vollenden zu wollen (das Stop hierzu war im Hinterkopf vorhanden). Eine Berührung auf einer eigenen Sehnsucht heraus. Auch bin ich mir nicht mehr ganz sicher, ob ich dem Beichtvater gesagt habe, das ich wegen sexuellen Gedanken im Kopf schwach geworden bin und deshalb diese Bilder im Internet angesehen habe.

Wie sehr muß/soll man also ins Detail gehen? Genügt es, einfach die Tatsache zu benennen ohne weiter ins Detail zu gehen?

Vielleicht ist ein Grund meiner Sorge bzgl. Detailgenauigkeit dort zu suchen, das ich durch mein Umfeld mitgeprägt werde, z.B. im Beruf. Dort muß auch alles genau und exakt bearbeitet werden und Fehler dürfen keine passieren. Das übt einen gewissen Druck auf einen auf und dieser Druck setzt sich ins übrige Leben und auf andere Bereiche fort. Alles soll/muß genau gemacht werden. Aber ich merke, das mir ein solcher Druck auf Dauer nicht gut tut.

Ich würde mich sehr freuen zu hören, wie Sie die Sache sehen.

Vielen Dank für Eure Homepage und schöne Grüße aus München.

Roman

Lieber Roman, meine erste Antwort ist versehentlich gelöscht worden, daher nochmals: Das Wichtigste bei der Beichte ist das offene Herz, ein Bekenntnis der Sünden, die einem bewusst sind, die Reue (Gott beleidigt zu haben) und der Vorsatz, nicht mehr zu sündigen. Details sind bei der Beichte nicht erforderlich, können aber genannt werden. Überspitzt formuliert: Wenn ich gestohlen habe, muss ich nicht erwähnen, mit welcher Hand dies geschah... Wichtig ist es, den Betrag zu erwähnen - ob es 2 Euro oder 2 Millionen Euro waren. Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine. Bei Ihnen genügt es, zu sagen: "Ich habe wieder bewusst gesurft und mir Sex-Bilder angesehen ... ich habe mich x-mal Selbstbefriedigt". In Ihrem Fall würde ich meinen, dass es nicht wichtig ist, zu sagen, welche Bilder das genau waren... Es geht ja darum, dass ich vor Gott (der Priester repräsentiert Christus) meine Schwäche eingestehe. Es geht auch um die "Wurzelsünden". Wie weit tue ich etwas, damit ich meine Triebe in den Griff bekomme? Könnte ich mir nicht auf die Tastatur oder am PC-Rahmen ein Jesus- oder Muttergottesbild aufkleben - mir Merkzeichen setzen. Weiß ich, dass es nach einem Beginn aus Neugier, meist kein Zurück gibt? Natürlich genügt es nicht zu sagen, ich habe im 6. Gebot gefehlt, man muss schon bekennen, wie man gefehlt hat (in Gedanken, Worten oder Werken). Dieses Bekenntnis ist ein Akt der Demut. ABER - man soll nie ängstlich beichten. Die Sünden und die wesentlichen Umstände nennen - und sicher sein, dass Gott durch den Priester verzeiht und wieder ein Neuanfang möglich ist. Ich muss wahrscheinlich dasselbe immer wieder beichten, um Gott zu zeigen, ich gebe nicht auf. Und eines Tages kommt er mir direkt zu Hilfe. Gott ist kein Detektiv, er ist ein liebender Vater. Ihm genügt unsere aufrechte Gesinnung. Wir sollen und dürfen in seine Barmherzigkeit vertrauen.

Grüss Gott,

ich war dieses Jahr kurz vor Ostern zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren (seit meiner Schulzeit) wieder beichten, nachdem ich vor ca. 2 - 2 1/4 Jahren wieder zurück zu Gott gefunden habe. Das letztes Mal war ich vor Weihnachten beim Beichten und ich kann nur bestätigen, dass dies ein wunderschönes Geschenk von Gott ist.

Nun meine Frage: Ist es in Ordnung, wenn ich anläßlich des Jahreswechsels aus einem Bedürfnis heraus meine bereits gebeichteten Sünden nochmals in einer Beichte vortragen will?

Vielen Dank für die Antwort und alles Gute.
Roman

Lieber Roman,
ich freue mich ungeheuer über jeden Christen, der zur Beichte zurückgefunden hat und so die Barmherzigkeit Gottes wirken lässt.
Normalerweise sind die gebeichteten Sünden gebeichtet und getilgt. Man kann natürlich aus besonderem Anlass - einer Art Lebensbeichte - oder zu dem Zweck, dass der Priester die anderen Fehler richtig einordnen kann auch bereits Gebeichtetes nochmals wiederholen. Das sollte aber wirklich die Ausnahme sein.
Es geht nämlich auch hier um das Vertrauen. Wir sollen und dürfen Gott vertrauen, dass gebeichtete Sünden getilgt sind - auch wenn ich unabsichtlich irgendein Detail vergessen habe - vergeben sind. Man kann bei der nächsten Beichte das "Detail" nachholen.
Was muss man beichten? Ein Priester hat einmal gesagt, das was man beichten muss - also schwere Sünden - kann man nicht übersehen. Schwere Sünden sind wie ein "Elefant in der Hosentasche".
Es ist sicher aber auch eine gute Angewohnheit auch die "Mücken vorm Gesicht", also die lässlichen Sünden zu beichten. Das hilft bei regelmäßiger Beichte (1 x monatlich) auf dem Weg zur Heiligkeit.

Gott segne Sie besonders im sehr ungewissen Neuen Jahr 2009!

Vielleicht haben Sie einen Rat:
Mein Mann ist römisch-katholisch, es ist die erste Ehe für uns beide (er ist also nicht wiederverheiratet); wir gehen regelmäßig sonntags in die hl. Messe und auch im Alltag ist mein Mann ein guter Christ.
Er empfängt aber nie die Eucharistie; wannimmer ich nach vorne zum Kommunionempfang gehe, bleibt er in der Bank sitzen.
Ich habe meinen Mann nie auf das Thema angesprochen, da ich ihn nicht zum Sakramentempfang drängen oder zwingen will. Allerdings habe ich keine Erklärung.....Haben Sie einen Rat oder eine Erklärung?

Liebe xy, natürlich habe ich keine Erklärung - sonst wäre ich ein Prophet. Es wäre natürlich möglich, dass Ihren Mann etwas belastet, das er nicht gebeichtet hat oder dass er eine zu hohe Vorstellung von der notwendigen "Würdigkeit" für die Hl. Eucharistie hat. Ich weiß nicht, wie ihre Beichtpraxis aussieht. Sie könnten beichten gehen und dies auch Ihrem Mann schmackhaft machen, wenn Sie postiv über den Beichtpreister reden (das muss aber ehrlich sein). Sie könnten eine gemeinsame Wallfahrt nach Medjugorje machen. Dort geht praktisch jeder beichten und dann zur Kommunion. Und Sie könnten gemeinsam das "Unglaubliche Glaubensbuch" lesen und darüber sprechen. Da kommt man auch zur Hl. Eucharistie. www.hauskirche.at, Rezensionen oder shop.

Guten Tag!
Eine Frage zum Sakrament der Beichte:
Wiso erfolgt die Lossprechung bei machen Priestern durch Handauflegung (natürlich nicht im Beichtstuhl), bei anderen Priestern durch das Kreuzzeichen?
Hat dieser Unterschied eine Bedeutung?
Weiters würde mich interessieren, ob Sie empfehlen, im Beichtsstuhl oder im Aussprachezimmer zu beichten?

Liebe Elisabeth, das Wesentliche bei der Lossprechung sind die Worte: "Ich spreche dich los...". Dies wird immer mit einem Kreuzzeichen begleitet - auch nach der Handauflegung. Die Handauflegung soll das Wirken des Heiligen Geistes versinnbildlichen. Beichtstuhl oder Aussprachezimmer - das ist austauschbar. Wenn man anonym bleiben will, natürlich der Beichtstuhl. Da soll man sich vom gesunden Empfinden führen lassen. Beides aber scheint mir einfacher zu sein, als ein öffentliches Bekenntnis vor der ganzen Gemeinde.

Hallo,
heute wende ich mich wieder an Sie. Ich habe ein Problem. ich kann nur unter erheblich schweren Bedingungen zur Beichte gelangen. Die Beichtgelegenheiten sind rar und es ist mir so kaum mehr möglich, regelmäßig beichten zu gehen. Ich würde so gerne öfter zur Beichte, und habe das Gefühl, dass mein Glaubensleben darunter leidet, aber es ist für mich eben kaum noch machbar. Mir wurde gesagt, ich sollte dann eben stattdessen die Bußgottesdienste besuchen (die ja aber nur selten sind) Doch die Bußgottesdienste ersetzen ja auch keine Einzelbeichte, wie ich weiß. Sie sind eine gute Vorbereitung, aber es ist kein Ersatz für die Einzelbeichte. Und sind ja auch nicht immer! Was kann ich denn am besten tun?

Herzliche Grüße,
Katharina

Liebe Katharina, ja, das ist ein großes Leid, dass die Priester ihre priesterlichen Aufgaben nicht wahrnehmen - das ist SEHR traurig! Die Bußgottesdienste sind nicht der geringste Ersatz für eine Beichte - das ist wirklich nur eine Vorbereitung. Ich würde Ausschau nach einem guten Priester halten und mir regelmäßige Beichttermine ausmachen. Eine Bekannte von mir fährt monatlich 100 km mit dem Zug zu einem Kloster, wo regelmäßige Beichtzeiten angeboten werden. Sie verbindet das immer mit einer Wallfahrt. Und schließlich - ich würde Gott mein Leid klagen und den Himmel um Lösungen bitten. Ich habe Ihr Leid auch gerade Gott geklagt.

Ich habe eine Frage bezüglich des Beichtsakraments. Ich bin vor einigen Jahren aus Gewissensentscheidung in die Alt-Katholische Kirche gewechselt. Dieser Schritt hat mich im nachhinein immer wieder bestärkt in meinem Leben, allein dem Gewissen zu folgen. Die Bibel als Heilige Schrift, dogmatisch mit dem Papst und dem Kirchenrecht in der r.k. Kirche zu sehen, sehe ich schon auf Grund von schwerwiegenden Fehlern in der Kirchengeschichte der Päpste eher skeptisch.

Ich bin ja auch nicht durch meinen Austritt aus der r.k. Kirche dem katholischen Glauben abgefallen. Sicher bin ich ein Sünder der wie jeder Mensch aber versucht sein Leben in der Nachfolge Christi zu leben. Dies gelingt nicht immer. Doch wenn wir von der Barmherzigkeit und Liebe Gottes sprechen, muß ich dann trotzdem Angst haben verloren zu sein.

Darf ich in der R.k. Kirche trotzdem zu Beichte gehen?

Lieber Dirk, wenn man sich aufrichtig in die barmherzigen Arme Gottes wirft, dann geht man sicher nicht verloren. Freilich ist man verpflichtet, nach der Wahrheit zu suchen. Zur Beichte: Ja, Sie dürfen! Beten Sie vorher um die Gnade, einen guten Beichtvater zu finden. Ich habe auch gerade dafür gebetet.

Bitte, mit welchen Worten kann ich mein Vergehen beichten wenn ich mich selbst angefasst habe ?
Wie sage ich das bei der Beichte? Ich lebe in einer kleinen Gemeinde und unser Pfarrer kennt mich ja ganz genau. Ich habe Angst, dass er mich für total verdorben hält

Liebe Anette, ich weiß nicht, was Sie unter "anfassen meinen" - das kann ja alles mögliche sein. Harmlos und sündhaft. Eine Regel: Reden Sie ganz aufrichtig - wie Sie es Gott sagen möchten. Was sich der Priester denkt, ist nicht Ihr Problem. Und: Sie müssen nicht zu Ihrem Pfarrer beichten gehen. Gehen Sie z.B. in einem Wallfahrtsort zu einem fremden Priester.

Meine Tochter geht im Juli zur Firmung. Sie geht in den Firmunterricht und ist auch Kirchgänger. Den Bußgottesdienst hatte sie bereits. Nun steht die Möglichkeit zur Beichte an. Wir sind jedoch der Meinung, dass unsere Tochter nicht zur Beichte braucht. Nun unsere Frage: Ist das für die Firmung ausschlaggebend. Ist diese Beichte freiwillig oder wird sie dann nicht zur Firmung zugelassen.? Wir wären Ihnen sehr danbar, wenn sie uns dies beantworten könnten. Danke im Voraus.

Liebe Marion, die Beichte ist ein "Geschenk der Liebe Gottes". Unsere Kinder sind erstmals mit 5! Jahren zur Beichte gegangen und sie waren überglücklich. Dem lieben Gott kann man alles sagen - und er vergibt uns unsere Schuld (Und jeder hat Schuld vor Gott). Es geht nicht um eine Zulassung zur Firmung, es geht darum, dass ein junger Mensch vor Gott Rechenschaft ablegt über sein Leben. Wenn er nicht spätestens vor der Firmung beichten geht, dann wird er dies wahrscheinlich nie mehr tun. Außerdem - viele haben dies vergessen - die Kirche schreibt einem Katholiken mindestens eine Beichte pro Jahr vor. Wenn man nicht einmal im Jahr "putzt", dann sieht man den Schmutz nicht mehr. Es gäbe darüber sehr viel zu sagen. Es steht auch im "Unglaublichen Glaubensbuch" ein Kapitel über die Beichte und eines über die Firmung. Dieses Buch wäre übrigens ein schönes Firmgeschenk. Info darüber in www.hauskirche.at (Rezensionen und shop). Übrigens laufen zu den Themen des Buches bis Juni 2009 im K-TV so genannte Emmaus-Gespräche.

Ich war das letzte mal vor über 20 jahren beichten. ich dachte immer, ich kann auch so mit gott ins reine kommen, wenn ich bete. in letzter zeit aber genügt mir das nicht mehr.ich würde gerne beichten gehen, aber ich traue mich ehrlich nicht. ich habe viel zu grosse hemmungen,einem pfarrer meine verfehlungen zu gestehen (ich weiss, dass ich eigentlich mit gott rede und er nur der "mittelsmann" ist) aber ich glaube, ich würde im beichtstuhl einfach kein wort rausbringen da auch sehr unangnehme und intime dinge (unkeuschheit) zur sprache kommen würden. haben sie einen rat für mich ? danke !!

Liebe xy, schön, dass Sie den Entschluss zur Beichte gefasst haben. Ich habe einen Rat. Schreiben Sie Ihre Sünden einfach auf - mit Schreibmaschine oder über den PC-Ausdruck. Schreiben Sie gleich dazu, dass Sie den Zettel vorbereitet haben, weil Sie meinen, dass Sie bei der Beichte kein Wort herausbringen. Wenn der Priester den Zettel durchgelesen hat, wird er mit Ihnen sprechen und ich bin überzeugt, dann fassen auch Sie Mut. Den Zettel müssen Sie natürlich dem Priester nicht lassen - und es steht natürlich auch kein Name darauf.

Ich habe eine ungewöhnliche Frage: Mein 6jähriger Sohn will unbedingt zur Beichte gehen. Er hat bei einer Rauferei in der Schule einen Klassenkameraden geschlagen. Bei dem anderen Jungen hat er sich entschuldigt und es ist alles wieder ok. aber er sagt, er will auch, dass ihm der Liebe Gott vergibt. Erstkommunion hat er ja erst nächstes Jahr. Darf er trotzdem schon zur Beichte ?

Liebe xy, wunderbar, dieses Gewissen Ihres Sohnes. Gratulation!!! Ja, selbstverständlich kann - und soll er beichten gehen. Er weiß ja, dass nur Gott ihm vergeben kann. Und wenn er die Vergebung erfährt, wird er glücklich und fröhlich sein. Suchen Sie sich einen guten Priester, der Ihren Sohn versteht.

Guten Morgen,

nach eine Todsünde (z.B. Abtreibung) wird man automatisch exkommuniziert.
Gibt es eine Möglichkeit wieder an das Kirchenleben aufgenohmen zu werden, wenn man aufrichtig bereut?
Nach einer Beichte muss dann der Beichtvater, der die Beichte angenommen hat, die Todsünde an weiteren höheren Stellen weitergeben, damit es öffentlich gemacht wird?
Da das ganze durch ein "Ave Maria" und "Vater Unser" nicht wieder gut zu machen ist, wie sieht eine hierfür angemessene Büße aus? (abgesehen des seelischen und psychologischen Schadens den man sich selber zugezogen hat)
Vielen Dank im Voraus für Ihre Mühe. Ich hoffe dass Sie mir weiterhelfen können.

Liebe Rahel, ja, die Frage ist angekommen - und es wird auch jede ehrliche Frage beantwortet. Aber das kann manchmal schon etwas dauern. Die Exkommunikation nach einer "Todsünde" betrifft den Sünder persönlich. Er ist nicht mehr im Stand der Gnade und darf daher die Sakramente nicht empfangen - er ist also von der Kommunion ausgeschlossen - das heißt Exkommunikation. Vom Kirchenleben ist man trotz Todsünde nicht ausgeschlossen! Im Gegenteil, man soll ja durch die Kirche wieder zur Versöhnung mit Gott gelangen. Dazu ist die Beichte da. Der Beichtvater ist dabei an das Beichtgeheimnis gebunden! Er darf auch seinem Bischof nichts sagen. Wenn die Absolution (die Lossprechung von der Sünde) in der Beichte erfolgt ist, dann ist vor Gott die Sünde getilgt. Es wird nichts öffentlich gemacht! Dies würde auch gelten, wenn der Priester als "Buße" nur ein "Ave Maria" verlangen würde. Das zeigt nur, dass die Gnade Gottes immer ein unverdientes Geschenk ist. Die Sünde hat natürlich auch Folgen. Bei einer Abtreibung ist das Kind tot, die Mutter und andere sind innerlich verletzt. Diese Folgen der Sünde sind durch die Beichte nicht weggelöscht. Die Folgen werden aber beträchtlich kleiner, wenn man sich dem Gebet widmet und wirklich Gott an die erste Stelle in seinem Leben setzt. Gerade nach einer Abtreibung leiden viele Frauen auch nach der Beichte unter ihrem Schritt - nicht weil ihnen Gott nicht vergeben hätte, sondern weil sie sich selbst nicht vergeben haben. Da aber setzt das Vertrauen in die Barmherzigkeit Gottes ein. Und da kann es sein, dass man Gott für seine Barmherzigkeit über alles zu lieben beginnt.

Hallo Ich habe jetzt erfahren verhalten beim Beichten das man bei schweren Sünten auch sagen mus wie oft man sie gemacht hat was ich bei meinen letzten Beichten daturch nicht so ausführte jetzt habe ich zweifel ob mier die Sünten vergeben wurten mus ich sie noch einmal Bekenen Danke

Lieber Josef, zuerst folgendes: Wenn man nicht bewusst etwas in der Beichte verschweigt, dann ist die Lossprechung gültig. Gott ist kein "Krämer"! Haben Sie keine Angst! Sie können natürlich bei der nächsten Beichte sagen, dass Sie letztes Mal die Zahl der Vergehen unabsichtlich nicht erwähnt haben - ok?

Hallo,
Zur Zeit habe ich ständig das Bedürfnis beichten zu gehen. Dabei habe ich keinesfalls Schwere Sünden oder bon so ein "böser Kerl", empfinde aber derzeit vieles als belastend. Muss ständig mein Gewissen erforschen und denke stundenlang darüber nach, was richtig und was falsch ist, es geht sogar soweit, dass ich nach einem simplen Streit mit einem Freund ( wo man sich auch schonmal böse beleidigt) zur Beichte gehe. Bekannte meinen schon, ich würde es übertreiben, ich persönlich halte aber sehr viel von der Beichte und tue es eben nicht nur nonatlich sondern gerade jetzt in diesen schlimmen Zeiten fast jede Woche.Missbrauche ich die Beichte ? Ich schäme mich oft vor mir selbst und Gott und gehe darum eben zur Beichte um mir die schwere Last von der Seele nehmen zu lassen. ISt das falsch ?? Bitte um Rat

Paul

Lieber Paul, diese Frage ist gar nicht einfach zu beantworten und schon gar nicht pauschal. Zwei Dinge sind klar: 1. Schwere Sünden muss man beichten, aber die begeht man nicht "so leicht": Es muss um eine wichtige Sache gehen, man muss wissen, dass man sich gegen den Willen Gottes versündigt und man muss die Sünde aus freiem Willen tun. 2. "Lässliche Sünden muss man nicht unbedingt beichten, diese Sünden können auch durch gute Werke, Gebet... vergeben werden. Die Frage ist deshalb schwierig zu beantworten, weil man einerseits kein Skrupulant werden soll (Gott weiß ja um unsere Schwachheiten und er liebt uns trotz unserer Fehler9 und andererseits die Sünden nicht bagatellisieren sollte. Es gibt in den Heiligenbiografien Beispiel von Heiligen, die sehr oft gebeichtet haben - ohne große Sünder gewesen zu sein. Eines sollten Sie nicht - stundenlang das Gewissen erforschen - das kann Sie in die Irre führen. Der Heilige Geist zeigt Ihnen bei einer kurzen Gewissenserforschung am Abend alle Schwachpunkte. Und was er Ihnen nicht zeigt, das wird nicht so arg sein. Da müssen sie vertrauen, dass Gott in seiner barmherzigen Liebe größer ist, als wir uns das vorstellen könne. Schließlich aber könnten Sie auch zur Beichte gedrängt werden - stellvertretend für jene, die nicht beichten gehen. Ein Tipp zum Schluss. Wenn Sie einen guten Beichtvater haben, dann besprechen Sie mit ihm auch die Zahl der Beichten und lassen Sie sich führen und vertrauen Sie dem Beichtvater. Dieser kann Ihnen auch eine Last abnehmen.

ich habe auch eine Frage zur Beichte: ich habe auch einige arge sünden begangen, jemanden körperlich verletzt, etc.
Ist es möglich eine Buße vom jeweiligen Beichtvater zu erhalten, die einem auch wirklich trifft? Ich trage das schon sehr lang mit mir herum, un dich glaube nur so kann ich mit mir ins Reine kommen!

Lieber Thomas, wenn man beichtet, dann bekommt man als Buße oft einfache Gebete. Das heißt nicht, dass die Sünden unbedeutend waren, das heißt nur, dass Gott barmherzig ist. Kennen Sie die Geschichte von Naaman (2 Kön 5). Er sollte sich siebenmal im Jordan Waschen, damit der Aussatz verschwinden kann. Naaman war das zu albern, er dachte, zu Hause gibt es ein besseres Wasser. Da sagten die Diener: Eine schwierige Aufgabe hättest du befolgt, so aber willst du nicht. Da ging er hin, wusch sich, und wurde geheilt. Es gehört Glaube und Vertrauen zur Beichte. Wenn der Priester im Namen Jesu losspricht und vergibt, dann ist die Sünde vergeben - auch mit einer kleinen Buße! Sie ist wirklich AUSGETILGT !!! Wichtig ist, dies in Demut anzunehmen, sein Leben zu ändern und vor allem diesen Gott der Liebe immer mehr zu lieben! Dass Sie das tun können, wünsche ich Ihnen im Neuen Jahr!

Hallo, durch Zufall bin ich auf Ihre Homepage gekommen und finde sie sehr schön. Und natürlich habe ich etwas auf dem Herzen und möchte Sie gerne fragen. Darf ich, als Tischmutter (Erstkommunionvorbereitung) mit den Kommunionkindern Beichtgespräche führen? Der Pfarrer meinte ich könnte es. Er würde dann lediglich die Absolution erteilen.Ich bin jetzt sehr verunsichert, denn ich denke das Beichtgespräch ist sinnvoller in den Händen eines Pastors aufgehoben. Gott spricht doch durch ihn zu uns.
Für eine Antwort wäre ich dankbar. Liebe Grüße und DANKE

Liebe Angelika,
es ist Ihnen also unsere Homepage "zugefallen".
Sie können mit den Kindern über alles sprechen, sie können und sollen sie auf die Beichte vorbereiten - aber Beichtgespräche?
Der Priester kann nur jene Sünden im Namen Jesu vergeben, die der Beichtende IHM sagt, nicht einem anderen.
Da könnte ich auch zum Psychiater gehen und mit ihr reden und der Priester gibt im Anschluss daran die Absolution. Das geht nicht!
Für alle diese Fragen gibt es jetzt ein neues Buch "Das unglaubliche Glaubensbuch" von dem Bischof Mixa sagt, dass darin der "Glaube der Kirche präzise und mit großer Liebe vermittelt" wird.
Sie finden dies in der Homepage unter www.hauskirche.at - Buchbesprechungen

Ich habe eine Frage an Sie und würde mich über ihre Hilfe freuen. Ich hatte eine schwere Sünde begangen, die ich aber erst im Nachhinein und in vollem Ausmaß als solche erkannt habe. Ich war dann zur Beichte und mir ist diese Sünde dann auch vergeben worden. Als ich den Beichtstuhl verließ, viel mir zuhause ein, dass ich vergessen hatte zu beichten, dass ich im Stand der Todsünde auch zur Kommunion gegangen war. Das habe ich aber in der Beichte vergessen auf den Tisch zu bringen. Habe ich jetzt eigentlich ein Sakrileg begangen oder kann man das nicht sagen, weil mir ja erst hinter her bewusst geworden war, wie schwer ich eigentlich gesündigt hatte und es dann ja auch beichten war. Als ich die hl. Eucharistie empfangen hatte, war ich mir ja noch nicht über meine schwere Sünde bewusst gewesen- also,ich meine, dass ich überhaupt im Stand schwerer Sünde gelebt hatte. Ich werde jetzt auch noch mal beichten gehen, wollte von Ihnen nur wissen, ob ich denn jetzt zusätzlich noch mal eine schwere Sünde begangen habe, ohne dass es mir bewusst war, weil ich am Tisch des Herrn in Stand von schwerer Sünde gewesen war. Ich würde mich über ihre Antwort sehr freuen. Danke.

Liebe Katharina, leider kann ich Ihnen nicht direkt ein Mail schicken - es geht nur über unsere Homepage. Hoffentlich finden Sie dort die Antwort. Wenn Sie beichten waren und bei der Beichte auch nichts verheimlichen wollten, dann brauchen Sie keine Skrupel haben, dann ist alles ok.. Aber beichten Sie nächstes mal, was Sie vergessen haben und vor allem: danken Sie Gott für Seine Barmherzigkeit!!! Übrigens, eine schwere Sünde begeht man nur dann, wenn es um eine wichtige Sache geht, wenn man weiß, dass man sich gegen den Willen Gottes stellt und wenn man mit freiem Willen die Sünde begeht.

Hallo

Ich habe da eine Frage die mich ernsthaft beschäftigt.
Was ist mit Todsünden, von denen man nicht weiss, dass bzw. ob man sie begangen hat.
Ich hatte mal eine Schlägerei, nach der ichh mich noch mit meinem Kontrahenten verbal gestritten hatte.
wir gaben uns gegenseitig die Schuld.Aber heute weiss ich dass ich Schuld war.
Mein Kontrahent hatte, augenscheinlich eine verletzung an der Lippe, was er mir auch mitteilte.
Es war ein Polizist in der Nähe, aber weder ich noch er gingen zu ihm um eine Anzeige zu machen
und ich weiss auch nicht ob der Polizist unseren streit bemerkte.
Nach einigen Minuten der verbalen auseinadersetzung trennten wir uns.
Ich habe vor Weihnachten gebeichtet dass ich mich geprügelt hatte.und für mich war von nun an die Sache erledigt.
Doch heute anderthelb Jahre später beschäftigt mich die Frage, was ist wenn mein Kontrahent, eine innere Verletzung hatte, die er nicht bemerkt hat und daran gestorben ist.
Ich war jetzt am sonntag wieder Beichten und diesen Vorfall geschildert, der mich seit einigen Tagen nicht richtig Schlafen lässt.
Ich habe fast weinend gesagt wie sehr ich angst habe dass ihm etwas passiert ist, dass er womöglich tot ist und ich es nicht weiss.
Die belastet mich sehr.
Sind mir meine Sünden vergeben worden?
Kann man diese Sünde so eigentlich vergeben?


Lieber Marko, zuerst bin ich ziemlich sicher, dass Ihrem Kontrahenden nichts Ärgeres passiert ist. Wäre er verstorben, dann hätte man sicher nach dem "Täter" gesucht. Schön ist, dass Sie ein so feines Gewissen haben. Ja, Gott IST der barmherzige Vater. Er vergibt dem reuigen Sünder!!! Schon im alten Testament steht: "Wären eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee. Wären sie rot wie Purpur, sie sollen weiß werden wie Wolle." (Jes 1,18)!!! Der Priester kann keine Sünde vergeben. Aber in der Beichte "vertritt" er Christus und er handelt an seiner Stelle. Und Christus ist barmherzig und vergibt. Schlafen Sie gut und - vielleicht ist das die Botschaft - beten Sie für diesen Menschen, damit er zu Gott findet. Noch was: Schwere Sünden sind wie "Elefanten". Wenn Sie zur Beichte gehen und solche "Elefanten" in der Hosentasche haben, dann merken Sie das. Aber auch diese Sünden werden in der Beichte vergeben!

Hallo, ich habe eine dringende Frage. Mir ist die Beichte sehr wichtg und eigentlich auch die Kirche. Naja, aber in der letzten zeit, da ist
sehr vieles schief gelaufen. Auch mit meinenGedanken, die ich so mit Kirche hatte. Es gab Momente, da wollte ich nicht mehr in der Kirche bleiben. Aber es gab auch noch vieles andere, was nich so gut gelaufen ist. Nach langem Ringen habe ich mich etnschlossen, ein Beichtgespräch zu führen-und es war sehr schön und hat mir auch sehr geholfen und gut getan. Aber hinterher habe ich dummerweise gemerkt, dass ich einfach etwas vergesen habe. Es war ja keine Absicht oder so. Aber es war einfach so viel und obwohl ich mich glaub ich schon gut vorbereitet habe, habe ich es einfach vergessen zu sagen. Ich habe nicht mehr daran gedacht, das Thema "Kriche"anzusprechen und meine Haltung gegenüber. Vielleicht hätte ich mich ja doch noch besser vorbereiten müssen, aber das ist halt jetz so gelaufen. Mein problem ist jetzt, dass ich nicht weiß, ob mir diese Sünde auch vergeben wurde, bzw. ob ich jetzt trotzdem -auch mit der Kirche versöhnt-weitermachen kann. Ich wünsche es mir so sehr. Aber ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Ich fände es halt auch komisch, wegen einer Sünde nochmal beichten zu gehen und eigentlich fände ich es auch sehr schade, wenn ich jetzt nicht froh und dankbar sein könnte, für die Vergebung, die ich empfangen habe, sondern weiter mein "schlechtes Gewissen" -vor allem gegenüber der Kirche-behalten müsste... können sie mir da vielleicht weiterhelfen?Danke!

Liebe Teresa, zunächst einmal, man darf Zweifel haben. Sie haben sich ja durchgerungen und Sie haben ja bewusst nichts in der Beichte ausgelassen. Ich bin sicher, dass deshalb die Beichte auch gültig war. Gott ist kein "Krämer". Wissen Sie, die "schweren Sünden", die unbedingt gebeichtet werden müsse sind wie "Elefanten in der Hosentasche". Die können Sie nicht übersehen. An Ihrer Stelle würde ich aber bei der nächsten Beichte das Thema Kirche ansprechen. Übrigens sollte man ja möglichst monatlich beichten gehen. Das ist kein "Muss", aber für den Glauben sehr von Vorteil.

Wiederverheiratung nach Scheidung

Wieso wird in der katholischen Kirche hiermit je nach Teilkirche unterschiedlich verfahren? Das strenge Wiederverheiratungsverbot nach einer Scheidung gilt nur für Katholiken der lateinischen Teilkirche. Die mit der römischen Kirche unierten Ostkirchen erlauben nach einer Bußzeit eine erneute Heirat auch zu Lebzeiten des früheren Ehepartners. Ist das Wiederverheiratungsverbot nach Scheidung wirklich ein göttliches Gebot wie Papst Johannes Paul II ausgeführt hat oder ist es lediglich eine teilkirchliche Rechtsvorschrift, die auch geändert werden könnte. Kann es sein, dass eine Wiederverheiratung bei einem lateinischen Katholik Ehebruch und damit eine schwere Sünde ist, bei einem unierten Katholik aber nicht? Ist das wirklich im Sinne Jesu?

Lieber Jürgen, die Antwort hat etwas gedauert, da ich mir von einem kompetenten Pfarrer der uniert-orthodoxen Kirche eine Stellungnahme eingeholt habe: Ich gebe Sie Ihnen in dieser Form weiter: Lieber Herr Obereder! Ich darf wie folgt antworten: Die Geschichte mit der Bußzeit bezieht sich nicht auf die kath. Ostkirchen. Ich habe jetzt das Ostkirchenrecht nicht zur Hand, jedenfalls wird dort ein Annullierrungsverfahren wie im Westen gefordert. Man kann darüber streiten, ob es denn unserer Theologie entspricht, aber diese Frage ist wohl rein akademischer Natur, denn weder Scheidung noch Annullierung, egal wie gehandhabt, entsprechen irgendeinem nur erdenkbaren theologischen Ideal. Egal ob Ost oder West. Warum erlauben manche orthodoxe Kirchen eine Scheidung? Hier können wir mit Christus antworten: Wegen der Härte eurer Herzen. Das ist der einzige Grund. Im übrigen haben auch bei uns die 10 Gebote ihre Geltung. Somit ist Ehebruch ganz einfach Ehebruch. Im übrigen wird die Lösung mit der Bußzeit teilweise durchaus streng gehandhabt. Sie kann auch lebenslänglich verhängt werden.... Liebe Grüße, Nikolaj Hornykewycz Pfarrer (einer uniert orthodoxen Kirche)

Ich habe bald Firmung und habe schon lange nicht mehr gebeichtet.
Doch bei der Firmung ist Beichten Pflicht, ich weiß aber gar nicht mehr, was man bei einer Beichte sagen muss.
DANKE!!

Ich habe der Patricia den genauen Beichtvorgang geschildert. Bitte in www.hauskirche.at unter Rat&Tat, Lebenshilfe, Beichte nachschauen - dort steht alles. Grob gesagt - man bekennt vor Gott alles, was einem auf dem Herzen brennt - einfach frei heraus. Der Priester hilft. Ein guter "Beichtspiegel" ist unter http://www.beichte.de/beichten.htm zu finden!

Ich bin vor 4 Jahren katholisch geworden und habe in dieser Zeit bereits mehrmals gebeichtet. Nun ist mir aber etwas passiert, was mich völlig verunsichert.
Seit einem halben Jahr bin ich so krank, dass ich trotz bester Vorsätze und Sehnsucht danach nicht mehr an der gewohnten Sonntagsmesse teilnehmen kann und deshalb nur die geistige Kommunion vollziehen kann. Ich glaube auch, dass meine Krankheit nicht heilbar ist und ich nicht mehr lange leben werde. Deshalb wäre mir ein Beichtgespräch sehr wichtig. Da in unserem Kirchenblatt außerhalb von Feiertagen nichts angeboten wird und ich auch durch meine Krankheit oft nicht mobil und in der Lage dazu bin, schleppe ich meine Sünden noch mit mir herum. Vor 8 Wochen
(im September) ist es mir dann bei einer kurzfristigen Besserung gelungen, einen Termin mit einem Priester zu machen, zu dem ich Vertrauen habe, der aber weiter entfernt wohnt. Als ich die Fahrt überstanden hatte und meine Beichte beginnen wollte, wurde dieser Priester zu einem Sterbenden gerufen mit der Krankensalbung. Er ist Krankenhausseelsorger. Er sagte zu mir, ich sei gekommen, um zu beichten und deshalb wären mir meine Sünden vergeben. Wenn ich aber meinte, dies reiche nicht aus, könne ich ja immer noch woanders beichten gehen. Er gab mir die Absolution.
Ich habe sowas noch nie gehört, das Bekenntnis ist doch auch bei schweren Sünden notwendig und ich bin nicht sicher, ob ich nicht welche begangen habe. So fühlte ich mich weiterhin mit Schuld beladen und bin in der einzigen Messe, die mir danach noch möglich war, auch nicht zur Kommunion gegangen.
Können Sie mir sagen, ob solch eine Absolution Gültigkeit hat vor Gott?
Werden bei der Krankensalbung auch schwere Sünden vergeben, wenn der Kranke dabei nicht beichtet oder nicht mehr beichten kann?
Ihre Antwort würde mir sehr helfen.

Lieber Ingolf, der liebe Gott ist ganz sicher auf Ihrer Seite! Ganz sicher!!! Natürlich ist die Gültigkeit der Absolution mit dem Bekenntnis verbunden. In besonderen Fällen gibt es aber Ausnahmen - z.B. im Krieg u.ä. Nachdem der Wille zur vollständigen Beichte von Ihrer Seite gegeben waren, geht die Abslolution sicher in Ordnung. Außerdem werden bei der Krankensalbung alle Sünden - auch die schweren - getilgt. Man soll natürlich, wenn möglich, nach der Krankensalbung beichten - aber das wollen Sie ja. Also: Vertrauen Sie auf den barmherzigen Gott - und vielleicht geht sich doch eine Beichte aus? Vielleicht kann ein Priester sogar bei Ihnen vorbeikommen. Gott segne Sie und begleite Sie auf Ihrem Weg!

Kann man Trauzeuge sein wenn man aus der Kirche ausgetreten ist??

Zeuge kann man sein, aber nicht Pate.

hallo ich bins wieder particica wenn ich zur beichte gehe brauche ich einen termin oder so ?oder kann ich dr teinfach samstag losgehen und beichten ich weis nicht so genau danke!

Liebe Patricia, bei manchen Priestern am Land muss man einen Beichttermin vereinbaren. In jenen Kirchen, in denen die Beichte angeboten wird, gibt es "Beichtzeiten", also Zeiten, wann der Beichtstuhl besetzt ist. Da wartet dann Jesus auf mich - der Priester vertritt ihn nur. Also einfach in die Kirche gehen und schauen oder fragen - nur Mut!

Begeht ein Katholik ein Sakrileg, wenn er in einem evangelischen Gottesdienst am Abendmahl teilnimmt? Müßte ein Katholik das beichten?

Liebe xy, Es ist für einen Katholiken die Teilnahme am Abendmahl der evangelischen Kirche nicht gestattet. Er begeht aber kein "Sakrileg" im eigentlichen Sinn - denn das wäre eine "Entweihung von Heiligtümern". Das Brot beim "Abendmahl" ist aber nicht der "Leib Jesu", daher auch keine Entweihung. Man begeht aber eine Sünde gegen den Glauben und diese muss man beichten.

Darf ein kath. Priester es ablehnen, Beichte zu hören und einen zu einem Kollegen schicken?

Liebe xy,
an sich hat der Gläubige das Recht auf die Beichte. Im Einzelfall kann man aber keine pauschales Ureteil abgeben - man muss die genauen Umstände kennen. Das Kirchenrecht sieht vor, dass in einer dringenden Notlage jeder Beichtvater verpflichtet ist, die Beichten von Gläubigen entgegenzunehmen, und in Todesgefahr jeder Priester.

Ich muss für den Religionsunterricht einen kurzen Referat über die Beichte schreiben, auf Ihrer Seite fand ich schon vieles nützliches hätte aber noch ein paar Sachen ab zu klären.
1. Was für anderen Bussen als Gebete gibt es?
2. Was ist wenn man diese vergisst bzw. keine Busse macht?
3. Kann man sogar die allerschlimmsten Verbrechen(Mord, Abtreibung,.......) beichten?, und von solch schweren Sünden erlöst bzw. freigesprochen werden?

1. Außer den Gebeten gibt es natürlich die Wiedergutmachung, Werkbußen, Opfer ... 2. Wer bewusst die Buße unterlässt hat nicht gültig gebeichtet. Wenn man die Buße vergeesen hat geht man möglichst nochmals zum Priester oder verrichtet eine entsprechende Buße. 3. In der Beichte muss man alle Sünden bekennen. Genaue Bestimmungen finden Sie unter http://www.hauskirche.at, dann Rat&Tat, Kirchenrecht und Buße.

Ich erlaube mir, meine Frage ein zweites Mal zu stellen; vielleicht finden Sie doch Zeit, mir darauf zu antworten:

Ich habe vor einigen Tagen gelesen, dass es im März (in A) Pfarrgemeinderatswahlen geben wird. Meine Frage dazu: wie und wo ist man wahlberechtigt? Dort wo man wohnt (also einen Meldezettel hat), auch wenn man dort nicht zur Pfarrgemeinde gehört (weil man vom Pfarrer nicht akzeptiert wird) und auch niemanden in der Pfarre und im PGR kennt? Oder dort, wo man alle PGR-Leute kennt, mit dem Pfarrer gut befreundet ist und selber aktiv in der Pfarre mitarbeitet (doch leider in jenem Ort nicht wohnt)?

Wie schützt man sich dann vor Doppelwahlen, d.h. dass z.B. jemand am Samstag in einer Pfarre und am Sonntag in der anderen Pfarre wählt? Wird man registriert, wo man wählen darf/möchte? Wo muss man sich anmelden, wenn man wählen will? Beim zuständigen Pfarrer?

Mir liegt die Zukunft "meiner" Pfarre wirklich sehr am Herzen, daher ist es mir auch wichtig, mitwählen zu dürfen.

Ich habe die Frage in "Religiöses" beantwortet.

ich bin es wieder patricia vieloen dank für die antworten ich werde es diesen oder nächsten samstag versuchen in die beichte zu gehen und mich vorzubereitén aber da hab ich noch ne frage 1.und zwar was ich für eine buße für 3 jahre bekomme ist sie sehr schlimm?2.und dann nocheine frage wenn der priester mir avemaria sagt und ich kann das nicht was soll ich dann machen3. und was passiert überhaupt wenn ich zum beispiel avemaria un vaterunser bekomme und das dann nicht aufsage was passiert dann?und noch eine lezte wenn ich 5 mal vaterunser bekomme muss ich das alles auf einmal abends sagen oder wann sage ich das immer das verstehe ich nämlich nicht? vielen vielen dank sie haben mir sehr geholfen tschüss

Liebe Patricia, die Bußen bestehen meist nur aus Gebeten! Das ist nicht schlimm! Wenn der Priester z.B. sagt "Drei Vaterunser und Drei Avemaria", dann kann man das gleich oder erst etwas später beten. Ich würde es möglichst bald tun, damit man nichts vergisst. Wenn Sie ein Gebet nicht kennen, das der Priester sagt, dann sagen Sie das einfach dem Priester - er wird Ihnen helfen!!! Die Grundgebete - Vater Unser, Ave Maria ... finden Sie in unserer Homepage unter http://www.hauskirche.at/gebete.htm und dann "Allgemeiner Gebersschatz". Liebe Grüße Horst Obereder

hallo ich bin es wieder wegen dem beichten nd zwar diesen beichtvorgang den sie mir d aufgeschrieben haben der scheint ja ziemlich leicht zu sein und ích wollte sagen ich kann mich noch ein bisschen an den alten beichtvorgang zu erinnern und zwar kam das vor das man irgendwas ganz am ende sagt das gott mich von meinen sünden befreinen soll können sie mir sagen wie dieser satz nochmal geht danke ?

Mit Gott "Ins Reine" zu kommen ist einfach! Man bekennt vor dem Priester seine Sünden. Wenn man fertig ist, sagt man z.B. "das ist alles". Das andere macht der Priester! Er spricht einen im Namen Jesu von seinen Sünden frei! Keine Angst!!!

Ich beichte. Priester teilt einem Arzt den
Inhalt der Beichte mit . Es kommt Polizei .
Einweisung in Psychiatrie - weil der Priester
Wahnvorstellungen festgestellt haben wollte .
Später erzählte er den Inhalt meiner Beichte
einer Verwandten . Ich schrieb dem Bischof .
Er liess antworten , dass er für mich beten
würde . ENDE

Ich HABE keine Wahnvorstellungen .Aber eine
andere Meinung wie der Priester , der sehr
konservativ ist .

Der Priester hält weiter Beichte , hlg. Messe .

Inhaltlich bekam ich innerhalb eines Jahres
vom Bischof keine Antwort - ausser dass er
bete .

Liebe xy, es ist traurig. Das Beichtgeheimnisdarf nicht gebrochen werden. Beten Sie für den Priester und den Bischof.

hallo ich bin es wieder patricia die ind ie kirche gehen will zum beichten.nun darauf freue ich mich schon aber es gibt ein kleines problem ich will ja beichten weil ich ja schon üpber drei jahre nicht merh in der beichte war aber da wo ich in die deutsche kirche gehe weis ich leider nicht um welche uhrzeit ich beichten kann ich gebe hier die adresse st.joseph kirche in leverkusen wenn sie was genaures wissen wolen dan schrieben sie mir bitte evrsuchen sie herauszufinden wánn ich beichten gehen kann und um welche uhrzeit ... vielen dank patricia

Liebe Patricia, im Pfarrverband Leverkusen gibt es folgende Beichtgelegenheiten: Ein Beichtgespräch kann grundsätzlich mit einem der Priester individuell vereinbart werden. Feste Beichtzeiten: St. Joseph und St. Johannes der Täufer: samstags nach der Abendmesse. St. Thomas Morus: samstags 16.15 Uhr.

Guten Abend,
ich stelle meine Frage jetzt hier, obwohl sie auch in die Rubrik "Ehe" gehört und auch das Bußsakrament tangiert.
Also ich bin seit vielen Jahren verheiratet. Als unsere Tochter so 10 Jahre alt war, ist unsere Liebe endgültig zerbrochen. Wir haben uns sehr weh getan,-sind aber aus den verschiedensten Gründen zusammen geblieben,leben also enthalsam - nicht aus religiösen Gründen. Heute haben wir es wenigstens zu einem freundschaflichen Verhältnis gebracht.
Jetzt frage ich mich: Haben wir nicht im tiefsten Sinn die Ehe gebrochen?
Was meinen Sie dazu?
Danke für Ihre Antwort

Ein Streit in der Ehe ist Sünde gegen die Liebe, aber kein Ehebruch. Ich wünsche Ihnen, dass Sie es schaffen, gemeinsam zu beten - wenn auch nur wenig. Ich bin überzeugt, dass dann langsam die Liebe wieder erwacht

Kann man einen Kirchenaustritt beichten?

Natürlich - aber man wird nur dann eine Absolution bekommen, wenn man wieder entritt.

guten tag
ich bin fast 13 jahre alt und würde gerne beichten gehen. Das problem ist, ich weis nicht mehr wie man beichtet. Ich war dort schon fast 3 einhalb jahre nicht mehr. Können sie mir sagen wie ich beichten kann - aber einen einfachen beichtvorgang. Es wäre sehr nett. Ich will endlich meine sünden von den schultern fallen lassen. Danke schreiben sie bitte schnell zurück.

Liebe Patricia,
der Vorsatz ist toll.

Allgemein - zur gültigen Beichte gehören Reue, Bekenntnis und Vorsatz.
Ich bereue, dass ich durch meine Sünden Gott beleidigt habe.
Ich bekenne in der Beichte diese Sünden.
Ich fasse den Vorsatz, nicht mehr zu sündigen.

Zum Vorgang:
Ich gehe in den Beichtstuhl oder in das Aussprachezimmer.
Dort begrüßt mich der Priester (er vertritt Christus).
Nach dem Kreuzzeichen kommt das Bekenntnis:
Ich war vor ... Jahren das letzte mal Beichten...
Dann geht man die Sünden an Hand der Gebote durch und sagt alles ohne Angst - alles, was man sagt, kann der Priester vergeben. Z.B.
Ich habe mich um Gott wenig gekümmert.
Ich war am Sonntag kaum in der Heiligen Messe.
Ich habe meine Eltern zweimal kräftig beleidigt.
Ich habe zweimal zuviel Alkohol getrunken und einmal Extasy probiert.
Ich war einmal mit meinem Freund intim.
Ich habe einmal ein Parfum aus dem Supermarkt mitgehen lassen.
Ich lüge fast immer, wenn mir etwas peinlich ist.

Wenn man fertig ist, sagt man: Das ist alles.
Nun kann der Priester nachfragen, damit einige Dinge klarer werden. Er könnte z.B. fragen "In welcher Weise hast Du Deine Eltern beleidigt".
Dann wird der Priester meist einen "Zuspruch" geben. Das soll eine Hilfe sein, inniger mit Gott zu leben.
Dann kommt die Buße: Der Priester sagt, was man tun (meist beten) soll. Er könnte auch verlangen, dass man dem Supermarkt das Parfum zurückgibt - man muss dort aber nicht sagen, dass man es geklaut hat. Man kann ja eines kaufen und dann wieder ins Regal stellen.
Dann kommt die Befreiung - Die Lossprechung: Ich spreche Dich los von Deinen Sünden!

Ich hoffe, es gibt einen guten, verständnisvollen Beichtpriester in der Nähe.

Da wir mit der Taufpatin unserer Tochter keinen Kontakt mehr haben, und sie auch nicht mehr als Taufpatin wollen, würde ich gerne wissen ob die Möglichkeit besteht die Patenschaft rückgängig zu machen und einen anderen Taufpaten einzusetzen.

Liebe Daniela, Geschehenes kann man nicht rückgängig machen, aber man kann sich jemand anderen suchen, der das Kind im Glauben begleitet und vielleicht einmal zur Firmung führt.

Wann bete ich genau den Rosenkranz ? Ich hörte schon: immer an Samstagen, oder am 7. und 18. des Monats sowie am ersten Samstag im Monat - was stimmt ? Und kann man den Rosenkranz auch einmal beten also nur einen Tag ein Geheimniss oder muss man immer Novenen beten und wenn ja wann im Monat ? Was genau sind Novenen und gibt es für verschiedene Anliegen verschiedene Novenen ?
Kann man Novenen immer in verbindung zum Rosekranz beten oder auch ohne Ihn ?
Danke für die Anworten !

Liebe Elaine, das Gebet ist ein "Gespräch mit Gott", auch der Rosenkranz. Für ein Gespräch unter "Liebenden" gibt es keine Vorschriften. Man soll ja mit dem Herzen beten. Was den Rosenkranz betrifft, gibt es eine breite Palette von Möglichkeiten. Wenn man zu beten beginnt, sollte man möglichst regelmäßig, d.h. möglichst täglich beten. Daher ist es meist sinnvoll, mit nur einem Geheimnis zu beginnen. Ich bete jeden Tag mindestens einen ganzen Rosenkranz. Niemenad muss Novenen beten - aber man kann es hin und wieder tun. Besonders empfohlen wird das Rosenkranzgebet an den ersten Samstagen im Monat. Eine Nove ist eine religiöse Handlung, die man neunmal hintereinander macht. Ich kann also an neun aufeinanderfolgenden Tagen die Hl. Messe besuchen (Messnovene), einen Rosenkranz beten (Rosenkranznovene), fasten (Fastennovene)u.s.w. Natürlich gibt es für verschiedene Anliegen verschiedene Novenen - aber man kann jede Nove für alle Anliegen in Anspruch nehmen (Gott ist kein Händler). Fühlen Sie sich im Umgang mit Gott ganz ungezwungen. Sie könnten sich z.B. vornehmen an neun aufeinanderfolgenden Tagen immer wieder zu sagen "Herr, stärke meinen Glauben" oder "Jesus, ich liebe Dich" oder "Jesus, steh mir in dieser Sache bei". Das ist sicher eine Gott sehr wohlgefällige Novene. Lesen Sie zum Rosenkranz z.B. noch http://www.hauskirche.at/impuls/rosenkranz.htm

Ich würde gerne gerne beichten gehen, seit meiner Kindheit war ich nicht mehr und ich bin mittlerweile 29 Jahre alt.
Wo kann ich in Wien beichten? Bitte nur im 1.,6.,7., 3. und 11. Bezirk.
Bitte um Ihre Hilfe, ich habe sie dringend notwendig.
Vielen Dank
Elisa

Liebe Elisa!
Wunderbar, dass Sie beichten gehen wollen. Ich denke, es wäre am günstigsten, in den Stefansdom zu gehen; dort wird eher häufig Beichtgelegenheit angeboten.
Alles Gute; lassen Sie sich von Ihrem Vorsatz nicht abbringen. Die Beichte wird Sie erneuern und Freude bringen.

Guten Tag
Vielen Dank dass sie mir auf meine Fragen über die Todesstrafe behielflich waren .Natürlich kann man die Todesstrafe und die Abtreibung nicht vergleichen. Ich bin auch ein vehementer Abtreibungsgegener. Eines hat mich aber verwundert der ehemalige US-Präsindentschaftskandidat John Kerry sagte er sei ein praktizierender und gläubiger Katholik und er gehe jeden Sonntag an die Messe und auch an das Abendmahl, John Kerry ist aber auch ein Abtreibungsbefürworter,und da geht doch etwas nicht ganz auf wenn er zur Kommunion geht und die Abtreibung befürwortet?

Bin ich der gleichen Meinung! Als öffentlicher Abtreibungsbefürworter dürfte er die Kommunion nicht erhalten. Wenn der Pfarrer das weiß, dann muss er das verantworten. Es ist sicher nicht im Sinne der Kirche. Liebe Grüße Horst Obereder

hallo habe eine wichtige frage.
ich möchte taufpate oder auch taufzeuge beim sohn meiner schwester werden,bin nicht gefirmt und aus der kathol. kirche ausgetreten.ist es irgent wie möglich das in salzburg zu machen

Liebe Petra, Das Patenamt ist nach einem Kirchenaustritt unmöglich. Zeuge kann jeder sein.

Ich bin katholisch getauft, war bei der Erstkommunion und wurde auch gefirmt.
Allerdings war ich an dem Tag, an dem wir Kinder während der Vorbereitung zur Erst-Kommunion beichten sollten krank. Später hat mich der Pfarrer offensichtlich vergessen zur BEichte zu schicken. Als 8-jährige war mir die BEichte auch egal, also habe ich mich auch nicht darum bemüht. Und meine Eltern haben auch nichts unternommen. Ich glaube,sie vertraueten dem Pfarrer und haben gar nicht gewusst, dass ich die BEichte verpasst habe. Lange Zeit habe ich mich gar nicht mit der Kriche beschäftigt und wollte sogar austreten. Aber vor einem Jahr habe ich einen MAnn kennengelernt, der Moslem ist. Er hat immer wieder die christlichen Krichen kritisier, was mich ersten dazu bewogen hat, mich von ihm zu trennen und zweitens mich (um der Kritik etwas engegehalten zu könne) mit dem Christentum auseinander zu setzte. Dabei entwickelte ich mich zur gläubigen Katholikin. Seit 6 Monaten gehe ich fast jedn Sonntag zur Kirche. Ich möchte auch gerne zur BEichte gehen, allerdings habe ich davor Angst, da ich das ja noch nie gemacht habe. Ich will mich ja nicht blamieren. Also schiebe ich es vor mir her.
Ich würde gerne wissen, wie eine BEichte eigentlich abläuft und was von mir verlangt wird.
Außerdem wüsste ich gerne, ob meine Erst-Kommunin und die Firmung überhaupt gültig sind, da ich ja nie beichten war.
Danke für Ihre Bemühungen!

Liebe Paulina! Danke für Ihr Zeugnis und Ihre Ehrlichkeit! Gehen Sie noch vor Ostern beichten - dann erleben Sie das schönste Wochenende Ihres Lebens! Sie sollten sich erkundigen, wo es in Ihrer Nähe gute Beichtpriester gibt (die repräsentieren in der Beichte zwar Christus, sind aber auch Menschen). Dann gehen Sie alle Gebote im Geiste durch und überlegen, wo sie gefehlt haben. Vielleicht schreiben Sie sich das auch auf. Dann Mut - gehen Sie in den Beiststuhl oder in das Aussprachezimmer. Sie müssten sagen: Ich bin getauft und gefirmt, aber ich war noch nie in meinem Leben beichten. Als Kind war mir die Beichte egal und es hat sich auch sonst niemand bemüht. Dann schildern Sie Ihr Leben und versuchen Sie all das, was Ihre Seele belastet, vor Gott zu bekennen. Damit die Beichte gültig ist, müssen Sie alles bekennen, Ihre Fehler bereuen und den Vorsatz haben, nicht mehr zu sündigen. Glauben Sie mir, ein "normaler Priester" wird über Ihre Beichte glücklich sein! Erstkommunion und Firmung sind sicher gültig, aber die Gnaden werden Sie vielleicht erst nach dieser Beichte empfangen! Wenn ich könnte, würde ich Sie an der Hand halten und Sie in den Beichtstuhl begleiten! Wissen Sie: Gott vergibt alle Sünden - sie werden getilgt!!! Ist das eine Befreiung??? Ich hoffe, Sie werden bald Halleluja singen! Vielleicht interessiert Sie weitere vertiefung in den Glauben. Da wäre die Mappe "Hauskreise" was für Sie. Kostprobe und Bestellung unter www.hauskirche.at

Ich war derjenige mit der katholischen Religionslehrein als Freundin. Was meinen sie damit: Wie sieht diese Sache vor Gott aus? Gott wird es doch in Ordnung finden, wenn 2 Menschen sich lieben, oder? Wie soll ich denn nun weiter vorgehen? Soll ich mich an den Pastor unserer Gemeinde wenden odser an wen?

Liebe Freunde, Gott IST die LIEBE, aber er ist auch die TREUE. Das Problem ist der Bruch der ersten Liebe! Von katholischer Seite gibt es eine kirchliche Trauung nur, wenn eine vorherige Ehe annuliert werden kann. Vor Gott ist es eben nicht in Ordnung, wenn sich zwei Menschen lieben, von denen einer gültig verheiratet ist (war). Vor Gott ist diese Liebe Ehebruch - das habe ich gemeint - und das ist ein Wort Jesu! Vielleicht aber gibt es echte Ehenichtigkeitsgründe Ihrer ersten Ehe - dann geht der Weg Richtung Annulierung und dann gibt es keine Problem. Das alles schreibe ich aus katholischer Sicht.

In unserem Ort gibt es nur zweimal im Jahr Beichtgelegenheit (vor Ostern und vor Weihnachten). Leider wohnen hier viele ältere Leute, die nicht mehr mobil sind (nächste Pfarre 10 Kilometer - mit Öffentlichen schwer erreichbar). Diesen Menschen ist es zum Teil auch nicht möglich, sich an den beiden Beichtterminen stundenlang vor dem Beichtstuhl anzustellen (nur 1 "Gastpriester", für 3 Stunden Beichtgelegenheit für ca. 600 Katholiken!!!). Was kann man machen? Einen Beichttermin beim Ortspfarrer zu bekommen ist unmöglich - habe es selber 3 Jahre lang versucht! (fahre jetzt alle paar Wochen zu einem anderen Priester, bin jung und hab ein Auto - Gott sei Dank!)

Ja, es ist sehr traurig!!!
Wir müssen beten, beten, beten!!!
Der Katholik hat ein Recht darauf, beichten gehen zu können. Vielleicht sollte man in diesem Fall beim Bischof vorsprechen und um Rat fragen.
Wenn es wirklich in der Pfarre keinen Weg gibt, könnte man versuchen, die "Beichtwilligen" zu erfassen und einen Priester organisieren, der zu den einzelnen Leuten fährt. Das könnte z.B. ein Ordenspriester sein. Ich würde überall anfragen - von den Karmeliten bis zu den Legionären Christi. Es kommt sicher irgend jemand und der Segen wird groß sein.
Danke, dass Ihnen die Beichte - auch von en anderen ein so großes Anliegen ist.

ich bin evangelisch habe aber das grosse Bedürfniss nach der Beichte,darf ich das ?

Lieber Roli,

Wenn evangelische Christen zur Beichte bei einem kath. Priester gehen, so ist das ein seelsorgliches Gespräch. Ein evangelischer Christ kann dieses Sakrament im Normalfall nicht gültig empfangen. Ich würde aber gehen!!!
Die genauen Richtlinien/Ausnahmen sind im Kirchenrecht Nr. 844 enthalten. Nachzulesen unter www.hauskirche.at, dann Rat&Tat, Kirchenrecht - dort 844 suchen - es gibt noch weitere Sätze..
Can. 844 — § 1. Katholische Spender spenden die Sakramente erlaubt nur katholischen Gläubigen; ebenso empfangen diese die Sakramente erlaubt nur von katholischen Spendern; zu beachten sind aber die Bestimmungen der §§ 2, 3 und 4 dieses Canons sowie des can. 861, § 2.

Ich ging bislang regelmässig zur Beichte (1x pro Woche). Nun musste ich feststellen, dass mich mein Beichtvater bei Fragen meinerseits des öfteren voll ins Gesicht anlügt und zwar mitunter bei Sachverhalten, die völlig offensichtlich sind. Widerspreche ich ihm darauf, will er mich als mieser Kerl darstellen und mir weismachen, ich lüge, nicht er, und sei ein Sünder. Erst wenn ich ihm sage, ich könne es ihm beweisen und würde nicht über die Wahrheit meiner Aussage diskutieren, schweigt er. Auch ist er manchmal hässig im Umgang. Mein Vertrauen ist nun infolgedessen so ziemlich im Eimer. Mein vorheriger Beichtvater erzählte das, was ich ihm in der Beichte erzählte hatte, am nächsten Sonntag in der Predigt, zwar ohne Namen, doch mit sehr deutlichen Blicken. Ich habe irgendwie immer Pech mit meiner Auswahl des Beichvaters, so langsam frage ich mich, ob es überhaupt noch dafür geeignete Priester gibt. Was empfehlen Sie mir?

Den Beichtvater kann man sich aussuchen!!!
Die Beichte ist nicht zum Diskutieren da, man bekennt die Sünden, der Priester vergibt sie im Namen Jesu - basta. Das gilt, was immer er für Mensch ist. Das gilt auch für den "Schwätzer". Würde zu beiden nicht mehr gehen. Vielleicht an einen Wallfahrtsort und nur monatlich. Solange suche, bis es passt. Wir haben das Recht, dies zu tun. Jeder Priester vertritt in der Beichte zwar Jesus - aber nur in der Sündenvergebung, nicht im Zuspruch. Ich wollte auch einmal beichten, hab einen Priester angesprochen. Der schaut mich an und sagt: "Mir bleibt auch nichts erspart". Ich ging beichten und die Beichte war gültig. Das andere ist das Problem des Priesters. Beten wir um gute Beichtväter.

Ich habe eine Frage zur Beichte
Können sogar Todsünden vergeben werden?
Ich bin nämlich evanglisch und möchte katholisch werden, ich habe aber schon mehrere Todsünden begannen - die aber in der evangelischen Kirche zu der ich damals glaubte, keine Sünden sind.
Kann ich trotz meiner Sünden in die Katholische Kirche eintretten?

Lieber/Liebe Jens!

Das Sakrament der Beichte ist eines der größten Geschenke Gottes an die Menschen. Wären die Sünden "rot wie Blut", sie werden "weiß, wie Schnee!" Und der Priester vergibt bei der Beichte die Sünden - auch die Todsünden - "Im Namen Jesu".
Wenn die drei Bedingungen - Reue, Bekenntnis und Vorsatz - vorhanden sind, dann werden in der Beichte die Sünden ausgelöscht!!! Der Priester spricht: "So spreche ich dich los von deinen Sünden!"
In der katholischen Kirche gibt es viele Sünder - aber sie lassen sich immer wieder reinwaschen in der Beichte.

Guten Tag

Ich habe 2 Fragen zu der Beichte:
Muss man beim Ortspfarrer beichten gehen, oder kann man bei einem Pfarrer seiner Wahl beichten ?
Kann der Pfarrer wenn ihm Todsünden beichtet, exkommunizieren ?
Gruss
m

Lieber Leo!
Man kann bei jedem Pfarrer beichten gehen. In Städten gibt es oft bekannte "Beichtkirchen". Auch an Wallfahrtsorten wird das Beichtsakrament fast an jedem Tag angeboten.
Die Exkommunikation erfolgt ja nicht durch die Beichte, sonder schon durch die Tat. Zur Exkommunikation führen u.a.: Abtreibung, Amtsanmaßung, Glaubensabfall, Irrglauben, Abtrünnigkeit (Schisma), Attentat auf den Papst, Bruch des Beichtgeheimnisses, Schändung der eucharistischen Gestalten.
Wenn man eine Todsünde begangen hat - z.B. Ehebruch - dann darf man nicht zur Kommunion gehen, durch das Bekenntnis in der Beichte werden diese Sünden aber vergeben. Die Beichte führt also von der "Exkommunikation" zur Vollen Einheit mit der Kirche.

wie verlauft genau ein beichtvorgang? vom hineingehen in den beichtstuhl bis zum schluß?

Lieber Malidus,

das ist eine gute Frage.
Es gibt im Gotteslob in den Nummern 54-67 eine Hinführung zur Beichte.
P. Dr. Karl Wallner hat einen schönen Folder zusammegestellt - man erhält ihn bei P.Dr.Karl Wallner, A-2532 Heiligenkreuz, E-mal: pkw@stift-heiligenkreuz.at.
Ich persönlich beichte so:
Ich bereite mich möglichst in Ruhe auf die Beichte vor. Ich gehe in den Beichtstuhl - oder in den Ausspracheraum. Dort empfängt mich der Priester. (Er handelt in der Person Christi). Der Priester beginnt: "Im Namen des Vaters ...". Dann spreche ich: "Ich war vor ... Monaten (Jahren) das letzte Mal beichten." Nun bekenne ich meine Sünden. Meist sind einem die "schweren Brocken" geläufig. Wer gelogen, gestohlen, Ehebruch begangen hat ..., der muss nicht lange überlagen, was dran ist. Wichtig ist die Aufrichtigkeit. Ich möchte vor Gott alles bekennen - reinen Tisch machen und ein neues Leben beginnen. Ich spreche einfach über mein Leben. Gott freut sich über meine Umkehr und deshalb muss ich ihm alles sagen. Wer öfter beichten geht, bekommt meist ein empfindlichers Gewissen und er wird auch beichten, dass er zu wenig gebetet hat ...
Es kann sein, dass der Priester irgendwo nachfrägt. z.B. "wie oft haben Sie gelogen."
Wenn ich mit der Beichte fertig bin sage ich z.B.: "Das ist alles, was mir einfällt"
Der Priester gibt daraufhin meist einen Zuspruch, der uns die Liebe Gottes zeigen und uns ermutigen soll, enger verbunden mit Christus zu leben.
Dann gibt der Priester eine Busse auf: z.B. 3 Vaterunser und Avemaria. Dies steht meist mit der bekannten Schuld in keinem Verhältnis und zeigt die große Barmherzigkeit Gottes.
Dann kommt das Sensationelle an der Beichte: Die Lossprechung.
Der Priester betet:
"Gott der barmherzige Vater hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Diesnt der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen das Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Man antwortet "Amen"
Der Priester: "Der Herr hat dir die Sünden vergeben. Gehe hin in Frieden!"
Antwort: "Dank sei Gott dem Herrn"
Wenn die Reue über die Sünden, das Bekenntnis derselben und der Vorsatz, nicht mehr zu sündigen gegeben sind, dann wird das Bußsakrament gültig empfangen.
Sie finden auch eine schöne Zusammenstellung über die Beichte in der Mappe "Hauskreise" - Kostprobe in www.hauskirche.at / Hauskreise.

Ich bin verheiratet, nur standesamtlich, meine Frau ist evangelisch und ich bin katholisch und haben eine Tochter 18 Jahre, nicht getauft. Darf ich als Katholik zur Beichte und zur Hl. Kommunion gehen.
Danke!

Zur Beichte können Sie immer gehen - da gibt es halt das Problem der Lossprechung, die erst dann möglich ist, wenn Sie Ihre Ehe auch kirchlich geregelt haben. Was spricht eigentlich gegen eine kirchliche Eheschließung? Gehen Sie zu Ihrem Pfarrer und besprechen Sie mit ihm Ihr Problem.


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